Face­book Ads für Woo­Commerce – der Funnel für 100’000 € Umsatz im Monat

Ecom­mer­ce hat momen­tan viel Wind in den Segeln: Digi­ta­les Noma­den­tum, Dropship­ping, Sho­pi­fy und Ful­fill­ment by Amazon (FBA) geben ihm unter ande­rem neuen Anlauf. Es ist heute ein­fa­cher denn je mit einem eige­nen Woo­Commerce-Shop Umsatz zu machen.

Die zweite Hälfte des Kern­ge­schäfts eines Shop­be­trei­bers ist – neben dem Aufbau und Betrieb des Shops – das Mar­ke­ting. Und hier geben sich viele eCom­mer­cler zu schnell geschla­gen.

Als Woo­Commerce-Shop­be­trei­ber ist man natür­lich daran inter­es­siert, eine gute Mar­ke­ting­kam­pa­gne auf­zu­bau­en, die den Umsatz stei­gert. Viele erwar­ten aller­dings zu schnell zu große Ergeb­nis­se oder nehmen sich nicht die Zeit, ihre Mar­ke­ting­stra­te­gie über das erste Auf­stel­len hinaus zu opti­mie­ren.

Dabei ist es eigent­lich ganz ein­fach.

Vor allem über Face­book. Mit Face­book Ads kann man ganz ein­fach unter­schied­li­che Ziel­grup­pen anvi­sie­ren und pas­sen­de Kam­pa­gnen anle­gen. Wenn man dabei noch die ein­zel­nen Phasen des Face­book-Fun­nels berück­sich­tigt, steht dem stei­gen­den Umsatz nichts mehr im Weg.

Wir zeigen Ihnen einen echten Sales-Funnel und wie Sie einen sol­chen pro­fi­ta­blen Funnel Schritt für Schritt mit Face­book Ads für Woo­Commerce selbst auf­bau­en können.

Die 3 Phasen des Face­book Sales-Fun­nels

Das Bild kennen Sie bestimmt schon:


Das ist ein typi­scher Sales-Funnel, bzw. ‑Trich­ter. Unter­teilt in die drei Phasen Errei­chen, Akti­vie­ren und Kon­ver­tie­ren hilft er Ihnen, Besu­cher auf Ihrer Web­sei­te zu Inter­es­sen­ten und letzt­end­lich zu Käu­fern zu machen.

Phase 1 – Errei­chen

In Phase 1 geht es darum, Fremde zu Lesern und – noch besser – Inter­ak­teu­ren zu machen. Die Leute besu­chen Ihre Web­site, Face­book-Seite oder You­Tube-Kanal, weil sie dort inter­es­san­te Inhal­te ver­mu­ten und finden.

Gefun­den haben sie Sie und Ihr Ange­bot zum Bei­spiel über eine Wer­be­an­zei­ge, die sie direkt zu Ihrem Woo­Commerce-Shop geführt hat. Oder über eine Face­book-Anzei­ge, mit der sie inter­agiert – ein Video ange­schaut, einen Bei­trag kom­men­tiert – haben.

Das ist ihr erster Kon­takt mit Ihrer Marke und Haupt­ziel der Phase 1: Besu­cher lernen Ihre Marke kennen und vor allem erkennen. Sie ver­bin­den damit etwas, das für sie nütz­lich, sinn­voll oder inter­es­sant ist.

Phase 2 – Akti­vie­ren

Haupt­ziel der Phase 2 ist es die Leute, die Ihre Marke nun kennen, auch an diese zu binden. Das ist zum Bei­spiel der Fall, wenn sie Ihnen frei­wil­lig ihre Kon­takt­da­ten geben. Damit nehmen Sie sie in Ihren enge­ren Kreis auf, der noch nütz­li­che­re, sinn­vol­le­re oder inter­es­san­te­re Infor­ma­tio­nen erhält als vorher. Somit akti­vie­ren Sie sie dazu, sich an Ihre Marke zu binden – denn sie sind daran inter­es­siert mehr Infor­ma­tio­nen von Ihnen zu erhal­ten.

Anrei­ze zur Anmel­dung für Ihren News­let­ter können Gut­schei­ne, kos­ten­lo­ser Ver­sand oder klas­si­sche Con­tent Upgrades in Form von bei­spiels­wei­se Guides für stei­gen­den Umsatz sein.

