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5 Tipps für erfolgreiches SEO für WooCommerce

Als WooCommerce Shopbetreiber wissen Sie bestimmt: Mehr Traffic = mehr Umsatz.

Deshalb steht mehr Traffic auch ganz oben auf der Strategie zum Erfolg im eCommerce. Und der beste Weg dahin ist immer noch die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Denn wer auf Google und Co. leicht gefunden wird, dem fliegt der Traffic regelrecht zu.

Das Problem: Zwischen Suchmaschinenalgorithmen, unterschiedlichen Herangehensweisen und Möglichkeiten, sowie übermäßigem Einsatz von Fachbegriffen ist es nicht so einfach dieses SEO-Thema in den Griff zu bekommen.

Dieser Artikel verschafft Ihnen einen Überblick und gibt Tipps für den richtigen Einsatz von SEO für Ihren WooCommerce Shop.

Was ist SEO und warum ist er wichtig für WooCommerce?

SEO, also Suchmaschinenoptimierung, ist das Vorgehen um mehr organischen (also kostenlosen, sich auf natürliche Art und Weise entwickelnden) Traffic von Suchmaschinen wie Google oder Yahoo zu erhalten.

Sie kennen das selbst wenn Sie einen Suchbegriff eingeben und Google Ihnen eine Ergebnisliste ausspuckt:

Wenn Sie auf die gezeigten Websites klicken, ist das für sie organischer Traffic.

Es gibt auch kostenpflichtigen, nicht-organischen Traffic, für den die Online-Shops Geld für Werbung ausgegeben haben um ganz oben in der Ergebnisliste zu landen. Diese werden mit einem „AD“ vor dem Link gekennzeichnet oder gleich an oberster Stelle die Google Shopping Anzeigen gelistet:

Von diesen soll hier aber nicht die Rede sein, denn sie spielen nach anderen Regeln um Traffic auf Ihren Shop zu ziehen; SEO unterstützt bei der organischen – und damit für Sie kostenlosen – Gewinnung von Traffic.

Mit SEO für WooCommerce wollen Sie sicherstellen, dass Ihre Shop- und Produktseiten unter den ersten Ergebnissen auf der ersten Seite der Suchergebnisse stehen.

Studien ergaben, dass nur 4,8% der Suchenden überhaupt auf Seite 2 der Ergebnislisten landen. Auf Seite 3 sind es sogar nur magere 1,1%. Mit anderen Worten: Je höher die Ergebnisseite, desto fweniger Traffic generiert Ihre Produktseite.

Die Stellung auf der ersten Seite ist auch bedeutend. Die gleiche Studie ergab, dass das erste Ergebnis im Schnitt 32,5% des Traffics einheimst. Für das zweite Ergebnis waren es nur noch 17,6%. Bis zum sechsten Ergebnis auf der Liste ist der Traffic im Schnitt weniger als 5%.

Die Devise lautet also: So hoch wie möglich auf der ersten Seite auf Google, Yahoo und Co. zu ranken.

1. Schlüsselwörter – Der Schlüssel zum SEO-Erfolg

Wenn Sie eine effektive WooCommerce SEO-Kampagne starten möchten, sollten Sie diese in jedem Fall mit einer gründlichen Recherche Ihrer optimalen Schlüsselwörter beginnen.

Jetzt denken sie vielleicht „ich kenne meine optimalen Schlüsselwörter“. Aber sind Sie da 100%ig sicher? Denn wenn Sie nicht mit den richtigen Schlüsselwörtern anfangen, sind alle anderen Dinge die Sie im Namen von SEO durchführen nicht viel wert. Und zwar weil

  • Ihre idealen Kunden Ihren Shop nicht finden, oder
  • die Leute, die zu Ihrem Shop geführt werden nicht Ihre idealen Kunden sind und nichts kaufen werden.

Die Recherche für die richtigen Schlüsselwörter ist also sehr wichtig für Ihren WooCommerce Shop. Es gibt so einige Tools und Herangehensweisen um die richtigen Schlüsselwörter für Ihren Shop zu finden.

So finden Sie Schlüsselwörter für eCommerce Produkte und Produktseiten

Die meisten Tutorials zur Schlüsselwort-Recherche fokussieren auf „Informationsschlüsselwörter“. Das sind Schlüsselwörter, die Leute in Suchmaschinen eingeben um hilfreiche „How-to“-Inhalte zu finden.

