5 Tipps für erfolgreiches SEO für WooCommerce

Als Woo­Com­mer­ce Shop­be­trei­ber wissen Sie bestimmt: Mehr Traf­fic = mehr Umsatz.

Des­halb steht mehr Traf­fic auch ganz oben auf der Stra­te­gie zum Erfolg im eCom­mer­ce. Und der beste Weg dahin ist immer noch die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO). Denn wer auf Google und Co. leicht gefun­den wird, dem fliegt der Traf­fic regel­recht zu.

Das Pro­blem: Zwi­schen Such­ma­schi­nen­al­go­rith­men, unter­schied­li­chen Her­an­ge­hens­wei­sen und Mög­lich­kei­ten, sowie über­mä­ßi­gem Ein­satz von Fach­be­grif­fen ist es nicht so ein­fach dieses SEO-Thema in den Griff zu bekom­men.

Dieser Arti­kel ver­schafft Ihnen einen Über­blick und gibt Tipps für den rich­ti­gen Ein­satz von SEO für Ihren Woo­Com­mer­ce Shop.

Inhalt

Was ist SEO und warum ist er wichtig für WooCommerce?

SEO, also Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, ist das Vor­ge­hen um mehr orga­ni­schen (also kos­ten­lo­sen, sich auf natür­li­che Art und Weise ent­wi­ckeln­den) Traf­fic von Such­ma­schi­nen wie Google oder Yahoo zu erhal­ten.

Sie kennen das selbst wenn Sie einen Such­be­griff ein­ge­ben und Google Ihnen eine Ergeb­nis­lis­te aus­spuckt:

Wenn Sie auf die gezeig­ten Web­sites kli­cken, ist das für sie orga­ni­scher Traf­fic.

Es gibt auch kos­ten­pflich­ti­gen, nicht-orga­ni­schen Traf­fic, für den die Online-Shops Geld für Wer­bung aus­ge­ge­ben haben um ganz oben in der Ergeb­nis­lis­te zu landen. Diese werden mit einem „AD“ vor dem Link gekenn­zeich­net oder gleich an obers­ter Stelle die Google Shop­ping Anzei­gen gelis­tet:

Von diesen soll hier aber nicht die Rede sein, denn sie spie­len nach ande­ren Regeln um Traf­fic auf Ihren Shop zu ziehen; SEO unter­stützt bei der orga­ni­schen – und damit für Sie kos­ten­lo­sen – Gewin­nung von Traf­fic.

Mit SEO für Woo­Com­mer­ce wollen Sie sicher­stel­len, dass Ihre Shop- und Pro­dukt­sei­ten unter den ersten Ergeb­nis­sen auf der ersten Seite der Such­ergeb­nis­se stehen.

Stu­di­en erga­ben, dass nur 4,8% der Suchen­den über­haupt auf Seite 2 der Ergeb­nis­lis­ten landen. Auf Seite 3 sind es sogar nur magere 1,1%. Mit ande­ren Worten: Je höher die Ergeb­nis­sei­te, desto fwe­ni­ger Traf­fic gene­riert Ihre Pro­dukt­sei­te.

Die Stel­lung auf der ersten Seite ist auch bedeu­tend. Die glei­che Studie ergab, dass das erste Ergeb­nis im Schnitt 32,5% des Traf­fics ein­heimst. Für das zweite Ergeb­nis waren es nur noch 17,6%. Bis zum sechs­ten Ergeb­nis auf der Liste ist der Traf­fic im Schnitt weni­ger als 5%.

Die Devise lautet also: So hoch wie mög­lich auf der ersten Seite auf Google, Yahoo und Co. zu ranken.

1. Schlüsselwörter – Der Schlüssel zum SEO-Erfolg

Wenn Sie eine effek­ti­ve Woo­Com­mer­ce SEO-Kam­pa­gne star­ten möch­ten, soll­ten Sie diese in jedem Fall mit einer gründ­li­chen Recher­che Ihrer opti­ma­len Schlüs­sel­wör­ter begin­nen.

Jetzt denken sie viel­leicht „ich kenne meine opti­ma­len Schlüs­sel­wör­ter“. Aber sind Sie da 100%ig sicher? Denn wenn Sie nicht mit den rich­ti­gen Schlüs­sel­wör­tern anfan­gen, sind alle ande­ren Dinge die Sie im Namen von SEO durch­füh­ren nicht viel wert. Und zwar weil

  • Ihre idea­len Kunden Ihren Shop nicht finden, oder
  • die Leute, die zu Ihrem Shop geführt werden nicht Ihre idea­len Kunden sind und nichts kaufen werden.

