Kontaktieren Sie uns: info@franzsauerstein.de

7 Wege um Ihre Bestellbestätigung für mehr Umsatz zu optimieren

Bestellbestätigungen per Email gehören zum Online-Kauf wie die Rechnung zum Restaurantbesuch. Was viele Leute nicht wissen: Bestellbestätigungen werden 4 mal mehr geöffnet als andere, herkömmliche Marketing Email wie Newsletter, Angebote, et cetera.

Kombiniert man das mit dem Fakt dass es typischerweise 6 – 7 mal mehr kostet neue Kunden zu gewinnen als bereits bestehende Kunden zu binden, kommt man zu dem Schluss dass es als WooCommerce Shopbetreiber extrem sinnvoll ist, seine Bestellbestätigungen für sich arbeiten zu lassen.

Richtig aufgesetzt können Bestellbestätigungen nämlich die Beziehung zu Ihren Kunden vertiefen, mehr Daten und Infos über Ihre Zielgruppe generieren, sowie in Zukunft Ihr Marketing verfeinern.

Bestellbestätigungen versus Marketing-Emails – Eine Studie

In 2015 führte Conversio eine Studie an über hundert tausend Bestellbestätigungen ihrer Kunden durch. Daraus ergaben sich folgende Erkenntnisse, von denen wir hier auf die drei interessantesten eingehen.

Erkenntnis 1: Bestellbestätigungen werden 3-4 mal mehr geöffnet

Die Engagement- und Öffnungsrate von Bestellbestätigungen ist 3 – 4 mal höher als bei herkömmlichen Marketing Emails.

Verglichen mit Mailchimp‘s Email Marketing Benchmarks, lagen die Conversio-Öffnungsraten bei 70,9% statt Mailchimp‘s 17,19% – also 4 mal höher.

Conversio‘s Engagement-Rate (Klicks und Konversionen) lag bei 8,93% verglichen mit 2,7% herkömmlicher Emails – also 3 mal höher.

Warum ist das so?

Conversio erklärt dieses Phänomen damit, dass etwas zu kaufen und einen Beleg, also eine Bestätigung, dafür zu erhalten ist ein uraltes und gewohnheitsmäßiges Wechselspiel.

Eine Bestellbestätigung wird zum einen erwartet, zum anderen wird sie, bzw. der getätigte Kauf, auch oft überprüft. Wurde das Richtige bestellt? In welcher Anzahl? Habe ich meine Adresse richtig angegeben? Bestellbestätigungen fungieren also als Überprüfungs-Mechanismus.

Auch werden Bestellbestätigungen oft für Garantiefälle, Rücksendungen und Rückerstattungen benötigt. Empfänger öffnen und archivieren Bestellbestätigungen in dafür vorgesehenen Ordnern, um sie falls notwendig schneller zu finden.


Für mehr Tipps für mehr Konversion in Ihrem WooCommerce Shop, laden Sie sich kostenlos unsere 5 Geheimtipps herunter:

Geheimtipp: 5 zusätzliche Konversionsbooster

Erkenntnis 2: Die Aufmerksamkeitsspanne des Lesers ist 185% höher

Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne ist bei Bestellbestätigungen mit 14,8 Sekunden um 185% höher als bei herkömmlichen Marketing Emails, bei denen sie nur bei 8 Sekunden liegt.

Auf mobilen Geräten werden die Bestellbestätigungen von 77% der Empfänger dabei auch richtig durchgelesen, nicht nur überflogen. Dies bestätigt die in Erkenntnis 1 von Conversio aufgestellte Erklärung, dass die Empfänger ihre Bestellung nochmal genau überprüfen – und sich die Bestellbestätigung dabei natürlich länger und genauer durchlesen als sonstige Emails.

Erkenntnis 3: Jede Bestellbestätigung bringt den Shops 0,25$ extra Umsatz

Für jede gesendete Bestellbestätigung machten Conversio-User im Schnitt 0,25$ mehr Umsatz. Das hört sich erst einmal nicht nach viel an, aber bedenken Sie die Bedeutung auch für Ihren Shop:

Für 100 gesendete Bestellbestätigungen macht Ihr Shop 25$ zusätzlichen Umsatz, ohne dass Sie etwas dafür tun müssen (außer eine Bestellbestätigung zu senden).

Optimieren Sie Ihre Bestellbestätigung

Die Ergebnisse der Conversio-Studie zeigen, dass Bestellbestätigungen signifikant höhere Öffnungs- und Engagementraten aufweisen und mehr Umsatz generieren als zu Marketingzwecken versendete Massen-Emails.

