So star­ten Sie einen Online­shop – ohne Vor­kennt­nis­se

Der Aufbau eines Online­shops war noch nie ein­fa­cher mit eCom­mer­ce-Buil­dern wie Shopi­fy und Wor­d­Press-Plugins wie Woo­Commerce. Auch Web­hosts wie Blue­host oder Raid­bo­xes machen den Aufbau mit Wor­d­Press schnel­ler und ein­stei­ger­freund­lich. Tat­säch­lich soll bis 2023 der eCom­mer­ce-Umsatz 22% des welt­wei­ten Ein­zel­han­dels­um­sat­zes aus­ma­chen, im Gegen­satz zu knapp über 10% in 2017, bei­spiels­wei­se.

Unab­hän­gig davon, ob Sie bereits ein Laden­ge­schäft besit­zen und online expan­die­ren möch­ten, oder ob Sie Ihre ersten Schrit­te in die Welt des eCom­mer­ce mit Ihrem aller­ers­ten Shop unter­neh­men – dieser Leit­fa­den führt Sie von Anfang bis Ende durch den Aufbau eines Online­shops.

Vor dem Aufbau zu berück­sich­ti­gen

Sie haben also die genia­le Idee, bunte Socken mit Spin­nen darauf online zu ver­kau­fen – Ihr Neffe findet die näm­lich rich­tig toll und will sie nie wieder aus­zie­hen. Da gibt es doch bestimmt viele mehr Kinder, die gerne solche Socken tragen würden, oder? Vor allem jetzt, wo es auf Herbst/Weihnachten/Ostern zugeht. Warum also nicht ein­fach schnell einen Online­shop zau­bern, ein­tau­send paar Spin­nen­so­cken pro­du­zie­ren lassen, und diese vor Weih­nach­ten gewinn­brin­gend ver­kau­fen? 

Immer lang­sam mit den jungen Pfer­den!

Bevor Sie direkt los­le­gen und viel Geld in den Aufbau eines Online­shops ste­cken, soll­ten Sie ein paar Dinge klären. Das kann Ihnen mit­un­ter viel Zeit und Geld sparen. 

Ist Ihre Idee / Pro­dukt ren­ta­bel bzw. gibt es dafür genug Nach­fra­ge? 

Bunte Spin­nen­so­cken kommen even­tu­ell nur bei Ihrem Neffen gut an. Viel­leicht ist es aber auch die Markt­lü­cke, die Sie da gerade für sich ent­deckt haben – doch wissen Sie es genau? 

Es haben leider schon viele viele Online­händ­ler viel viel Geld in “coole” Pro­duk­te inves­tiert um dann genau zwei davon zu ver­kau­fen. Da können Sie das Geld lieber direkt ver­bren­nen. Das wäre weni­ger Auf­wand und würde für ein paar Minu­ten wenigs­tens wohl­tu­en­de Wärme erzeu­gen. 

Führen Sie des­halb auf jeden Fall im aller­ers­ten Schritt eine Markt­ana­ly­se durch. Dieser Arti­kel erläu­tert, wie es geht. Grund­sätz­lich ist es wich­tig, dass Sie einen Gruppe von Kunden aus­fin­dig machen, 

  • die bereit sind vier- oder fünf­mal (ver­schie­de­ne Pro­duk­te oder Wie­der­be­stel­lung) bei Ihnen zu bestel­len, 
  • dessen durch­schnitt­li­cher Umsatz pro Bestel­lung um die 40 € oder höher liegt, 
  • zu denen Sie einen ska­lier­ba­ren Zugang (bezahl­te Wer­bung, Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting, stra­te­gi­sche Koope­ra­tio­nen) haben und 
  • die über­haupt bereit sind für Ihre zukünf­ti­gen Ange­bo­te Geld aus­zu­ge­ben. 

Wenn Sie das (schon) erle­digt haben, lesen Sie hier weiter. Es gibt vor der Erstel­lung Ihres Shops noch ein paar wei­te­re Dinge zu klären. 