Die Recher­che für die rich­ti­gen Schlüs­sel­wör­ter ist also sehr wich­tig für Ihren Woo­Com­mer­ce Shop. Es gibt so einige Tools und Her­an­ge­hens­wei­sen um die rich­ti­gen Schlüs­sel­wör­ter für Ihren Shop zu finden.

So finden Sie Schlüsselwörter für eCommerce Produkte und Produktseiten

Die meis­ten Tuto­ri­als zur Schlüs­sel­wort-Recher­che fokus­sie­ren auf „Infor­ma­ti­ons­schlüs­sel­wör­ter“. Das sind Schlüs­sel­wör­ter, die Leute in Such­ma­schi­nen ein­ge­ben um hilf­rei­che „How-to“-Inhalte zu finden.

Diese Art der Schlüs­sel­wör­ter haben durch­aus auch ihren Platz in einem eCom­mer­ce Unter­neh­men, jedoch werden der Groß­teil Ihrer Schlüs­sel­wör­ter sich um die Pro­dukt­sei­ten ranken. Das bedeu­tet, Sie müssen die Recher­che im Hin­blick auf Pro­dukt-fokus­sier­te Schlüs­sel­wör­ter ange­hen.

Und zwar am besten fol­gen­der­ma­ßen:

Vorschläge von Amazon

Klar, Amazon ist höchst­wahr­schein­lich Ihre größte Kon­kurr­zenz. Amazon ist aber auch die größte eCom­mer­ce-Site über­haupt, was sie zu einer Gold­gru­be an Pro­dukt-fokus­sier­ten Schlüs­sel­wör­tern macht. Sie können Amazon für Ihre Schlüs­sel­wort-Recher­che fol­gen­der­ma­ßen nutzen:

Gehen Sie zu Amazon.de und geben ein Schlüs­sel­wort ein, das eines Ihrer Pro­duk­te beschreibt.

Die von Amazon vor­ge­schla­ge­nen Schlüs­sel­wör­ter neigen dazu, sehr ziel­ge­rich­tet zu sein – auch bekannt als „Long-Tail“ Schlüs­sel­wör­ter. Nicht nur ist die Kon­ver­si­on besser für Long-Tail Schlüs­sel­wör­ter im Gegen­satz zu ein­zel­nen Schlüs­sel­wör­tern, sie ten­die­ren auch zu weni­ger Wett­be­werb.

Wie­der­ho­len Sie diesen Vor­gang für die wich­tigs­ten Pro­duk­te Ihres Shops.

Amazon Keyword Tool Dominator

Ein schnel­le­rer – aber kos­ten­pflich­ti­ger – Weg um Amazon nach geeig­ne­ten Schlüs­sel­wör­tern zu durch­fors­ten ist der Key­word Tool Domi­na­tor. Hier geben Sie ein­fach Ihre Haupt­schlüs­sel­wör­ter ein und bekom­men dafür dut­zen­de Vor­schlä­ge für wei­te­re pas­sen­de Schlüs­sel­wör­ter.

Nicht nur ist es schnel­ler als es auf die manu­el­le Art und Weise zu machen, der Domi­na­tor spuckt ihnen auch mehr Vor­schlä­ge aus.

SEMRush

SEM­Rush ist eine Online-Soft­ware, die Ihnen zeigt welche Schlüs­sel­wör­ter Ihre Wett­be­wer­ber nutzen und für welche sie ranken.

Sie geben hier­für nur die URL eines Wett­be­wer­bers ins SEM­Rush-Such­feld ein, kli­cken auf „Orga­nic Rese­arch“ und die Soft­ware listet alle Schlüs­sel­wör­ter mit denen Ihr Kon­kur­rent in den Such­ma­schi­nen rankt.

Mit nur einem wei­te­ren Klick zeigt SEM­Rush Ihnen außer­dem ähn­li­che Web­sites zu der von Ihnen ein­ge­ge­be­nen:

Genial, nicht wahr?

Der ein­zi­ge Haken: SEM­Rush ist mit ab 99$/Monat nicht ganz güns­tig, bietet dafür aber noch eini­ges mehr um Ihr Mar­ke­ting anzu­kur­beln als nur die Schlüs­sel­wort­su­che.

So wählen Sie die richtigen Schlüsselwörter für Ihre Produktseiten

Jetzt haben Sie also eine Liste poten­ti­el­ler Schlüs­sel­wör­ter vor sich liegen. Aber wie geht es jetzt weiter? Woher wissen Sie, welche Schlüs­sel­wör­ter davon für Ihren Shop gut geeig­net sind?

Suchvolumen

Das Such­vo­lu­men ist der wich­tigs­te Faktor um Schlüs­sel­wör­ter zu eva­lu­ie­ren. Wenn nie­mand nach diesem Schlüs­sel­wort sucht, ist alles andere unwich­tig.