Diese Art der Schlüsselwörter haben durchaus auch ihren Platz in einem eCommerce Unternehmen, jedoch werden der Großteil Ihrer Schlüsselwörter sich um die Produktseiten ranken. Das bedeutet, Sie müssen die Recherche im Hinblick auf Produkt-fokussierte Schlüsselwörter angehen.

Und zwar am besten folgendermaßen:

Vorschläge von Amazon

Klar, Amazon ist höchstwahrscheinlich Ihre größte Konkurrzenz. Amazon ist aber auch die größte eCommerce-Site überhaupt, was sie zu einer Goldgrube an Produkt-fokussierten Schlüsselwörtern macht. Sie können Amazon für Ihre Schlüsselwort-Recherche folgendermaßen nutzen:

Gehen Sie zu Amazon.de und geben ein Schlüsselwort ein, das eines Ihrer Produkte beschreibt.

Die von Amazon vorgeschlagenen Schlüsselwörter neigen dazu, sehr zielgerichtet zu sein – auch bekannt als „Long-Tail“ Schlüsselwörter. Nicht nur ist die Konversion besser für Long-Tail Schlüsselwörter im Gegensatz zu einzelnen Schlüsselwörtern, sie tendieren auch zu weniger Wettbewerb.

Wiederholen Sie diesen Vorgang für die wichtigsten Produkte Ihres Shops.

Amazon Keyword Tool Dominator

Ein schnellerer – aber kostenpflichtiger – Weg um Amazon nach geeigneten Schlüsselwörtern zu durchforsten ist der Keyword Tool Dominator. Hier geben Sie einfach Ihre Hauptschlüsselwörter ein und bekommen dafür dutzende Vorschläge für weitere passende Schlüsselwörter.

Nicht nur ist es schneller als es auf die manuelle Art und Weise zu machen, der Dominator spuckt ihnen auch mehr Vorschläge aus.

SEMRush

SEMRush ist eine Online-Software, die Ihnen zeigt welche Schlüsselwörter Ihre Wettbewerber nutzen und für welche sie ranken.

Sie geben hierfür nur die URL eines Wettbewerbers ins SEMRush-Suchfeld ein, klicken auf „Organic Research“ und die Software listet alle Schlüsselwörter mit denen Ihr Konkurrent in den Suchmaschinen rankt.

Mit nur einem weiteren Klick zeigt SEMRush Ihnen außerdem ähnliche Websites zu der von Ihnen eingegebenen:

Genial, nicht wahr?

Der einzige Haken: SEMRush ist mit ab 99$/Monat nicht ganz günstig, bietet dafür aber noch einiges mehr um Ihr Marketing anzukurbeln als nur die Schlüsselwortsuche.

So wählen Sie die richtigen Schlüsselwörter für Ihre Produktseiten

Jetzt haben Sie also eine Liste potentieller Schlüsselwörter vor sich liegen. Aber wie geht es jetzt weiter? Woher wissen Sie, welche Schlüsselwörter davon für Ihren Shop gut geeignet sind?

Suchvolumen

Das Suchvolumen ist der wichtigste Faktor um Schlüsselwörter zu evaluieren. Wenn niemand nach diesem Schlüsselwort sucht, ist alles andere unwichtig.

Die Schwierigkeit liegt darin festzulegen welches Suchvolumen ein „gutes“ oder gar ein „ideales“ ist. In manchen Industrien oder Nischen sind 100 Eingaben des Schlüsselworts im Monat eine ganze Menge. Für andere sind 10.000 monatliche Suchen gar nichts. Und manche Schlüsselwörter sind sehr saisonal bedingt und werden zu manchen Zeiten mehr oder weniger gesucht als zu anderen.

Je mehr Zeit Sie mit damit verbringen Ihre Schlüsselwörter zu studieren desto besser wird Ihr Verständnis darüber was für Ihren Shop in Ihrer Nische ein hohes oder ein niedriges Volumen ausmacht.

Um das Suchvolumen eines Schlüsselworts herauszufinden, geben Sie es in den Google Keyword Planner ein. Dieser ist Teil von Google AdWords, wofür Sie sich kostenlos anmelden können. Sie zahlen nur wenn Nutzer auf Ihre Anzeigen klicken. Der Google Keyword Planner gibt Ihnen zum Schlüsselwort die durchschnittlichen monatlichen Suchen aus.