Die einzige Schlussfolgerung aus diesen Erkenntnissen ist, dass Sie Ihren Bestellbestätigungen mehr Aufmerksamkeit schenken sollten und aus diesen deutlich mehr herausholen könnten als ein einfaches „Danke für Ihren Kauf, hier sind Ihre Bestelldetails“.

Persönliche Formulierung der Betreffzeile

Eine persönliche Formulierung der Betreffzeile ist einer, die nur trockene Informationen ausspuckt, auf jeden Fall vorzuziehen.

Also nicht: „Bestellbestätigung für Bestellung Nr. 81“

Besser: „Vielen herzlichen Dank für Ihre Bestellung! (Bestellnummer 81)“

Die erste Version listet nur Daten und Fakten. Die zweite bietet die gleichen Informationen in einer persönlicheren Verpackung.

Die freundliche Formulierung und dankbare Haltung mit diesem persönlichen Touch deutet darauf hin, dass sich dahinter mehr als eine Auflistung weiterer Daten und Fakten verbirgt. Dies erfreut den Leser und lässt ihn die Email mit einer positiven Grundhaltung öffnen und lesen.

Bewertungen einholen

Bewertungen sind wichtig. Studien beweisen, dass 55% der Käufer Produktbewertungen als wichtig für ihre Kaufentscheidung erachten. Doch es kann schwierig sein, positive Produktbewertungen zu erhalten; negative Erfahrungen mit online Käufen werden viel schneller bewertet als positive.

Aber Sie müssen Bewertungen für Ihre Produkte nicht komplett dem Zufall überlassen: nutzen Sie Ihre Bestellbestätigung – von der Sie wissen, dass sie zu 70% Wahrscheinlichkeit geöffnet wird – um Käufer um eine Bewertung des Produkts zu bitten.

Sie können dem Käufer die Bewertung zusätzlich schmackhaft machen, indem Sie ihn bei Abgabe einer Bewertung automatisch an einem Gewinnspiel für einen Geschenkgutschein teilnehmen lassen.

Bestseller oder neue Produkte bewerben

Nutzen Sie die Gelegenheit der hohen Öffnungsraten um Angebote anzupreisen, die den Kunden dazu animieren mehr Ihrer Produkte zu kaufen.

Zeigen Sie Ihre Verkaufsschlager oder neue Produkte; am Besten mit dem Hinweis, dass andere Kunden diese Produkte auch gekauft haben.

Die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs erhöht sich wenn bekannt ist, dass andere Leute die gleichen Produkte auch gerne gekauft haben.

Hier ein Beispiel, wie Walmart das macht:

Wichtig hierbei: zeigen Sie diese Produkte erst nach oder seitlich zu dem „Danke dass Sie sich für unser Produkt entschieden haben“ und den Bestelldetails. Die Bestellung, beziehungsweise dessen Bestätigung, sollte immer Hauptbestand und Fokus der Email bleiben. Der Kunde soll niemals danach suchen und sich darüber ärgern müssen.

Rabatte anbieten

Auf gleiche Art und Weise können Sie auch Rabatte in Ihrer Bestellbestätigung anbieten. Das könnten zum Beispiel sein:

  1. 10% Rabatt auf Ihren nächsten Kauf
  2. Zeitlich begrenzte Sonderangebote bis zu 60% reduziert
  3. Rabatte für Paketlösungen, was Käufer dazu anregt Zusatzprodukte zu kaufen (cross-selling)
  4. Kostenlose Lieferung anbieten

Die meisten Käufer bewahren sich solche Rabatte für den nächsten Kauf in Ihrem Shop in der Hintertasche auf und werden so, ganz freiwillig und ohne magische Marketingformeln, zu wiederkehrenden Kunden.

Social Media Community aufbauen

46% der Käufer von online Produkten zählen auf Social Media bei ihrer Kaufentscheidung. Wenn Sie sowieso Profile für Ihren Shop auf Social Media Plattformen wie beispielsweise Facebook oder Instagram haben, warum nicht in Ihrer Bestellbestätigung darauf hinweisen?

Dazu gibt es zwei verschiedene Ansatzweisen:

  1. Den Kunden dazu einladen, Ihrem Shop auf relevanten Social Media Plattformen zu folgen
  2. Den Kunden darum bitten, das eben bestellte Produkt auf dessen Social Media Kanälen zu „sharen“

Auch hier gilt: Das „Dankeschön“ und die Details zur getätigten Bestellung müssen im Vordergrund stehen und als erstes ersichtlich sein.