Dropship­ping versus eigene Ful­fill­ment

Dropship­ping ist in den letz­ten drei Jahren super beliebt gewor­den, aber wie alles andere auch, bringt es seine eige­nen Her­aus­for­de­run­gen mit sich. Oberlo hat eine schöne Grafik zur Erklä­rung von Dropship­ping erstellt: 

Der Kunde bestellt in Ihrem Shop, aber der Her­stel­ler ver­sen­det direkt zum Kunden. Der Her­stel­ler kann dabei in Deutsch­land, Europa oder Über­see sitzen. Die Alter­na­ti­ven zum Dropship­ping sind

  • Ihre Ware selbst zu lagern, zu ver­pa­cken und an Käufer zu ver­sen­den oder 
  • jeman­den mit dem Ful­fill­ment zu beauf­tra­gen, bei­spiels­wei­se Ful­fill­ment by Amazon oder andere Dienst­leis­ter

Auf den ersten Blick scheint Dropship­ping der Super-Hack zu sein. Der Schein trügt. Hier sind die Kern­aspek­te zum Thema Dropship­ping, über die Sie vor der Ent­schei­dung auf jeden Fall nach­den­ken soll­ten: 

  • Dropship­ping erfor­dert kein Kapi­tal und ist die ein­fachs­te Metho­de, um im eCom­mer­ce anzu­fan­gen. Es hat aber auch die nied­rigs­te Gewinn­span­ne und kann Her­aus­for­de­run­gen beim Bran­ding mit­brin­gen, da der Her­stel­ler die Kon­trol­le über das Bran­ding bei­spiels­wei­se Ihrer Ver­pa­ckung hat, nicht Sie selbst.
  • Self-Ful­fill­ment erfor­dert mehr Kapi­tal im Voraus und die Not­wen­dig­keit, Ihre Ware selbst zu ver­pa­cken und zu ver­sen­den. Dabei bietet es Ihnen jedoch eine höhere Gewinn­span­ne und bes­se­re, indi­vi­du­el­le Kon­trol­le über Ihre Marke und Bran­ding.

Dieser Arti­kel geht im Detail auf beide Ful­fill­ment-Arten und deren Vor- und Nach­tei­le ein. Letzt­end­lich kommt es vor allem darauf an, was Sie sich beim Start leis­ten können. Haben Sie genug Kapi­tal, dass Sie inves­tie­ren können und wollen in Zukunft hoch hinaus? Dann legen Sie viel­leicht direkt mit einem eige­nen Ful­fill­ment los. Falls das für Sie nicht in Frage kommt, ist Dropship­ping eine ein­fa­che, mit weit weni­ger Start­kos­ten behaf­te­te Alter­na­ti­ve, um ins Rollen zu kommen. 

Was kostet ein Online­shop?

Was vielen frisch geba­cke­nen Online­händ­lern anfangs nicht ganz klar ist: Es kommt ganz schön viel an monat­li­chen oder jähr­li­chen Gebüh­ren für so einen Woo­Commerce-Shop zusam­men: Domain, Hos­ting und SSL sind dabei erst der Anfang. Hinzu kommen Gebüh­ren für Themes, Plugins und Exten­si­ons. 

Wenn Sie dann noch die lau­fen­den Kosten wie Betreu­ung und War­tung, sowie Kosten für Mar­ke­ting und Ver­trieb mit ein­be­zie­hen, stellt sich bald heraus, dass doch etwas mehr Kosten in einem Online­shop ste­cken als es auf den ersten Blick aus­se­hen mag und als viele Bera­ter, die Ihnen das schnel­le Geld mit einem Online­shop ver­spre­chen, vor­gau­keln. 

Im Arti­kel Was kostet ein Woo­Commerce-Shop gehen wir aufs kleins­te Detail auf die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten und deren Kosten eines Woo­Commerce-Shops ein. Wir haben hier eine kleine Zusam­men­fas­sung aus dem Arti­kel für Sie erstellt. Die Zahlen sind annä­hern­de Werte, die vor allem von Umrech­nungs­kur­sen abhän­gen, da viele Pro­gram­me in USD bezahlt werden.