Schlüsselwort passend zum Produkt

Jetzt haben Sie ein Schlüsselwort gefunden, nach dem viel in den Suchmaschinen gesucht wird. Das muss ein super Schlüsselwort sein, nicht wahr?

Nicht unbedingt.

Es kann nämlich sein, dass das Schlüsselwort nicht gut zu Ihren Produkten passt. Wenn das gewählte Schlüsselwort nicht hundertprozentig Ihr Produkt beschreibt, wird es kaum die richtigen Leute auf Ihren Shop locken und zum Kauf animieren. Das Schlüsselwort hat ein großes Suchvolumen aber die Konversion bleibt aus.

Gehen Sie also sicher, dass Ihre Schlüsselwörter in der engeren Auswahl wie angegossen auf Ihr Produkt passt.

Kommerzielle Absicht

Als Top 1 für ein viel gesuchtes Schlüsselwort ranken? Perfekt.

Als Top 1 für ein viel gesuchtes Schlüsselwort ranken, das aber nur Leute ohne Kaufabsicht suchen? Weniger perfekt.

Prüfen Sie also bevor Sie sich endgültig für Ihre Schlüsselwörter entscheiden ob diese auch von Leuten mit Kaufabsicht eingegeben werden. Erfreulicherweise ist das mit Google Keyword Planner ganz einfach.

Prüfen Sie zuerst das „Competition“-Rating:

„Competition“, also Wettbewerb, zeigt an wie viele Leute in Google Adwords auf dieses Schlüsselwort bieten. Generell gilt: Wenn viele Leute auf ein Schlüsselwort bieten, kann damit Geld gemacht werden. Halten Sie sich daher an die „Medium“ und „High“ klassifizierten Schlüsselwörter.

Einen weiteren guten Anhaltspunkt bietet der Faktor „Suggested Bid“. Das ist ein Anhaltspunkt dafür, was werbetreibende Leute in Google Adwords pro Klick für ein Schlüsselwort ausgeben. Um die Kaufabsicht abzuschätzen gilt: je höher das angegebene Gebot, desto besser.

Wettbewerb

Als letzter Schritt gilt es herauszufinden wie schwierig es sein wird Googles erste Seite und Top Position mit den Schlüsselwörtern in der engeren Auswahl zu knacken.

Da hilft SEMRushs „Keyword Difficulty“. Diese Einheit gibt Ihnen ein Gespür dafür wie heiß umkämpft ein Schlüsselwort bei Google sein wird.

Geben Sie wie üblich das Schlüsselwort in SEMRushs Suchfeld ein und klicken in der Seitenleiste auf „Keyword Difficulty“:

Prüfen Sie dann die Spalte „Difficulty“:

Je höher die Zahl desto höher der Wettbewerb für eine organische Suche nach diesem Schlüsselwort.

Wenn der Wettbewerb um ein bestimmtes Schlüsselwort sehr hoch ist, müssen Sie abwägen ob dessen Suchvolumen hoch genug und die Kaufabsicht der Sucher groß genug sind um dem entgegenzuwirken.

Prüfen Sie daher alle hier genannten Kriterien für alle Ihre Top Schlüsselwörter um herauszufinden welche davon die größte Aussicht auf Erfolg haben. Denken Sie daran: Das sind nicht unbedingt immer die offensichtlichsten Schlüsselwörter.

Keywords Everywhere

Keywords Everywhere ist eine kostenlose Browser-Extension, die ich persönlich genial finde.

Einmal eingestellt, zeigt Keywords Everywhere Ihnen mit jeder Google-Suche auf der rechten Seite neben den Ergebnissen das Suchvolumen, Cost-per-Click und Wettbewerberdaten je eingegebenem Suchwort. Super um ganz einfach ähnliche Schlüsselwörter samt Bewertung zu finden.

Bei Eingabe des Suchbegriffs „Pferdedecken“ in Google, spuckt Keywords Everywhere beispielsweise folgende ähnlichen Schlüsselwörter aus:

2. Website-Architektur – Ihr idealer Shop-Aufbau

Die Website-Architektur – also wie die Seiten auf Ihrer Website organisiert und angeordnet sind – ist eine wichtige SEO-Betrachtung für jede Site. Für eCommerce Websites ist sie aber besonders wichtig. Der Grund ist einfach: eCommerce Websites neigen zu weitaus mehr Seiten als der durchschnittliche Blog oder andere Websites.