Die Schwie­rig­keit liegt darin fest­zu­le­gen wel­ches Such­vo­lu­men ein „gutes“ oder gar ein „idea­les“ ist. In man­chen Indus­tri­en oder Nischen sind 100 Ein­ga­ben des Schlüs­sel­worts im Monat eine ganze Menge. Für andere sind 10.000 monat­li­che Suchen gar nichts. Und manche Schlüs­sel­wör­ter sind sehr sai­so­nal bedingt und werden zu man­chen Zeiten mehr oder weni­ger gesucht als zu ande­ren.

Je mehr Zeit Sie mit damit ver­brin­gen Ihre Schlüs­sel­wör­ter zu stu­die­ren desto besser wird Ihr Ver­ständ­nis dar­über was für Ihren Shop in Ihrer Nische ein hohes oder ein nied­ri­ges Volu­men aus­macht.

Um das Such­vo­lu­men eines Schlüs­sel­worts her­aus­zu­fin­den, geben Sie es in den Google Key­word Plan­ner ein. Dieser ist Teil von Google AdWords, wofür Sie sich kos­ten­los anmel­den können. Sie zahlen nur wenn Nutzer auf Ihre Anzei­gen kli­cken. Der Google Key­word Plan­ner gibt Ihnen zum Schlüs­sel­wort die durch­schnitt­li­chen monat­li­chen Suchen aus.

Schlüsselwort passend zum Produkt

Jetzt haben Sie ein Schlüs­sel­wort gefun­den, nach dem viel in den Such­ma­schi­nen gesucht wird. Das muss ein super Schlüs­sel­wort sein, nicht wahr?

Nicht unbe­dingt.

Es kann näm­lich sein, dass das Schlüs­sel­wort nicht gut zu Ihren Pro­duk­ten passt. Wenn das gewähl­te Schlüs­sel­wort nicht hun­dert­pro­zen­tig Ihr Pro­dukt beschreibt, wird es kaum die rich­ti­gen Leute auf Ihren Shop locken und zum Kauf ani­mie­ren. Das Schlüs­sel­wort hat ein großes Such­vo­lu­men aber die Kon­ver­si­on bleibt aus.

Gehen Sie also sicher, dass Ihre Schlüs­sel­wör­ter in der enge­ren Aus­wahl wie ange­gos­sen auf Ihr Pro­dukt passt.

Kommerzielle Absicht

Als Top 1 für ein viel gesuch­tes Schlüs­sel­wort ranken? Per­fekt.

Als Top 1 für ein viel gesuch­tes Schlüs­sel­wort ranken, das aber nur Leute ohne Kauf­ab­sicht suchen? Weni­ger per­fekt.

Prüfen Sie also bevor Sie sich end­gül­tig für Ihre Schlüs­sel­wör­ter ent­schei­den ob diese auch von Leuten mit Kauf­ab­sicht ein­ge­ge­ben werden. Erfreu­li­cher­wei­se ist das mit Google Key­word Plan­ner ganz ein­fach.

Prüfen Sie zuerst das „Competition“-Rating:

Com­pe­ti­ti­on“, also Wett­be­werb, zeigt an wie viele Leute in Google Adwords auf dieses Schlüs­sel­wort bieten. Gene­rell gilt: Wenn viele Leute auf ein Schlüs­sel­wort bieten, kann damit Geld gemacht werden. Halten Sie sich daher an die „Medium“ und „High“ klas­si­fi­zier­ten Schlüs­sel­wör­ter.

Einen wei­te­ren guten Anhalts­punkt bietet der Faktor „Sug­gested Bid“. Das ist ein Anhalts­punkt dafür, was wer­be­trei­ben­de Leute in Google Adwords pro Klick für ein Schlüs­sel­wort aus­ge­ben. Um die Kauf­ab­sicht abzu­schät­zen gilt: je höher das ange­ge­be­ne Gebot, desto besser.

Wettbewerb

Als letz­ter Schritt gilt es her­aus­zu­fin­den wie schwie­rig es sein wird Goo­g­les erste Seite und Top Posi­ti­on mit den Schlüs­sel­wör­tern in der enge­ren Aus­wahl zu kna­cken.

Da hilft SEM­Rushs „Key­word Dif­fi­cul­ty“. Diese Ein­heit gibt Ihnen ein Gespür dafür wie heiß umkämpft ein Schlüs­sel­wort bei Google sein wird.

Geben Sie wie üblich das Schlüs­sel­wort in SEM­Rushs Such­feld ein und kli­cken in der Sei­ten­leis­te auf „Key­word Dif­fi­cul­ty“:

Prüfen Sie dann die Spalte „Dif­fi­cul­ty“:

Je höher die Zahl desto höher der Wett­be­werb für eine orga­ni­sche Suche nach diesem Schlüs­sel­wort.