Phase 3 – Kon­ver­tie­ren

In Phase 3 kon­ver­tie­ren Sie Ihre akti­vier­ten Besu­cher nun zu Käu­fern Ihrer Pro­duk­te. Dafür zeigen Sie ihnen für sie pas­sen­de und zuge­schnit­te­ne Pro­duk­te. Das können zum Bei­spiel Pro­duk­te sein, die sie sich bereits ange­se­hen haben, oder ähn­li­che Ware. Es können auch Dinge sein, die sie sich bereits in den Waren­korb gelegt, aber noch nicht auf kaufen geklickt haben.

Haupt­ziel der Phase 3 ist es, zum Kauf anzu­re­gen und dadurch Umsatz zu gene­rie­ren.

Ihre Besu­cher­zah­len dik­tie­ren die pas­sen­de Phase

Jetzt kennen Sie also die drei Phasen eines Sales-Fun­nels – doch wann küm­mern Sie sich um den Aufbau wel­cher Phase?

Es macht keinen Sinn zu ver­su­chen alle drei Phasen gleich­zei­tig umzu­set­zen. Je nach Situa­ti­on Ihres Shops sind eine ein­zel­ne oder viel­leicht zwei Phasen sinn­vol­ler als alle drei zusam­men.

Der pas­sen­de Indi­ka­tor zur Bestim­mung der pas­sen­den Phase? Ihre Besu­cher­zah­len.

Bei weni­ger als durch­schnitt­lich 150 Besuchern/Tag macht es noch keinen Sinn mit der Phase 3 (Kon­ver­tie­ren) los­zu­le­gen. Die Ziel­grup­pe ist hier­für ein­fach noch nicht groß genug. 80.000 – 100.000 Besu­cher inner­halb von 3 Mona­ten soll­ten es schon sein, um wirk­lich effek­tiv mit den Kam­pa­gnen der Phase 3 mehr Umsät­ze erzeu­gen zu können. Dann müssen Sie nicht bei jedem neuen Pro­dukt bei Null mit dem Mar­ke­ting anfan­gen, son­dern haben bereits einen Kunden- oder Inter­es­sen­ten­stamm auf­ge­baut, den Sie anvi­sie­ren können.

Wenn diese Masse an Besu­chern fehlt, kon­zen­trie­ren Sie sich auf die Phasen 1 und ein biss­chen später zusätz­lich auf Phase 2. Durch Phasen 1 und 2 werden die Ziel­grup­pen für Phase 3 erst auf­ge­baut, zum Bei­spiel durch Anlage Ihrer News­let­ter-Daten­bank oder das Ver­sen­den wert­vol­ler Inhal­te.

Wenn Sie jedoch 100.000 Besucher/Monat oder mehr vor­wei­sen können, Ihre Kon­ver­si­ons­ra­te dabei aber unter 2% liegt, soll­ten Sie sich zuerst auf die Phase 3 kon­zen­trie­ren.

Doch wie genau muss eine Wer­be­an­zei­ge in den ein­zel­nen Phasen auf­ge­baut sein? Wie werden die Kam­pa­gnen pas­send struk­tu­riert?

Wer­be­an­zei­ge der Phase 1 – Errei­chen

Als erstes kann ich Ihnen nur raten das Face­book Pixel inklu­si­ve der Events auf Ihrer Web­sei­te zu instal­lie­ren. Das Face­book Pixel ermög­licht es Ihnen, die Ziel­grup­pen für Ihre Wer­be­kam­pa­gnen zu messen, opti­mie­ren und auf­zu­bau­en.

Mit dem Face­book Pixel können Sie die Aktio­nen der Besu­cher auf Ihrer Web­sei­te erken­nen und wirk­sam auf jeg­li­chen End­ge­rä­ten ein­set­zen, um effek­ti­ve­re Face­book-Wer­be­an­zei­gen zu star­ten.

Der Pixel kann Ihnen durch die gesam­mel­ten Infor­ma­tio­nen auto­ma­tisch die für Sie inter­es­san­ten Ziel­grup­pen aus­fin­dig machen und anle­gen. Diese Ziel­grup­pen sind zum Bei­spiel:

Ziel­grup­pe 1:
Face­book-User, die den Besu­chern Ihrer Web­sei­te extrem ähn­lich sind. (Look-Alike Audi­ence aus Besu­cher via Pixel)

Ziel­grup­pe 2:
Face­book-User, die Ihren Kunden ähn­lich sind aber nicht bereits Kunden sind. (Look-Alike Audi­ence aus Kunden via Shop­ex­port)

Ziel­grup­pe 3:
Face­book-User, die ähn­li­che demo­gra­phi­sche Merk­ma­le und Inter­es­sen wie Ihre Kunden haben (Inte­rest Tar­ge­ting).