Kos­ten­über­sicht Instal­la­ti­on Woo­Commerce-Shop

Über­sicht Fix­kos­ten eines Woo­Commerce-Shops

Die Instal­la­ti­on ist aber erst der Anfang. Damit haben Sie die Kosten für den Aufbau und Betrieb im ersten Jahr gedeckt. In den Fol­ge­jah­ren kommen fol­gen­de Fix­kos­ten dazu, um den Shop am Laufen zu halten:

  • Domain
  • Hos­ting
  • SSL-Zer­ti­fi­kat
  • Theme
  • Exten­si­ons (13x)
  • German Market Plugin

Dabei erge­ben sich fol­gen­de jähr­li­che Fix­kos­ten je nach Art und Größe des Shops:

  • Klei­ner, ein­fa­cher Shop: ca. 420 Euro / Jahr
  • Mit­tel­gro­ßer Shop: ca. 1.112 Euro / Jahr
  • Großer, kom­ple­xer Shop: ca. 3.239 Euro / Jahr

Lau­fen­de Kosten eines Woo­Commerce-Shops

Neben den Instal­la­ti­ons- sowie jähr­li­chen Fix­kos­ten werden die lau­fen­den Kosten eines Woo­Commerce Shops leider gerne außen vor gelas­sen; also solche Kosten, die nicht regel­mä­ßig in glei­cher Höhe anfal­len, son­dern vari­ie­ren und lang­fris­tig mit dem Wachs­tum Ihres Shops höher werden:

In dieser Kate­go­rie ist es unmög­lich, eine Zusam­men­fas­sung der Kosten wie für die obigen beiden Kate­go­rien zu erstel­len. Was es mit den ein­zel­nen Punk­ten auf sich hat, erfah­ren Sie aber, wenn Sie den ent­spre­chen­den Link kli­cken. 

Die Wahl der pas­sen­den eCom­mer­ce Platt­form

Unser abso­lu­ter Favo­rit bei SCHWUNG­VOLL ist Woo­Commerce. In den meis­ten Fällen spre­chen wir auch eine klare Emp­feh­lung für dieses Shop­sys­tem aus. Als Open-Source System steht die Grund­ver­si­on von Woo­Commerce kos­ten­los zum Down­load zur Ver­fü­gung. In Deutsch­land steht Woo­Commerce an zwei­ter Stelle der Online Shop­sys­te­me.

Natür­lich kommt es aber auch hier immer auf den indi­vi­du­el­len Shop an. Hier sind drei Fragen, die Sie sich zur Ermitt­lung der besten Platt­form für Ihren Shop stel­len können: 

  • Wie viele Pro­duk­te planen Sie zu ver­kau­fen?
  • Wie viel wollen bzw. können Sie dafür bezah­len?
  • Welche Fea­tures benö­ti­gen Sie auf jeden Fall? 

In diesem Arti­kel gehen wir tiefer auf einige andere Shop­sys­te­me ein. Denn je nach­dem, welche Art Shop Sie für Ihren online Handel benö­ti­gen, eignen sich manche Sys­te­me besser oder schlech­ter.

So rich­ten Sie Woo­Commerce in Wor­d­Press ein

Das Woo­Commerce Plugin in Wor­d­Press zu inte­grie­ren ist ganz ein­fach. Ihr Hos­ting muss ein paar Mini­mal­an­for­de­run­gen erfül­len, aber die eigent­li­che Instal­la­ti­on ist in zwei Klicks erle­digt. 