Wenn der Wett­be­werb um ein bestimm­tes Schlüs­sel­wort sehr hoch ist, müssen Sie abwä­gen ob dessen Such­vo­lu­men hoch genug und die Kauf­ab­sicht der Sucher groß genug sind um dem ent­ge­gen­zu­wir­ken.

Prüfen Sie daher alle hier genann­ten Kri­te­ri­en für alle Ihre Top Schlüs­sel­wör­ter um her­aus­zu­fin­den welche davon die größte Aus­sicht auf Erfolg haben. Denken Sie daran: Das sind nicht unbe­dingt immer die offen­sicht­lichs­ten Schlüs­sel­wör­ter.

Keywords Everywhere

Key­words Ever­y­whe­re ist eine kos­ten­lo­se Brow­ser-Exten­si­on, die ich per­sön­lich genial finde.

Einmal ein­ge­stellt, zeigt Key­words Ever­y­whe­re Ihnen mit jeder Google-Suche auf der rech­ten Seite neben den Ergeb­nis­sen das Such­vo­lu­men, Cost-per-Click und Wett­be­wer­ber­da­ten je ein­ge­ge­be­nem Such­wort. Super um ganz ein­fach ähn­li­che Schlüs­sel­wör­ter samt Bewer­tung zu finden.

Bei Ein­ga­be des Such­be­griffs “Pfer­de­de­cken” in Google, spuckt Key­words Ever­y­whe­re bei­spiels­wei­se fol­gen­de ähn­li­chen Schlüs­sel­wör­ter aus:

2. Website-Architektur – Ihr idealer Shop-Aufbau

Die Web­site-Archi­tek­tur – also wie die Seiten auf Ihrer Web­site orga­ni­siert und ange­ord­net sind – ist eine wich­ti­ge SEO-Betrach­tung für jede Site. Für eCom­mer­ce Web­sites ist sie aber beson­ders wich­tig. Der Grund ist ein­fach: eCom­mer­ce Web­sites neigen zu weit­aus mehr Seiten als der durch­schnitt­li­che Blog oder andere Web­sites.

Otto hat bei­spiels­wei­se mehr als 252 Mil­lio­nen Seiten:

So viele hat Ihr Woo­Com­mer­ce Shop höchst­wahr­schein­lich nicht. Aber gene­rell gilt: je mehr Seiten Ihre Web­site hat desto wich­ti­ger, dass die Archi­tek­tur es für Ihre Nutzer und für Such­ma­schi­nen so ein­fach wie mög­lich macht die wich­tigs­ten Seiten Ihres Shops schnell zu finden.

Wie das geht?

Folgen Sie den 2 Gol­de­nen Regelnd der eCom­mer­ce-Web­site-Archi­tek­tur:

Gol­de­ne Regel 1: Gestal­ten Sie die Archi­tek­tur so ein­fach und anpass­bar wie mög­lich.

Gol­de­ne Regel 2: Keine Seite sollte weiter als 3 Klicks von der Home­page ent­fernt sein – je weni­ger Klickst desto besser.

Für wei­te­re Infos – die den Rahmen dieses Leit­fa­dens leider kom­plett spren­gen würden – lesen Sie diesen Arti­kel über Web­site-Archi­tek­tur.

3. On-Page SEO – Optimierung auf Seitenebene

Als nächs­tes opti­mie­ren Sie Ihre Kate­go­ri­en und Pro­dukt­sei­ten. Das ist ein wich­ti­ger Schritt weil diese zwei Sei­ten­ar­ten den Groß­teil des Traf­fics auf die meis­ten Woo­Com­mer­ce Shops ziehen.

Was auch Sinn macht. Ein Nutzer der „rote Nike Lauf­schu­he Größe 43“ ein­gibt, hat garan­tiert grö­ße­re Kauf­ab­sich­ten als jemand auf der Suche nach „Schuhe online kaufen“.

Um Ihre Pro­dukt­sei­ten so SEO-freund­lich wie mög­lich zu gestal­ten, achten Sie auf fol­gen­de Dinge:

Title Tag

Der Title Tag ist der Sei­ten­ti­tel, also die Bezeich­nung der Pro­dukt­sei­te. Er ist auch die blaue erste Zeile eines Google-Ergeb­nis­ses, die den Besu­cher mit einem Klick auf die Pro­dukt­sei­te bringt:

Fügen Sie das Haupt­schlüs­sel­wort des Pro­dukts auf jeden Fall in den Title Tag ein – eine Grund­vor­aus­set­zung für gelun­ge­ne On-Page SEO.