Ihre belieb­tes­ten Inhal­te sind gleich­zei­tig auch Ihre besten Inhal­te für die Wer­be­an­zei­gen in Phase 1. Ori­en­tie­ren Sie sich hier­für an den Abruf­zah­len und Inter­ak­tio­nen Ihrer Bei­trä­ge, Videos oder Bilder. Wurden sie oft geteilt, ange­se­hen oder kom­men­tiert, können Sie sie super für Ihre Wer­be­an­zei­ge nutzen.

Lege pro Bei­trag, Video oder sons­ti­gem Inhalt eine eigene Kam­pa­gne an. Pro Ziel­grup­pe legen Sie in jeder Kam­pa­gne eine eigene Wer­be­an­zei­gen­grup­pe an. Starte je Gruppe mit 5 ver­schie­de­nen Bil­dern und 3 ver­schie­de­ne Anrei­ßer­tex­ten. Über Google Ana­ly­tics finden Sie das Geschlecht und Alter Ihrer Look-Alike-Audi­ence heraus. Damit gren­zen Sie Ihre Ziel­grup­pe grob ein. Diese Kri­te­ri­en kann man über das Face­book-Ana­ly­se­tool des Wer­be­an­zei­gen­ma­nage­ments später noch ver­fei­nern.

Am Ende soll­ten Sie also fünf bis zehn Kam­pa­gnen mit je 3 Wer­be­an­zei­gen­grup­pen und wie­der­um je 15 Wer­be­an­zei­gen haben. Face­book opti­miert auto­ma­tisch die Bilder und Texte, die am Besten ankom­men.

Budget

Ich emp­feh­le für Phase 1 pro Wer­be­an­zei­gen­grup­pe 5–10 €/Tag ein­zu­set­zen um eine ver­wert­ba­re, wieder ansprech­ba­re Masse von Leuten zu gene­rie­ren, die durch die Wer­be­an­zei­gen zum ersten Mal mit Ihrer Marke, Ihrem Unter­neh­men und Ihren Pro­duk­ten in Kon­takt kommen.

Bei­spiel: Kett­ner Edel­me­tal­le

Ein gutes Bei­spiel für Phase 1 bietet Kett­ner Edel­me­tal­le. In diesem Video gibt der Geschäfts­füh­rer selbst hilf­rei­che Tipps für den erst­ma­li­gen Gold­kauf an.

Das Video spricht Men­schen an, die noch nie Gold gekauft haben und auch nicht wissen wie es geht. Mög­lich wird das durch den Ein­satz von Loo­ka­li­ke-Audi­en­ces und Inte­rest Tar­ge­ting. Wer sich dieses Video anschaut hat wert­vol­le Infor­ma­tio­nen erhal­ten und lernt gleich­zei­tig die Marke Kett­ner Edel­me­tal­le kennen – und wird mit der Hilfe von Face­book zur spä­te­rer Wie­der­an­spra­che mar­kiert.

Wer­be­an­zei­gen der Phase 2 – Akti­vie­ren

In Phase 1 wurden die Ziel­grup­pen ange­spro­chen und auf­ge­baut, die Ihre Marke noch nicht kann­ten. Jetzt kennen sie diese – und damit ändern sich Ihre Ziele, Ziel­grup­pen und pas­sen­den Kam­pa­gnen!

In Ihrem Face­book-Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger können Sie Ihre neuen Ziel­grup­pen defi­nie­ren und anle­gen.

Ziel­grup­pe 1: Besu­cher oder Leser, die noch keine Leads sind

Dies sind Leute, die bereits mit Ihrer Marke in Kon­takt kamen (also zum Bei­spiel Besu­cher Ihrer Web­sei­te, Zuschau­er Ihrer Videos, Inter­ak­teu­re mit Ihren Wer­be­an­zei­gen), sich aber noch nicht für Ihren News­let­ter ange­mel­det haben und damit noch keine Leads, also Inter­es­sen­ten, sind.