Mini­mal­an­for­de­run­gen

Gehen wir kurz auf die Mini­mal­for­de­run­gen an Ihre Sys­te­me ein. Wenn Sie diese kennen, können Sie poten­ti­el­le Pro­ble­me bei der Instal­la­ti­on und Nut­zung von Woo­Commerce gleich im Keim ersti­cken. Um Wor­d­Press und das Woo­Commerce-Plugin in vollem Umfang zu nutzen werden fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen emp­foh­len:

  • PHP-Ver­si­on 7.4 oder höher
  • MySQL-Ver­si­on 5.6 oder höher ODER MariaDB-Ver­si­on 10.1 oder höher.
  • HTTPS-Sup­port (statt HTTP)
  • Wor­d­Press Spei­cher­li­mit von min­des­tens 64 MB (SCHWUNG­VOLL emp­fiehlt 256 MB oder höher)

Instal­la­ti­on

Im Wor­d­Press Admin-Bereich ist es ganz ein­fach, Woo­Commerce in Ihre Wor­d­Press Site zu instal­lie­ren. Er erle­digt das Ein­fü­gen des Plugins fast von selbst:

  1. Loggen Sie sich in die Wor­d­Press Site ein
  2. Gehen Sie zu Plugins > Neu erstel­len
  3. Tippen Sie „Woo­Commerce“ in das Search Plugin. Die Suche spuckt das Woo­Commerce Plugin von Auto­mat­tic an erster Posi­ti­on aus
  4. Wählen Sie „Jetzt Instal­lie­ren“
  5. Wählen Sie „Akti­vie­ren“ 

Das war’s! Damit können Sie durch­star­ten.

Woo­Commerce Setup Wizard

Nach erster Akti­vie­rung von Woo­Commerce unter­stützt der Woo­Commerce Setup Wizard bei der Ein­rich­tung Ihres Online­shops. Kli­cken Sie „Los gehts“ um los­zu­le­gen, oder wählen Sie „nicht jetzt“ wenn Sie Ihren Shop lieber manu­ell ein­rich­ten wollen.

Wählen Sie Ihr Shop-Theme

Es gibt unge­mein viele Woo­Commerce Themes zur Erstel­lung von wun­der­schö­nen Online­shops. Wie soll man da das Beste aus­wäh­len? Wir woll­ten es genau wissen und haben eine Umfra­ge gestar­tet. Das Ergeb­nis ergab die belieb­tes­ten vier Woo­Commerce-Themes 2020:

  1. Flat­so­me
  2. Store­front
  3. Imp­re­za
  4. Divi

Was haben all diese Themes gemein­sam? Ganz ein­fach: sie erlau­ben es Ihnen, Ihren Online­shop zur opti­ma­len Kun­den­zu­frie­den­heit zu gestal­ten – super easy und intui­tiv. 

Stel­len Sie sich diese drei Fragen, um her­aus­zu­fin­den, wel­ches Theme das rich­ti­ge für Ihren Shop ist:

  • Welche Funk­tio­nen soll mein Shop haben?
  • Wel­chen Stil möchte ich meinen Kunden bieten?
  • Wie sollen meine Kunden sich durch meinen Shop bewe­gen / navi­gie­ren können?

Ein gutes Woo­Commerce Theme ermög­licht gute Kon­ver­si­ons­ra­ten: vom Frem­den zum Besu­cher, vom Besu­cher zum Inter­es­sen­ten, vom Inter­es­sen­ten zum Kunden und vom Kunden zum Stamm­kun­den. Je leich­ter bedien­bar ein Online­shop ist, desto höher diese Kon­ver­si­ons­ra­ten – und damit Ihr Umsatz.

Detail­lier­te Infos zu den vier genann­ten Themes finden Sie im Arti­kel Das sind die 4 besten Woo­Commerce Themes 2020.

Pro­duk­te hin­zu­fü­gen

Jetzt, da Sie einen stil­vol­len Online­shop in einem pas­sen­den Theme erstellt haben, müssen Sie Ihre Pro­duk­te hin­zu­fü­gen. Hier sind die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen, die Sie dafür benö­ti­gen:

  • Name
  • Preis
  • Kate­go­rie
  • Gewicht (für phy­si­sche Pro­duk­te)
  • Datei (für her­un­ter­lad­ba­re Pro­duk­te wie eBooks).