Otto hat beispielsweise mehr als 252 Millionen Seiten:

So viele hat Ihr WooCommerce Shop höchstwahrscheinlich nicht. Aber generell gilt: je mehr Seiten Ihre Website hat desto wichtiger, dass die Architektur es für Ihre Nutzer und für Suchmaschinen so einfach wie möglich macht die wichtigsten Seiten Ihres Shops schnell zu finden.

Wie das geht?

Folgen Sie den 2 Goldenen Regelnd der eCommerce-Website-Architektur:

Goldene Regel 1: Gestalten Sie die Architektur so einfach und anpassbar wie möglich.

Goldene Regel 2: Keine Seite sollte weiter als 3 Klicks von der Homepage entfernt sein – je weniger Klickst desto besser.

Für weitere Infos – die den Rahmen dieses Leitfadens leider komplett sprengen würden – lesen Sie diesen Artikel über Website-Architektur.

3. On-Page SEO – Optimierung auf Seitenebene

Als nächstes optimieren Sie Ihre Kategorien und Produktseiten. Das ist ein wichtiger Schritt weil diese zwei Seitenarten den Großteil des Traffics auf die meisten WooCommerce Shops ziehen.

Was auch Sinn macht. Ein Nutzer der „rote Nike Laufschuhe Größe 43“ eingibt, hat garantiert größere Kaufabsichten als jemand auf der Suche nach „Schuhe online kaufen“.

Um Ihre Produktseiten so SEO-freundlich wie möglich zu gestalten, achten Sie auf folgende Dinge:

Title Tag

Der Title Tag ist der Seitentitel, also die Bezeichnung der Produktseite. Er ist auch die blaue erste Zeile eines Google-Ergebnisses, die den Besucher mit einem Klick auf die Produktseite bringt:

Fügen Sie das Hauptschlüsselwort des Produkts auf jeden Fall in den Title Tag ein – eine Grundvoraussetzung für gelungene On-Page SEO.

Sie können Ihren Title Tag aber noch weiter optimieren indem Sie ihm einen oder mehrere „Modifier“ für mehr Long-Tail Traffic hinzufügen. Modifier sind Bestimmungswörter, die Ihr Schlüsselwort weiter eingrenzen und Ihren potentiellen Kunden die Suche erleichtert. Wirkungsvolle Modifier sind beispielsweise:

  • Günstig / Billig
  • Angebot
  • Beste/r
  • Online
  • Kostenlose Lieferung

Ihr Tag Title könnte also beispielsweise lauten: „Günstige Pferdedecke mit kostenloser Lieferung“.

Weitere Modifier zur Optimierung Ihres Title Tags sind so genannte Click Magnet Words, wie „10% Rabatt“ oder „Niedrigster Preis“. Diese erhöhen Ihre Click-Through-Rate (CTR). Und höhere CTR = mehr Umsatz.

Click Magnet Words können sein:

  • X% Rabatt
  • Niedrigster Preis
  • Lieferung am nächsten Tag
  • Bestes Angebot
  • Garantiert

Mit diesen Click Magnet Words im Einsatz sieht Ihr Tag Title beispielsweise folgendermaßen aus: „Pferdedecken: 20% Rabatt und garantierte Lieferung innerhalb von einem Tag auf jede Bestellung“.

Meta Tag Description

Die Meta Tag Description verliert zwar immer mehr an Bedeutung für Suchmaschinen, ist aber für Ihre CTR weiterhin sehr wichtig.

Die oben bereits genannten Click Magnet Words funktionieren auch für die Meta Tag Description. Mit dem einzigen Unterschied, dass in der Meta Tag Description für mehr Wörter Platz ist. Sie können daher Sätze statt einzelner Schlüsselwörter eingeben, wie beispielsweise:

  • Die besten Preise für Pferdedecken nur heute.
  • Sparen Sie 15% auf jede Pferdedecke.
  • Alle Pferdedecken jetzt im Schlussverkauf.
  • Bekommen Sie nur heute kostenlose Lieferung auf alle Pferdedecken.
  • Hier klicken für exklusive Angebote auf Pferdedecken.