Sie können Ihren Title Tag aber noch weiter opti­mie­ren indem Sie ihm einen oder meh­re­re „Modi­fier“ für mehr Long-Tail Traf­fic hin­zu­fü­gen. Modi­fier sind Bestim­mungs­wör­ter, die Ihr Schlüs­sel­wort weiter ein­gren­zen und Ihren poten­ti­el­len Kunden die Suche erleich­tert. Wir­kungs­vol­le Modi­fier sind bei­spiels­wei­se:

  • Güns­tig / Billig
  • Ange­bot
  • Beste/r
  • Online
  • Kos­ten­lo­se Lie­fe­rung

Ihr Tag Title könnte also bei­spiels­wei­se lauten: „Güns­ti­ge Pfer­de­de­cke mit kos­ten­lo­ser Lie­fe­rung“.

Wei­te­re Modi­fier zur Opti­mie­rung Ihres Title Tags sind so genann­te Click Magnet Words, wie „10% Rabatt“ oder „Nied­rigs­ter Preis“. Diese erhö­hen Ihre Click-Through-Rate (CTR). Und höhere CTR = mehr Umsatz.

Click Magnet Words können sein:

  • X% Rabatt
  • Nied­rigs­ter Preis
  • Lie­fe­rung am nächs­ten Tag
  • Bestes Ange­bot
  • Garan­tiert

Mit diesen Click Magnet Words im Ein­satz sieht Ihr Tag Title bei­spiels­wei­se fol­gen­der­ma­ßen aus: „Pfer­de­de­cken: 20% Rabatt und garan­tier­te Lie­fe­rung inner­halb von einem Tag auf jede Bestel­lung“.

Meta Tag Description

Die Meta Tag Descrip­ti­on ver­liert zwar immer mehr an Bedeu­tung für Such­ma­schi­nen, ist aber für Ihre CTR wei­ter­hin sehr wich­tig.

Die oben bereits genann­ten Click Magnet Words funk­tio­nie­ren auch für die Meta Tag Descrip­ti­on. Mit dem ein­zi­gen Unter­schied, dass in der Meta Tag Descrip­ti­on für mehr Wörter Platz ist. Sie können daher Sätze statt ein­zel­ner Schlüs­sel­wör­ter ein­ge­ben, wie bei­spiels­wei­se:

  • Die besten Preise für Pfer­de­de­cken nur heute.
  • Sparen Sie 15% auf jede Pfer­de­de­cke.
  • Alle Pfer­de­de­cken jetzt im Schluss­ver­kauf.
  • Bekom­men Sie nur heute kos­ten­lo­se Lie­fe­rung auf alle Pfer­de­de­cken.
  • Hier kli­cken für exklu­si­ve Ange­bo­te auf Pfer­de­de­cken.

Eine auf Klicks opti­mier­te Meta Tag Descrip­ti­on lautet bei­spiels­wei­se fol­gen­der­ma­ßen: „Holen Sie sich nur heute den abso­lu­ten Best­preis auf alle Pfer­de­de­cken mit kos­ten­lo­ser Lie­fe­rung auf alle Bestel­lun­gen. Kli­cken Sie hier für alle Infos zu unse­ren exklu­si­ven Ange­bo­ten.“

Content der Produktseite

Der Con­tent – also in diesem Fall die Pro­dukt­be­schrei­bung – einer Pro­dukt­sei­te hat für eCom­mer­ce andere Schwer­punk­te als für Blog­ar­ti­kel oder „About“-Pages. Ja, Sie brau­chen hoch­qua­li­ta­ti­ven Inhalt. Sie müssen dabei aber auch Ihre Kon­ver­si­on im Blick behal­ten.

Exper­ten emp­feh­len daher vier wich­ti­ge On-Page SEO-Tak­ti­ken für die Pro­dukt­sei­ten Ihres Woo­Com­mer­ce Shop:

Taktik 1: Verfassen Sie Beschreibungen von 1.000 Wörtern oder mehr

Stu­di­en bewei­sen, dass län­ge­re Inhal­te auf Google besser ranken als kür­ze­re. Das gilt auch für eCom­mer­ce-Seiten. Denn je mehr Inhalt Sie Google zur Durch­sicht bieten desto besser ver­steht die Such­ma­schi­ne worum es auf der Seite geht und desto lieber hat sie die Seite.

Mal von Google abge­se­hen ver­steht natür­lich auch Ihr poten­ti­el­ler Kunde besser was es genau mit Ihrem Pro­dukt auf sich hat.

Klar, 1.000 Wörter für jedes Ihrer Pro­duk­te zu schrei­ben kann schier unmög­lich sein; ent­we­der weil Sie zu viele unter­schied­li­che Pro­duk­te anbie­ten oder Ihre Pro­duk­te so viel Beschrei­bung ein­fach nicht her­ge­ben. In diesem Fall emp­feh­len Exper­ten aus­führ­li­che Beschrei­bun­gen für Ihre 50–100 Top-Pro­dukt­sei­ten anzu­le­gen.