Mit den oben genann­ten Themes können Sie wun­der­schö­ne, indi­vi­du­el­le Pro­dukt­sei­ten zau­bern, die per­fekt zu Ihrem Shop passen. Es gibt aller­dings drei ein­fluss­rei­che Fak­to­ren, die das Sho­p­er­leb­nis für Ihre Kunden auf ein pro­fes­sio­nel­les Level heben. 

Die Macht des Amazon-Lay­outs

Amazon bietet bei Weitem den größ­ten und bekann­tes­ten Online-Markt­platz der Welt. Um nur ein paar aktu­el­le Sta­tis­ti­ken als Bei­spiel zu nennen: Amazon hat mehr als 2,5 Mil­lio­nen Ver­käu­fer, die der­zeit aktiv auf dem Markt­platz ver­kau­fen; und 89% der Online­käu­fer kaufen mit grö­ße­rer Wahr­schein­lich­keit Pro­duk­te von Amazon als von ande­ren Online­shops. 

Was das mit Ihren Pro­dukt­sei­ten zu tun hat? Dass jeder, der schon­mal online Käufe getä­tigt hat, das Layout der Amazon-Pro­dukt­sei­ten kennt. Der Aufbau ist für alle gleich. Ebenso ist der Bestell­vor­gang immer der glei­che. Wer bei Amazon kauft, weiß was ihn erwar­tet bevor die Seite lädt; er weiß, wo er welche Infor­ma­tio­nen zum Pro­dukt findet, und wie er vor­zu­ge­hen hat um das Pro­dukt zu bestel­len.

Das bedeu­tet, dass die Amazon Pro­dukt­sei­ten für viele Men­schen das intui­tiv opti­mals­te Layout und Bestell­vor­gang auf­weist – allein auf­grund der Häu­fig­keit, mit der man über Amazon Bestel­lun­gen tätigt. 

Das bedeu­tet für Sie als Online­händ­ler, dass Sie eine bes­se­re Chance haben Ihre Pro­duk­te über Ihren eige­nen Shop zu ver­kau­fen, wenn Sie Ihre Pro­dukt­sei­ten gemäß dem Amazon-Layout anle­gen. Und den Bestell­vor­gang am besten gleich mit. 

Alle Infos dazu finden Sie in unse­rem aus­führ­li­chen Arti­kel Wie Sie mehr Umsatz mit Ihrem Woo­Commerce Shop machen wenn Sie Ihre Pro­dukt­sei­ten dem Amazon-Layout anpas­sen

So packen Ihre Pro­dukt­be­schrei­bun­gen jeden Kunden

Leute haben wenig Inter­es­se daran, ein Bett zu kaufen. Was sie wirk­lich wollen ist erhol­sa­men Schlaf.”

Heißt soviel wie: Bene­fits sell, fea­tures don’t. Oder, zu deutsch: Vor­tei­le ver­kau­fen sich, nicht die Eigen­schaf­ten. Denn Eigen­schaf­ten sind dem Kunden zunächst einmal egal. Er ver­gleicht sie mög­li­cher­wei­se zwi­schen zwei ähn­li­chen Pro­duk­ten, um sich für eines der beiden zu ent­schei­den. Die Eigen­schaf­ten selbst regen ihn aber nicht zum Kauf an. 

Denn das Pro­dukt ist nicht der Zweck son­dern das Mittel zum Zweck. Das Bett ist das Mittel zum Zweck des erhol­sa­men Schla­fes. Ohne das Bedürf­nis nach Schlaf würde sich kein Mensch ein teures Bett kaufen, egal wie bequem die Matrat­ze oder wie schön der Rahmen.