Eine auf Klicks optimierte Meta Tag Description lautet beispielsweise folgendermaßen: „Holen Sie sich nur heute den absoluten Bestpreis auf alle Pferdedecken mit kostenloser Lieferung auf alle Bestellungen. Klicken Sie hier für alle Infos zu unseren exklusiven Angeboten.“

Content der Produktseite

Der Content – also in diesem Fall die Produktbeschreibung – einer Produktseite hat für eCommerce andere Schwerpunkte als für Blogartikel oder „About“-Pages. Ja, Sie brauchen hochqualitativen Inhalt. Sie müssen dabei aber auch Ihre Konversion im Blick behalten.

Experten empfehlen daher vier wichtige On-Page SEO-Taktiken für die Produktseiten Ihres WooCommerce Shop:

Taktik 1: Verfassen Sie Beschreibungen von 1.000 Wörtern oder mehr

Studien beweisen, dass längere Inhalte auf Google besser ranken als kürzere. Das gilt auch für eCommerce-Seiten. Denn je mehr Inhalt Sie Google zur Durchsicht bieten desto besser versteht die Suchmaschine worum es auf der Seite geht und desto lieber hat sie die Seite.

Mal von Google abgesehen versteht natürlich auch Ihr potentieller Kunde besser was es genau mit Ihrem Produkt auf sich hat.

Klar, 1.000 Wörter für jedes Ihrer Produkte zu schreiben kann schier unmöglich sein; entweder weil Sie zu viele unterschiedliche Produkte anbieten oder Ihre Produkte so viel Beschreibung einfach nicht hergeben. In diesem Fall empfehlen Experten ausführliche Beschreibungen für Ihre 50-100 Top-Produktseiten anzulegen.

Taktik 2: Streuen Sie die Schlüsselwörter 3 – 5 mal in den Text

Stellen Sie bei der Produktbeschreibung sicher, dass Sie das Hauptschlüsselwort 3 – 5 mal im Text eingefügt haben.

Auch hierbei geht es darum, dass Google versteht worum es auf Ihrer Produktseite hauptsächlich geht. Lautet Ihr Long-Tail Schlüsselwort beispielsweise „blaue Pferdedecke für Kaltblüter“, sollte diese Phrase mindestens dreimal in Ihrer Produktbeschreibung verwendet werden.

Vorsicht! Mehr als fünfmal ist nicht notwendig. Google bestraft Seiten, die ein Schlüsselwort oder -phrase offensichtlich zu oft benutzen mit schlechterem Ranking. Der Gedanke dahinter: dem Verfasser ging es nur darum gefunden zu werden, nicht um dem Leser wertvollen Inhalt zu bieten.

Taktik 3: Nutzen Sie kurze, Schlüsselwort-reiche URLs

Eine Analyse von 1 Millionen Google Suchergebnissen ergab einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Länge von URLs und dessen Rankings. Kurze URLs neigen dazu höher auf der ersten Seite der Google Ergebnislisten zu landen als lange URLs.

Als WooCommerce Shop werden Ihre Produktseiten-URLs etwas länger sein als auf herkömmlichen Webseiten, da Sie wahrscheinlich die Produktkategorie und eventuelle Subkategorien mit einbeziehen. Das sieht beispielsweise so aus: https://muster.de/kategorie/subkategorie/produkt.html.

Das ist vollkommen in Ordnung so lange Sie die Schlüsselwörter Ihrer Kategorien und Subkategorien so kurz und gezielt wie möglich halten.

Taktik 4: Setzen Sie großzügig Links zu wichtigen internen Seiten Ihres Shops

Strategisches internes Verlinken ist ein Best Practice im eCommerce, für das Sie sich durchaus Zeit nehmen sollten. Sie wollen dabei vor allem von leicht zu findenden Seiten auf Seiten mit hoher Priorität verlinken.

4. Content Marketing – Lösungen und Antworten rund ums Produkt

Wie jede „normale“ Website können auch eCommerce Sites ihren Traffic und Umsatz durch gutes Content Marketing wesentlich erhöhen. Wir haben hier eine Schritt für Schritt Anleitung, wie Sie das auch für Ihren WooCommerce Shop umsetzen können.

Schritt 1: Finden Sie heraus wo Ihre Zielkunden online abhängen

Mit Ihren Kunden Zeit zu verbringen gibt Ihnen hilfreiche Einblicke in die Gedanken, Träume, Ängste und Wünsche Ihrer Zielgruppe. Das ist für einen Online-Shopbetreiber in der physischen Welt natürlich kaum möglich – aber auch online hängen Ihre Zielkunden oft in ein paar bestimmten „Orten“ ab.