Für die fol­gen­den drei Unter­ziel­grup­pen legen Sie drei ver­schie­de­ne Kam­pa­gnen an. Ihr Ziel ist es für jede Kam­pa­gne, Besu­cher zu Leads zu machen – sie dazu anzu­re­gen, sich frei­wil­lig für Ihren News­let­ter anzu­mel­den. Dann können Sie sie fast kos­ten­frei mit Ihren Inhal­ten und Pro­duk­ten in Kon­takt brin­gen und so Ihre Umsät­ze durch Email-Mar­ke­ting stei­gern.

Die tech­ni­sche Umset­zung funk­tio­niert ent­we­der über Face­book-Lead-Ads oder Sie schi­cken sie auf eine Lan­ding Page auf Ihrer Web­sei­te wo sie ihre Kon­takt­da­ten ein­ge­ben können. Fol­gen­de drei Kam­pa­gnen soll­ten Sie für diese Ziel­grup­pe anle­gen:

Kam­pa­gne 1:
Besu­cher Ihrer Web­sei­te, die sich noch nicht für Ihrer News­let­ter ange­mel­det haben, also noch keine Leads sind.

Kam­pa­gne 2:
Leute die mit Ihren Videos inter­agiert haben aber noch keine Leads sind.

Kam­pa­gne 3:
Leute die mit Ihren Bei­trä­gen inter­agiert haben aber noch keine Leads sind.

Je Kam­pa­gne erstel­len Sie nun wieder eine eigene Wer­be­an­zei­gen­grup­pe mit pas­sen­den Bil­dern und Texten. Welche Bilder und For­mu­lie­run­gen passen, finden Sie heraus indem Sie fol­gen­de Fragen über Ihre Ziel­grup­pe beant­wor­ten:

  • Was ist ihre Erwar­tungs­hal­tung nach­dem sie Video X, Y oder Z oder Bei­trag A, B oder C gese­hen bzw. gele­sen haben?
  • Was hat sie an den Inhal­ten inter­es­siert? Welche Inhal­te könn­ten jetzt helfen? (Ein Gut­schein, ein tief­ge­hen­der Rat­ge­ber, ein Tuto­ri­al?)
  • Was ist der nächs­te Schritt um Ihnen ihre Kon­takt­da­ten zu über­las­sen?

Ziel­grup­pe 2: Besu­cher, die noch nichts in den Waren­korb gelegt haben

Das glei­che Vor­ge­hen können Sie nicht nur zur Lead-Gene­rie­rung ein­set­zen, son­dern zum Bei­spiel auch um Besu­cher der Web­site dazu zu ani­mie­ren Ihre Pro­duk­te in den Waren­korb zu legen.

Hier­für ist es hilf­reich, Ihren Pro­duk­feed im Face­book-Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger ein­zu­pfle­gen. Das erleich­tert Ihnen die Erstel­lung von Wer­be­an­zei­gen, denn Sie können dem Besu­cher eines bestimm­ten Pro­duk­tes dieses Pro­dukt noch­mal zeigen. Wenn er es beim ersten Mal nicht gekauft hat, haben ihm viel­leicht not­wen­di­ge Infor­ma­tio­nen , Ver­trau­en oder Zeit gefehlt.

Um Ver­trau­en auf­zu­bau­en können Sie gute Kun­den­be­wer­tun­gen oder Waren­test-Bewer­tun­gen Ihrer Pro­duk­te in die Text­spal­te der Wer­be­an­zei­ge ein­set­zen. Solche Kun­den­be­wer­tun­gen erhö­hen das Ver­trau­en in Ihre Marke und Pro­duk­te, und bauen Zwei­fel ab.

Das funk­tio­niert auch indem Sie auf die größ­ten Vor­tei­le Ihres Shops hin­wei­sen, wie zum Bei­spiel den schnel­len und/oder kos­ten­lo­sen Ver­sand oder die TÜV-/DEKRA-Prü­fung.

Tipp: Anfän­ger soll­ten es mit einem klei­nen Expe­ri­ment ver­su­chen. Klonen Sie diese Kam­pa­gne nach dem Auf­set­zen im Face­book-Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger, ändern aber die Ziel­grup­pe von Besu­chern ohne Waren­korb auf Leads (von Ihrem E‑Mail-Ver­tei­ler) ohne Waren­korb. Da die Leser Ihres News­let­ters Sie ten­den­zi­ell besser kennen, dürf­ten die Kosten pro Klick und Kauf nied­ri­ger sein.