Taktik 2: Streuen Sie die Schlüsselwörter 3 – 5 mal in den Text

Stel­len Sie bei der Pro­dukt­be­schrei­bung sicher, dass Sie das Haupt­schlüs­sel­wort 3 – 5 mal im Text ein­ge­fügt haben.

Auch hier­bei geht es darum, dass Google ver­steht worum es auf Ihrer Pro­dukt­sei­te haupt­säch­lich geht. Lautet Ihr Long-Tail Schlüs­sel­wort bei­spiels­wei­se „blaue Pfer­de­de­cke für Kalt­blü­ter“, sollte diese Phrase min­des­tens drei­mal in Ihrer Pro­dukt­be­schrei­bung ver­wen­det werden.

Vor­sicht! Mehr als fünf­mal ist nicht not­wen­dig. Google bestraft Seiten, die ein Schlüs­sel­wort oder -phrase offen­sicht­lich zu oft benut­zen mit schlech­te­rem Ran­king. Der Gedan­ke dahin­ter: dem Ver­fas­ser ging es nur darum gefun­den zu werden, nicht um dem Leser wert­vol­len Inhalt zu bieten.

Taktik 3: Nutzen Sie kurze, Schlüsselwort-reiche URLs

Eine Ana­ly­se von 1 Mil­lio­nen Google Such­ergeb­nis­sen ergab einen ein­deu­ti­gen Zusam­men­hang zwi­schen der Länge von URLs und dessen Ran­kings. Kurze URLs neigen dazu höher auf der ersten Seite der Google Ergeb­nis­lis­ten zu landen als lange URLs.

Als Woo­Com­mer­ce Shop werden Ihre Pro­dukt­sei­ten-URLs etwas länger sein als auf her­kömm­li­chen Web­sei­ten, da Sie wahr­schein­lich die Pro­dukt­ka­te­go­rie und even­tu­el­le Sub­ka­te­go­ri­en mit ein­be­zie­hen. Das sieht bei­spiels­wei­se so aus: https://muster.de/kategorie/subkategorie/produkt.html.

Das ist voll­kom­men in Ord­nung so lange Sie die Schlüs­sel­wör­ter Ihrer Kate­go­ri­en und Sub­ka­te­go­ri­en so kurz und gezielt wie mög­lich halten.

Taktik 4: Setzen Sie großzügig Links zu wichtigen internen Seiten Ihres Shops

Stra­te­gi­sches inter­nes Ver­lin­ken ist ein Best Prac­tice im eCom­mer­ce, für das Sie sich durch­aus Zeit nehmen soll­ten. Sie wollen dabei vor allem von leicht zu fin­den­den Seiten auf Seiten mit hoher Prio­ri­tät ver­lin­ken.

4. Content Marketing – Lösungen und Antworten rund ums Produkt

Wie jede „nor­ma­le“ Web­site können auch eCom­mer­ce Sites ihren Traf­fic und Umsatz durch gutes Con­tent Mar­ke­ting wesent­lich erhö­hen. Wir haben hier eine Schritt für Schritt Anlei­tung, wie Sie das auch für Ihren Woo­Com­mer­ce Shop umset­zen können.

Schritt 1: Finden Sie heraus wo Ihre Zielkunden online abhängen

Mit Ihren Kunden Zeit zu ver­brin­gen gibt Ihnen hilf­rei­che Ein­bli­cke in die Gedan­ken, Träume, Ängste und Wün­sche Ihrer Ziel­grup­pe. Das ist für einen Online-Shop­be­trei­ber in der phy­si­schen Welt natür­lich kaum mög­lich – aber auch online hängen Ihre Ziel­kun­den oft in ein paar bestimm­ten „Orten“ ab.

Sie müssen nur her­aus­fin­den wo.

Erste Anhalts­punk­te können Ihnen Foren und die sozia­len Medien lie­fern; viel­leicht gibt es ja eine oder gar meh­re­re Foren oder Face­book-Grup­pen zu Ihrem Ange­bot.

Schritt 2: Lernen Sie häufig genutzten Wörter und Phrasen kennen

Wenn Sie die online Treff­punk­te Ihrer Kunden gefun­den haben, beob­ach­ten Sie diese eine Weile. Halten Sie Ihre Augen offen nach Wör­tern und Phra­sen die sie nutzen um ihre Pro­ble­me und Fragen zu beschrei­ben.

Diese Wörter oder Phra­sen reprä­sen­tie­ren Long-Tail Schlüs­sel­wör­ter, die Ihre Ziel­grup­pe in Google ein­gibt wenn sie keine Pro­duk­te kaufen wollen son­dern wenn sie ant­wor­ten auf Fragen oder Lösun­gen zu Pro­ble­men suchen. Um diese Schlüs­sel­wör­ter herum können Sie begehr­te Bloginhal­te ver­fas­sen.