Sie müssen nur herausfinden wo.

Erste Anhaltspunkte können Ihnen Foren und die sozialen Medien liefern; vielleicht gibt es ja eine oder gar mehrere Foren oder Facebook-Gruppen zu Ihrem Angebot.

Schritt 2: Lernen Sie häufig genutzten Wörter und Phrasen kennen

Wenn Sie die online Treffpunkte Ihrer Kunden gefunden haben, beobachten Sie diese eine Weile. Halten Sie Ihre Augen offen nach Wörtern und Phrasen die sie nutzen um ihre Probleme und Fragen zu beschreiben.

Diese Wörter oder Phrasen repräsentieren Long-Tail Schlüsselwörter, die Ihre Zielgruppe in Google eingibt wenn sie keine Produkte kaufen wollen sondern wenn sie antworten auf Fragen oder Lösungen zu Problemen suchen. Um diese Schlüsselwörter herum können Sie begehrte Bloginhalte verfassen.

Schritt 3: Verfassen Sie um diese Schlüsselwörter herum ausgezeichneten Content

Jetzt kommt der Punkt an dem Sie mit den gefundenen idealen Schlüsselwörtern den ausnahmslos besten Content für Ihren Blog erstellen.

Erfahren Sie hier wie Sie einen Traffic-generierenden Blogartikel erstellen.

Schritt 4: Verteilen Sie Ihren ausgezeichneten Content

Das Internet ist heutzutage ein extrem „lautes“ und brechend volles Medium. Wäre das Internet ein physischer Ort, könnte man es mit einem beliebten Jahrmarkt vergleichen auf dem viele Händler ihre Ware feil bieten.

Wer hier keine Werbung für sich und seine Produkte macht und diese nicht für die vorbei schlendernden Besucher gut sichtbar ausstellt, verkauft weniger als ein Standbesitzer, der seine Ware schön präsentiert und gekonnt beschreibt. Genau so ist es mit ihrem Content.

Wenn Sie ihn an Orten wo sich Ihre Interessenten tummeln „auslegen“ und verteilen, lesen ihn garantiert mehr Menschen als wenn Sie darauf warten, dass jemand die Schlüsselwörter eingibt und auf Google auf Ihren Link klickt.

Eigentlich logisch, nicht wahr?

Wie Sie Ihren Content optimal an den potentiellen Kunden bringen, erfahren Sie hier.

5. Technisches SEO

Technisches SEO ist für alle Websites wichtig – aber doppelt wichtig für eCommerce Sites. Diese bestehen nämlich meist aus sehr vielen Seiten. Ein „kleiner“ eCommerce Shop kann schon aus mehreren tausend Seiten bestehen. Und je mehr Seiten desto höher die Chancen auf Probleme von der technischen Seite.

Eine regelmäßige Prüfung der technischen SEO Ihres WooCommerce Shops ist daher Best Practice im eCommerce SEO. Xciting Webdesign kann Sie dabei mit unserer Website Kernsanierung professionell unterstützen. Reservieren Sie hier gleich Ihren Termin.

Sie können aber auch selbst einige Probleme erkennen und beseitigen.

Problem 1: Zu viele Seiten

Tausende Seiten in Ihrem Shop kann zu einem technischen SEO-Albtraum werden. Aber manche Shops haben eben sehr viele Produkte und dementsprechend viele Produktseiten. Manchmal hat sogar jede Produktvariation eine eigene URL.

Die Lösung

Identifizieren Sie die Seiten, die gelöscht werden können. Üblicherweise kommen 80% eines eCommerce Shops von 20% der Produkte – ganz nach dem alt-bekannten 80/20 Prinzip. Und 60% der Produkte haben über das letzte Jahr gesehen meist gar keinen Umsatz gemacht.

Statt hier den Aufwand zur Verbesserung und Optimierung dieser Produktseiten zu betreiben, ist es meist besser sie einfach zu löschen, sie mit einem „noindex“ zu versehen, oder sie in einer Übersichtsseite zu kombinieren.

Für viele eCommerce Shops macht dieses „Totgewicht“ bis zu 10% der Website aus. In manchen Fällen ist es sogar bis zu 50%. Solche Produktseiten hängen wie ein Klotz am Bein und macht effektives SEO schwierig.

Wenn Sie solche Problemseiten einmal im Griff – also idealerweise gelöscht oder mit noindex getaggt – haben, können Sie sich an die Reparatur und Optimierung der übrigen Seiten machen.