Was bedeu­tet das nun für Ihre Pro­duk­te und vor allem deren Pro­dukt­be­schrei­bun­gen? Ganz ein­fach: Um einen Bene­fit zu defi­nie­ren, fragen Sie Na und? Klingt banal, funk­tio­niert aber. Und zwar so:

  • Unser Fit­ness­stu­dio bietet Equip­ment auf dem neu­es­ten Stand der Tech­nik.” → Fea­tures des Fit­ness­stu­di­os
  • Na und?”
  • Die hoch­mo­der­nen Geräte opti­mie­ren Ihr Trai­ning.” → Klei­ner Bene­fit, immer noch haupt­säch­lich ein Fea­ture
  • Na und?”
  • Die Kilos pur­zeln bei mini­ma­lem Auf­wand und in gerin­ge­rer Zeit.” → Bingo! Ein Bene­fit. 

Lesen Sie hier im Arti­kel Mit “Na und?” zu mehr Umsatz – so packt Ihre Pro­dukt­be­schrei­bung jeden Kunden, wie Sie den Na Und?-Test für Ihre Pro­dukt­be­schrei­bun­gen umset­zen und die rich­ti­ge Balan­ce zwi­schen Bene­fits und Fea­tures – also Vor­tei­le und Eigen­schaf­ten – finden.

10 Tipps für Pro­dukt­fo­tos, die ein­fach mehr ver­kau­fen

Online zu shop­pen ist eine recht ein­di­men­sio­na­le Akti­vi­tät. Ein Käufer kann sich zwar Fotos des Pro­dukts anschau­en und eine Beschrei­bung dazu lesen. Doch er weiß nicht, wie das Pro­dukt sich anfühlt, wie es riecht oder schmeckt, ob die Größe oder die Pro­por­tio­nen passen und gefal­len. Min­des­tens drei seiner Sinne sind auto­ma­tisch ent­kräf­tet. Wenn er sich Ihr Pro­dukt jetzt nicht einmal auf den Fotos genau anschau­en kann, macht er inner­halb von Sekun­den kehrt und schaut sich ander­wei­tig um. 

Doch mit guten Pro­dukt­fo­tos können Sie poten­ti­el­len Käu­fern die feh­len­den Sin­nes­wahr­neh­mun­gen zu einem bestimm­ten Grad erset­zen. Und gleich­zei­tig einen Augen­schmaus bieten, der zum Kauf über­zeugt. Um das zu bewerk­stel­li­gen, soll­ten Sie Ihr Pro­dukt in allen mög­li­chen “Lebens­la­gen” zeigen: 

  • von allen Seiten
  • in Benut­zung
  • in einer rele­van­ten Umge­bung
  • die Dimen­sio­nen des Pro­dukts
  • die wich­ti­gen Details
  • die Pro­dukt­ver­pa­ckung

Natür­lich soll­ten Sie auch nur qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Bilder zeigen, in die rein­ge­zoomt werden kann, ohne dass alles in Qua­drat­zen­ti­me­ter-großen Pixeln ver­schwimmt. Im Arti­kel 10 Tipps für Pro­dukt­fo­tos, die ein­fach mehr ver­kau­fen, gehen wir genau­er auf die Erstel­lung per­fek­ter Pro­dukt­fo­tos ein, die Ihre Kunden über­zeu­gen werden. 

Rechts­si­cher­heit für eCom­mer­ce Shops

Deutsch­land ist das Land des Behör­den­dschun­gels und der Ver­wal­tungs­bü­ro­kra­tie. Klar, dass es auch für Online­shops eine Flut an Vor­schrif­ten gibt. Leider gibt es auch “ein­falls­rei­che” Anwäl­te, die gutes Geld mit Abmah­nun­gen ver­die­nen. Nicht zu ver­ges­sen Ihre Wett­be­wer­ber, die lie­bend gern einen Vor­teil daraus ziehen, dass ihre Kon­kur­renz sich nicht an die Vor­schrif­ten hält. Solche Leute gibt’s tat­säch­lich.