Budget

Ähn­lich wie in Phase 1 lohnt es sich auch in Phase 2 zunächst zwi­schen 3–10 €/Tag je Wer­be­an­zei­gen­grup­pe zu inves­tie­ren. Je nach Bran­che funk­tio­nie­ren die Wer­be­kam­pa­gnen unter­schied­lich gut, daher ist es ratsam, ein Auge auf den Erfolg zu haben und gege­be­nen­falls die Wer­be­an­zei­gen und die Ziel­grup­pen zu opti­mie­ren und zu ver­fei­nern.

Wenn die beiden Ziel­grup­pen bereits recht groß sind und die Kam­pa­gnen viel­ver­spre­chend anlau­fen, können Sie sich in diesem Sta­di­um schon über­le­gen, bis zu 100 €/Woche in Ihre Wer­be­an­zei­gen­grup­pen zu ste­cken. So sehen Sie schnell erste Erfol­ge und Trends und können zügi­ger expe­ri­men­tie­ren.

Bei­spiel: Grün­der­schiff Busi­ness­plan­rat­ge­ber

Das Grün­der­schiff hat als Phase 2 Wer­be­an­zei­ge­grup­pe diese Anzei­ge geschal­tet. Hier werden Besu­cher der Blog-Bei­trä­ge zum Thema Busi­ness­plan ange­spro­chen, die sich den am Ende der Bei­trä­ge ange­häng­ten Busi­ness­plan­rat­ge­ber nicht her­un­ter­ge­la­den haben.

Die Besu­cher waren offen­sicht­lich an Busi­ness­plä­nen inter­es­siert. Durch die Phase 2 Anzei­ge werden sie nun noch­mal darauf hin­ge­wie­sen, dass es da ja noch diesen Busi­ness­plan­rat­ge­ber gibt und dass sie sich diesen ganz ein­fach im Tausch gegen ihre Kon­takt­da­ten her­un­ter­la­den können.

Wer­be­an­zei­gen der Phase 3 – Kon­ver­tie­ren

In Phase 3 können Sie nun nicht mehr nur unter­schied­li­che Kam­pa­gnen anle­gen, son­dern nehmen auch ver­schie­de­ne und spe­zia­li­sier­te­re Ziel­grup­pen ins Visier. Über­grei­fend sind in Ihrer Haupt­ziel­grup­pe Leute, die auf Ihrer Web­site waren und Ihre Pro­duk­te auch in den Waren­korb gelegt, aber nicht gekauft haben.

Sie waren also schon drauf und dran, Ihre Waren zu kaufen und brau­chen jetzt nur noch einen klei­nen Schubs um den Vor­gang abzu­schlie­ßen.

In der Haupt­ziel­grup­pe unter­schei­den Sie aber­mals zwi­schen 3 Ziel­grup­pen.

Ziel­grup­pe 1:
Leute die etwas inner­halb der letz­ten 10 Tage in den Waren­korb gelegt haben aber inner­halb der letz­ten 45 Tage nicht gekauft haben.

Ziel­grup­pe 2:
Leute die in letz­ten 10 – 20 Tagen etwas in Waren­korb gelegt aber in den letz­ten 45 Tagen nichts gekauft haben.

Ziel­grup­pe 3:
Leute die in letz­ten 20 – 30 Tagen etwas in Waren­korb gelegt aber in den letz­ten 45 Tagen nichts gekauft haben;

Für diese drei Ziel­grup­pen legen Sie auch hier jeweils eine eigene Wer­be­an­zei­gen­grup­pe in einer Kam­pa­gne an. Für diese können Sie Ihren Pro­dukt­ka­ta­log mit den bereits ange­se­he­nen Pro­duk­ten aus­spie­len. Weni­ger gut, aber besser als nichts: Setze Bilder Ihrer belieb­tes­ten Pro­duk­te in Karus­sell-Wer­be­an­zei­gen ein, wenn Sie den Face­book-Feed nicht nutzen.

Auf jeden Fall aber sollte sich die Nach­richt, die die unter­schied­li­chen Ziel­grup­pen mit diesen Inhal­ten zu sehen bekom­men, unter­schei­den. Die Texte können zum Bei­spiel so aus­se­hen:

Nach­richt für Ziel­grup­pe 1: “Ihr Waren­korb ist noch offen. Kli­cken Sie auf Jetzt ein­kau­fen um da wei­ter­zu­ma­chen wo Sie auf­ge­hört haben.”