Problem 2: Doppelte Inhalte

Doppelte oder gar mehrfache Inhalte ist eines der häufigsten eCommerce SEO-Probleme – und eines, dass Ihr Shop sein Ranking auf den Google Ergebnisseiten kosten kann.

Es kann viele Gründe für doppelte Inhalte geben:

  • Es wird eine eigene URL für jede Version des Produkts oder der Kategorie angelegt.
  • Gleiche Textbausteine mit mehr als 100 Wörtern tauchen auf mehreren Seiten auf.
  • Die gleiche Produktbeschreibung wird für mehrere Seiten genutzt, beispielsweise wenn je Produktvariation eine neue Produktseite erstellt wird.

Die Lösung

Sie können Seiten die als doppelte Seite auftauchen „noindexen“. Wenn Ihre Kategoriefilter beispielsweise unique URLs erzeugen, noindexieren Sie diese URLs – Problem gelöst.

Zusätzlich können Sie „Canonical Tags“ verwenden. Diese teilt einer Suchmaschine mit, dass bestimmte Seiten Kopien einer anderen Seite sind. Wenn eine Suchmaschine diesen Canonical Tag erkennt, betrachtet sie diese Seite nicht als eine „unique“ Seite.

Zu guter Letzt müssen Sie nun 100%ig einzigartigen Content für alle indexierten Seiten, die nicht mit einem Canonical Tag versehen sind, erzeugen.

Ja, das ist viel Arbeit, vor allem für große eCommerce Shops. Aber es ist notwendig wenn Sie mit eCommerce Giganten wie Amazon konkurrieren wollen, die mehr oder weniger automatisch auf den ersten Plätzen der Ergebnislisten landen.

Problem 3: Site-Geschwindigkeit

Website-Geschwindigkeit ist eines der wenigen von Google bestätigten Signale seines Suchalgorithmus. Aber Site-Geschwindigkeit ist nicht nur für Ihr WooCommerce SEO wichtig: sie wirkt sich auch direkt auf Ihren Umsatz aus.

Radware fand bei Recherchen heraus, dass lange Ladezeiten eine Erhöhung von Warenkorbabbrüchen um fast 30% zur Folge haben.

Lange Ladezeiten können unterschiedliche Gründe haben:

  • Die Nutzung von hochauflösenden Bildern
  • Langsames Hosting und Server

Die Lösung

Beide Probleme bekommen Sie mit ein paar Tipps und Tricks recht einfach und relativ kostengünstig in den Griff:

  • Optimieren Sie die Bilder-Dateigrößen durch Komprimierung.
  • Kurbeln Sie die Ladezeiten mit einem Content Delivery Network an (und machen Ihren Shop damit gleichzeitig sicherer vor Angriffen und Hackern).
  • Investieren Sie in ein Upgrade Ihres Hosting-Anbieters.

Mehr Umsatz mit gelungenem WooCommerce SEO

Das war jetzt ganz schön viel Info auf einmal, nicht wahr? Und alles umzusetzen wird Sie durchaus etwas Zeit und Aufwand kosten. Aber es lohnt sich! Richtig angestellt erhöhen die erläuterten SEO-Strategien den Traffic auf Ihrem WooCommerce Shop – und damit auch Ihren Umsatz.

Gutes SEO ist aber nicht die einzige Strategie für mehr Umsatz mit Ihrem Shop. Wir haben noch zusätzliche 21 Ideen für mehr Umsatz gesammelt und zum Download für Sie zur Verfügung gestellt. Klicken Sie hier oder auf das Bild und finden Sie heraus, welche Möglichkeiten Sie noch zur Steigerung Ihres Umsatzes haben.

 

 

Quellen: Ecommerce SEO – The Definitive Guide, Microconf 2018 – Actionable stuff from Dave Collins, The Ultimate Guide to SEO for E-commerce Websites, The Beginner’s Guide to Ecommerce SEO

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Autor:Franz Sauerstein

Franz Sauerstein ist Digital-Marketer mit Spezialisierung auf profitables WordPress-Webdesign und umsatzstarke WooCommerce-Shoplösungen. Er hilft Unternehmen und Organisationen, Wert zu erzeugen - und das auf eine wirtschaftliche und zuverlässige Art. In seiner Freizeit ist er stets auf der Suche nach der weltbesten Heißen Schokolade.

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