Laut Trus­ted Shops GmbH wurden 25,3% von knapp tau­send befrag­ten Online­händ­lern zwi­schen Juli 2015 und Juli 2016 mit durch­schnitt­lich 1,52 Abmah­nun­gen bedacht. Ten­denz stei­gend. Des­halb ist es umso wich­ti­ger, dass Sie Ihren Online­shop rechts­si­cher gestal­ten und betrei­ben. Abmah­nun­gen, egal von wem sie ein­ge­lei­tet werden, können teuer werden. Die durch­schnitt­li­chen Kosten für eine Abmah­nung belau­fen sich auf 1.500 Euro.

Für deut­sche Woo­Commerce-Shops gibt es vor allem zwei Plugins zur Rechts­si­cher­heit: German Market und Ger­ma­ni­zed. Online-Händ­ler sind oft unsi­cher, wel­ches das bes­se­re Plugin für ihren Shop ist. Im Arti­kel Ger­ma­ni­zed oder German Market? Rechts­si­cher­heit für Woo­Commerce-Shops ver­glei­chen wir die beiden Plugins im Bezug auf Funk­tio­nen und Preise. 

Egal wel­ches Plugin Sie ein­set­zen, fest steht: Bei nur einer Abmah­nung Ihres Shops zahlen sich die 60 bis 150 Euro im Jahr bereits mehr­fach aus.

Zah­lungs­me­tho­den ein­rich­ten

Als nächs­tes müssen Sie Ihre Zah­lungs­me­tho­de ein­rich­ten. Dies ist ein ent­schei­den­der Teil der Umwand­lung eines Besu­chers in einen Käufer. Woo­Commerce ver­bin­det Sie direkt mit meh­re­ren ver­schie­de­nen Zah­lungs­op­tio­nen wie PayPal, Visa, Apple Pay und Mas­ter­card.

Das Pro­blem: Viele Zah­lungs­for­men sind für Online­shops mit Risiko ver­bun­den und können schnell zu uner­war­te­ten Liqui­di­täts­pro­ble­men führen. Eine garan­tier­te Zah­lungs­art, bei der die Zah­lung sofort ein­ge­zo­gen und nicht wider­ru­fen werden kann, würde jeder ein­zel­ne Online­händ­ler bevor­zu­gen. 

Kunden wollen aber genau das Gegen­teil: eine Rech­nung, mit viel Zeit bis zum Fäl­lig­keits­da­tum. Die Gefahr dabei ist für Online­händ­ler, dass eine solche Rech­nung unbe­zahlt bleibt oder Last­schrif­ten und Kar­ten­zah­lun­gen stor­niert werden. 

Schlaue Online­händ­ler wissen aber auch: Sie müssen die Zah­lungs­for­men anbie­ten, die ihre Kunden wollen, bzw. denen sie ver­trau­en. Sonst schöp­fen Sie das volle Poten­ti­al Ihres Mark­tes nie aus.

Im Arti­kel 10 Zah­lungs­ar­ten, die Sie in Ihrem Online­shop anbie­ten soll­ten, erläu­tern wir, was das für Online­händ­ler bedeu­tet und gehen auf die Details der Zah­lungs­wei­sen ein, die Sie in Ihrem Shop auf jeden Fall ein­set­zen soll­ten: 

  • Sofort­über­wei­sung (via Stripe)
  • PayPal
  • Kre­dit­kar­te (via Stripe)
  • Kauf auf Rech­nung (German Market Plugin)
  • Direk­te Bank­über­wei­sung (Zah­lung per Vor­kas­se)
  • SEPA-Last­schrift und Bank­ein­zug (German Market Plugin)
  • Amazon Pay (via Amazon)
  • Apple Pay (via Stripe)
  • Google Pay (via Stripe)
  • Raten­kauf (via Klarna)

Die besten ERP- / Waren­wirt­schafts­sys­te­me für eCom­mer­ce

Je rei­bungs­lo­ser die Bestel­lung abläuft, desto zufrie­de­ner sind Ihre Kunden – und desto wahr­schein­li­cher ist es, dass sie wieder bei Ihnen ein­kau­fen. Gerade wenn Sie sich gegen Dropship­ping ent­schei­den und das Ful­fill­ment selbst betrei­ben, bedeu­tet das: Ohne eine ein­wand­frei funk­tio­nie­ren­de Waren­wirt­schaft geht nichts. 