Nach­richt für Ziel­grup­pe 2: “Ihr Waren­korb ist noch offen. Kli­cken Sie auf Jetzt ein­kau­fen und wir schen­ken Ihnen den Ver­sand.”

Nach­richt für Ziel­grup­pe 3: “Ihr Waren­korb wird in weni­gen Tagen gelöscht. Kli­cken Sie auf Jetzt ein­kau­fen und lassen Sie sich Ihre Ware kos­ten­los zusen­den.”

Damit fangen Sie die Kunden, die bereits Ware in den Waren­korb gelegt aber noch nicht gekauft haben, wieder ein.

Budget

In diesem Sta­di­um können Sie bis zu 100 €/Woche in Ihre Wer­be­an­zei­gen­grup­pen ste­cken. Da Ihre Besu­cher schon kurz vor dem Kauf stan­den, stel­len sich die Kam­pa­gnen der Phase 3 oft als kos­ten­ef­fi­zi­en­tes­te heraus.

Bei­spiel: Janas Still­ku­geln

Janas Still­ku­geln hat in Phase 3 bei­spiels­wei­se diese unter­schied­li­chen Nach­rich­ten in einer Karusell-Wer­be­an­zei­ge zur Kauf­über­zeu­gung gewählt:

  • Ener­gie­ku­geln für stil­len­de Mütter.
  • Reich an Getrei­de, frei von Chemie.
  • Blitz­schnel­le Lie­fe­rung für alle.

Das spricht als erstes die Haupt­ziel­grup­pe der stil­len­den Mütter an. Als zwei­tes werden die­je­ni­gen Mütter, die darauf achten ihrem Kind beson­ders gesun­de Nah­rung zu ver­ab­rei­chen, fokus­siert. Zu guter Letzt wird außer­dem eine schnel­le Lie­fe­rung dieser gesun­den Baby­nah­rung ver­spro­chen – da kann Mama ja nur noch auf Jetzt ein­kau­fen kli­cken. Jana sollte sich drin­gend über­le­gen, den Face­book-Feed ein­zu­bin­den und eine Kam­pa­gne mit diesen aus­zu­pro­bie­ren.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Face­book Sales-Funnel – es lohnt sich!

Sie sehen, Face­book Ads effi­zi­ent und effek­tiv für Ihren Woo­Commerce-Shop ein­zu­set­zen ist gar kein Hexen­werk. Jetzt können Sie her­aus­fin­den, auf welche Phasen Sie sich für Ihren Shop zuerst kon­zen­trie­ren müssen und dem­entspre­chend pas­sen­de Ziel­grup­pen und Wer­be­an­zei­gen fest­le­gen. Wenn eine der Phasen zu Ihrer Zufrie­den­heit läuft, soll­ten Sie sich um die nächs­te küm­mern.

Um am Ball zu blei­ben emp­feh­le ich alle 2 bis 4 Wochen Ihre Kam­pa­gnen durch­zu­ge­hen und diese in Bezug auf Ziel­grup­pen und ein­ge­setz­ter Texte, Bilder, Videos etc. zu opti­mie­ren. Stel­len Sie Theo­ri­en auf, warum manche Wer­be­an­zei­gen besser laufen als andere und über­prü­fen Ihre Theo­ri­en dann mit neuen Anzei­gen.

Und: Behal­ten Sie Ihre Besu­cher­zah­len im Auge! Wenn Sie Ihre Wer­be­an­zei­gen für Phasen 1 und 2 rich­tig ange­legt haben, kommen Sie viel­leicht schnel­ler in die Phase 3 als Sie sich erhofft haben.

Neben opti­mier­ten Face­book Ads gibt es aber noch so einige wei­te­re Mög­lich­kei­ten, die Umsät­ze Ihres Woo­Commerce-Shops zu erhö­hen. Wir kennen gleich 23 Ideen dazu. Laden Sie sie hier mit einem Klick her­un­ter:

 

Dieser Arti­kel wurde ursprüng­lich in leicht abge­än­der­ter Form als Gast­bei­trag auf der Grün­der­schiff Web­site ver­öf­fent­licht.