Schritt 3: Verfassen Sie um diese Schlüsselwörter herum ausgezeichneten Content

Jetzt kommt der Punkt an dem Sie mit den gefun­de­nen idea­len Schlüs­sel­wör­tern den aus­nahms­los besten Con­tent für Ihren Blog erstel­len.

Erfah­ren Sie hier wie Sie einen Traf­fic-gene­rie­ren­den Blog­ar­ti­kel erstel­len.

Schritt 4: Verteilen Sie Ihren ausgezeichneten Content

Das Inter­net ist heut­zu­ta­ge ein extrem „lautes“ und bre­chend volles Medium. Wäre das Inter­net ein phy­si­scher Ort, könnte man es mit einem belieb­ten Jahr­markt ver­glei­chen auf dem viele Händ­ler ihre Ware feil bieten.

Wer hier keine Wer­bung für sich und seine Pro­duk­te macht und diese nicht für die vorbei schlen­dern­den Besu­cher gut sicht­bar aus­stellt, ver­kauft weni­ger als ein Stand­be­sit­zer, der seine Ware schön prä­sen­tiert und gekonnt beschreibt. Genau so ist es mit ihrem Con­tent.

Wenn Sie ihn an Orten wo sich Ihre Inter­es­sen­ten tum­meln „aus­le­gen“ und ver­tei­len, lesen ihn garan­tiert mehr Men­schen als wenn Sie darauf warten, dass jemand die Schlüs­sel­wör­ter ein­gibt und auf Google auf Ihren Link klickt.

Eigent­lich logisch, nicht wahr?

Wie Sie Ihren Con­tent opti­mal an den poten­ti­el­len Kunden brin­gen, erfah­ren Sie hier.

5. Technisches SEO

Tech­ni­sches SEO ist für alle Web­sites wich­tig – aber dop­pelt wich­tig für eCom­mer­ce Sites. Diese bestehen näm­lich meist aus sehr vielen Seiten. Ein „klei­ner“ eCom­mer­ce Shop kann schon aus meh­re­ren tau­send Seiten bestehen. Und je mehr Seiten desto höher die Chan­cen auf Pro­ble­me von der tech­ni­schen Seite.

Eine regel­mä­ßi­ge Prü­fung der tech­ni­schen SEO Ihres Woo­Com­mer­ce Shops ist daher Best Prac­tice im eCom­mer­ce SEO. Xci­ting Web­de­sign kann Sie dabei mit unse­rer Web­site Kern­sa­nie­rung pro­fes­sio­nell unter­stüt­zen. Reser­vie­ren Sie hier gleich Ihren Termin.

Sie können aber auch selbst einige Pro­ble­me erken­nen und besei­ti­gen.

Problem 1: Zu viele Seiten

Tau­sen­de Seiten in Ihrem Shop kann zu einem tech­ni­schen SEO-Alb­traum werden. Aber manche Shops haben eben sehr viele Pro­duk­te und dem­entspre­chend viele Pro­dukt­sei­ten. Manch­mal hat sogar jede Pro­dukt­va­ria­ti­on eine eigene URL.

Die Lösung

Iden­ti­fi­zie­ren Sie die Seiten, die gelöscht werden können. Übli­cher­wei­se kommen 80% eines eCom­mer­ce Shops von 20% der Pro­duk­te – ganz nach dem alt-bekann­ten 8020 Prin­zip. Und 60% der Pro­duk­te haben über das letzte Jahr gese­hen meist gar keinen Umsatz gemacht.

Statt hier den Auf­wand zur Ver­bes­se­rung und Opti­mie­rung dieser Pro­dukt­sei­ten zu betrei­ben, ist es meist besser sie ein­fach zu löschen, sie mit einem „noin­dex“ zu ver­se­hen, oder sie in einer Über­sichts­sei­te zu kom­bi­nie­ren.

Für viele eCom­mer­ce Shops macht dieses „Tot­ge­wicht“ bis zu 10% der Web­site aus. In man­chen Fällen ist es sogar bis zu 50%. Solche Pro­dukt­sei­ten hängen wie ein Klotz am Bein und macht effek­ti­ves SEO schwie­rig.

Wenn Sie solche Pro­blemsei­ten einmal im Griff – also idea­ler­wei­se gelöscht oder mit noin­dex getaggt – haben, können Sie sich an die Repa­ra­tur und Opti­mie­rung der übri­gen Seiten machen.