Beschaf­fung, Bedarfs­er­mitt­lung, Logis­tik, Trans­port und Lage­rung – je größer Ihr Online­shop und je mehr Kate­go­rien und Pro­duk­te Sie anbie­ten, desto schwie­ri­ger ist es all diese Pro­zes­se im Auge und im Griff zu behal­ten. Des­halb setzen viele Online­shops Soft­ware ein, die diese Kom­ple­xi­tät in ihrer Gesamt­heit abbil­den können: die so genann­ten Waren­wirt­schafts- und ERP-Sys­te­me.

Lesen Sie hier was der Unter­schied zwi­schen einem Waren­wirt­schafts- und einem ERP-System ist. 

Unsere Favo­ri­ten bei SCHWUNG­VOLL sind: 

  • Woo­Commerce Stock Mana­ger
  • JTL Wawi
  • Tra­de­Ge­cko
  • Stitch von Stitch­labs
  • Order­hi­ve
  • Tri­co­ma
  • Bill­bee

Dabei ist es extrem schwie­rig, unter diesen Sys­te­men eine klare Emp­feh­lung aus­zu­spre­chen. Jeder Shop ist anders und jedes System hat unter­schied­li­che Stär­ken, die einen Shop unter­schied­lich kom­ple­men­tie­ren. Am Besten prüfen Sie die Sys­te­me immer auf den besten “Sitz” für Ihren Shop. Wei­te­re Infos dazu gibt’s im Arti­kel Die besten ERP- / Waren­wirt­schafts­sys­te­me für Woo­Commerce

Wei­te­re emp­foh­le­ne Woo­Commerce-Plugins

Die bisher genann­ten Plugins und Erwei­te­run­gen stel­len Ihren Online­shop auf eine solide Basis. Dar­über hinaus gibt es unzäh­li­ge wei­te­re Plugins, mit denen Ihr Shop je nach Bedarf weiter opti­miert werden kann. Im Arti­kel Die 11 + 1 besten Woo­Commerce Plugins 2020 für Deutsch­land, Öster­reich und die Schweiz gehen wir auf die fol­gen­den emp­feh­lens­wer­ten Plugins genau­er ein. 

Plugins für mehr Umsatz

  • Live Chat
  • Woo­Commerce Direct Check­out
  • Bonus­pro­gramm
  • YITH Woo­Commerce Ajax Search
  • Drip – Email Mar­ke­ting Auto­ma­ti­on
  • Face­book für Woo­Commerce
  • Yoast SEO für Woo­commerce

Plugins für gerin­ge­re Kosten

  • Mar­ket­Press German Market
  • Fas­test Cache
  • Check­out Field Editor
  • Zah­lungs­ar­ten

Star­ten Sie Ihren eige­nen Online­shop – aber rich­tig!

Sie sehen, einen Online­shop auf die Beine zu stel­len ist mit vielen klei­nen Schrit­ten und ein paar großen, fun­dier­ten Ana­ly­sen im Voraus ver­bun­den. Star­ten Sie auf keinen Fall mit den klei­nen Schrit­ten, bevor Sie nicht die im ersten Kapi­tel genann­ten Aspek­te (Markt­ana­ly­se, Ful­fill­ment, etc.) geprüft und ent­schie­den haben. Damit sparen Sie sich lang­fris­tig gege­be­nen­falls viel Ärger und Geld. Und wenn der Shop dann steht, müssen Sie lau­fen­de Opti­mie­run­gen vor­neh­men und Mar­ke­ting betrei­ben, um ihn in ein lukra­ti­ves Busi­ness zu ver­wan­deln. Aber genau dabei können wir dann helfen.