Problem 2: Doppelte Inhalte

Dop­pel­te oder gar mehr­fa­che Inhal­te ist eines der häu­figs­ten eCom­mer­ce SEO-Pro­ble­me – und eines, dass Ihr Shop sein Ran­king auf den Google Ergeb­nis­sei­ten kosten kann.

Es kann viele Gründe für dop­pel­te Inhal­te geben:

  • Es wird eine eigene URL für jede Ver­si­on des Pro­dukts oder der Kate­go­rie ange­legt.
  • Glei­che Text­bau­stei­ne mit mehr als 100 Wör­tern tau­chen auf meh­re­ren Seiten auf.
  • Die glei­che Pro­dukt­be­schrei­bung wird für meh­re­re Seiten genutzt, bei­spiels­wei­se wenn je Pro­dukt­va­ria­ti­on eine neue Pro­dukt­sei­te erstellt wird.

Die Lösung

Sie können Seiten die als dop­pel­te Seite auf­tau­chen „noin­de­xen“. Wenn Ihre Kate­go­rie­fil­ter bei­spiels­wei­se unique URLs erzeu­gen, noin­de­xie­ren Sie diese URLs – Pro­blem gelöst.

Zusätz­lich können Sie „Cano­ni­cal Tags“ ver­wen­den. Diese teilt einer Such­ma­schi­ne mit, dass bestimm­te Seiten Kopien einer ande­ren Seite sind. Wenn eine Such­ma­schi­ne diesen Cano­ni­cal Tag erkennt, betrach­tet sie diese Seite nicht als eine „unique“ Seite.

Zu guter Letzt müssen Sie nun 100%ig ein­zig­ar­ti­gen Con­tent für alle inde­xier­ten Seiten, die nicht mit einem Cano­ni­cal Tag ver­se­hen sind, erzeu­gen.

Ja, das ist viel Arbeit, vor allem für große eCom­mer­ce Shops. Aber es ist not­wen­dig wenn Sie mit eCom­mer­ce Gigan­ten wie Amazon kon­kur­rie­ren wollen, die mehr oder weni­ger auto­ma­tisch auf den ersten Plät­zen der Ergeb­nis­lis­ten landen.

Problem 3: Site-Geschwindigkeit

Web­site-Geschwin­dig­keit ist eines der weni­gen von Google bestä­tig­ten Signa­le seines Such­al­go­rith­mus. Aber Site-Geschwin­dig­keit ist nicht nur für Ihr Woo­Com­mer­ce SEO wich­tig: sie wirkt sich auch direkt auf Ihren Umsatz aus.

Rad­ware fand bei Recher­chen heraus, dass lange Lade­zei­ten eine Erhö­hung von Waren­korb­ab­brü­chen um fast 30% zur Folge haben.

Lange Lade­zei­ten können unter­schied­li­che Gründe haben:

  • Die Nut­zung von hoch­auf­lö­sen­den Bil­dern
  • Lang­sa­mes Hos­ting und Server

Die Lösung

Beide Pro­ble­me bekom­men Sie mit ein paar Tipps und Tricks recht ein­fach und rela­tiv kos­ten­güns­tig in den Griff:

  • Opti­mie­ren Sie die Bilder-Datei­grö­ßen durch Kom­pri­mie­rung.
  • Kur­beln Sie die Lade­zei­ten mit einem Con­tent Deli­very Net­work an (und machen Ihren Shop damit gleich­zei­tig siche­rer vor Angrif­fen und Hackern).
  • Inves­tie­ren Sie in ein Upgrade Ihres Hos­ting-Anbie­ters.

Mehr Umsatz mit gelungenem WooCommerce SEO

Das war jetzt ganz schön viel Info auf einmal, nicht wahr? Und alles umzu­set­zen wird Sie durch­aus etwas Zeit und Auf­wand kosten. Aber es lohnt sich! Rich­tig ange­stellt erhö­hen die erläu­ter­ten SEO-Stra­te­gi­en den Traf­fic auf Ihrem Woo­Com­mer­ce Shop – und damit auch Ihren Umsatz.

Gutes SEO ist aber nicht die ein­zi­ge Stra­te­gie für mehr Umsatz mit Ihrem Shop. Wir haben noch zusätz­li­che 21 Ideen für mehr Umsatz gesam­melt und zum Down­load für Sie zur Ver­fü­gung gestellt. Kli­cken Sie hier oder auf das Bild und finden Sie heraus, welche Mög­lich­kei­ten Sie noch zur Stei­ge­rung Ihres Umsat­zes haben.

 

 

Quel­len: Ecom­mer­ce SEO – The Defi­ni­ti­ve Guide, Micro­conf 2018 – Action­ab­le stuff from Dave Col­lins, The Ulti­ma­te Guide to SEO for E-com­mer­ce Web­sites, The Beginner’s Guide to Ecom­mer­ce SEO