Halten Sie sich dabei an Ihre 2 – 3 wichtigsten Plattformen; wenn Sie mehr angeben führt das beim Kunden nur zu einem „Information Overload“ und frühzeitigem Schließen der Bestellbestätigung.

Erläutern Sie den Kunden in einem Call-to-Action (CTA), warum sie Ihrem Shop folgen sollen.

Optimierung für mobile Endgeräte

Die oben erwähnte Conversio-Studie zeigte auch, dass 39,2% der Bestellbestätigungen auf einem mobilen Endgerät geöffnet und gelesen wurden. Ein für mobile Endgeräte optimiertes, beziehungsweise „responsives“ (also reaktionsfähiges), Design ist daher unerlässlich.

Nutzen Sie mobil-optimierte Elemente wie große Schriften, berührungsempfindliche Buttons und Single-Column-Design um die Lesbarkeit auf kleinen Bildschirmen zu optimieren.

Kunden direkt befragen

Bitten Sie Ihre Kunden in der Bestellbestätigung darum, ein paar kurze Fragen zu beantworten. Mit den Antworten auf diese Fragen erreichen Sie gleich mehrere Dinge, die für Sie langfristig und auf Ihre Marketingstrategie bezogen von großem Nutzen sein können.

Dabei sollten Sie dem Kunden auch Fragen stellen, die er beantworten kann – also am Besten über sich selbst, zum Beispiel so:

1. Welche Art Personen würden unsere Produkte Ihrer Meinung nach am Meisten nutzen?

2. Warum würden Sie uns weiter empfehlen? Anders gefragt: Was hat jemand davon, bei uns einzukaufen?

Informationen über Ihre Zielkunden sammeln

Tragen Sie die Antworten Ihrer Kunden in eine Tabelle ein und werten Sie diese regelmäßig aus. Dies hilft Ihnen, über Ihre Kunden herauszufinden:

  • Wer die eigenen Kunden sind.
    Mit ihrer Antwort auf diese Frage beschreiben die Kunden sich nämlich selbst.
  • Warum sie überhaupt bei Ihnen kaufen.
    Die Formulierungen der Kunden können Sie für Ihr Marketing in Slogans, Überschriften, Werbeanzeigen und Produktbeschreibungen verwenden – teilweise sogar Wort für Wort. So erkennen andere (potentielle) Kunden sich wieder.

Sie erfahren so Dinge über Ihre Zielkunden, die Sie vielleicht vorher nie in Erwägung gezogen haben – die Sie aber auch in Zukunft für Ihr Marketing oder für Weiterentwicklungen Ihrer Produkte, oder gar neue Produkte, nutzen können.

Förderung der Interaktion mit dem Kunden

Durch die Beantwortung der Fragen animieren Sie Ihren Kunden dazu, über den reinen Bestellvorgang hinaus mit Ihnen in Kontakt zu treten, beziehungsweise zu bleiben.

Je mehr Sie mit Ihren Kunden interagieren, desto besser bleiben Sie, Ihre Produkte und Ihre Marke, ihm im Gedächtnis.

Aufbau von Beziehungen zu und Vertrauen in Kunden

Die vom Kunden zu beantwortenden Fragen suggerieren Ihr Bestreben nach stetiger Verbesserung Ihrer Produkte auf Basis der Vorstellung und Wünsche Ihrer Kunden. Der Kunde bekommt das Gefühl, dass seine Meinung für Sie wichtig ist und in Zukunft berücksichtigt wird.

Er lernt Sie besser kennen und baut aufgrund positiver Erfahrungen Vertrauen zu Ihnen auf. Je mehr Vertrauen, desto eher wird er beim nächsten Mal direkt zu Ihrem Shop kommen um die gewünschte Ware einzukaufen.

So machen Sie langfristig gesehen Kunden auch zu Fans Ihres Shops und Ihrer Produkte.

Formulierung der Email – ein Beispiel

Halten Sie die persönliche, dankbare Note auch im Body der Email aufrecht. Dankbarkeit von Ihrer Seite lässt sich Ihren Kunden gut fühlen, bei Ihnen gekauft zu haben – wenn auch nur unterbewusst.

Der Text Ihrer Bestellbestätigung könnte beispielsweise so aussehen:

Hallo Jana,

vielen Dank für deinen Einkauf bei Top Shop.

Wir schätzen deine Meinung sehr und würden gerne hören, was du zu diesen zwei Fragen denkst. Dadurch würdest du uns helfen, unser Angebot noch besser an deine Vorstellungen und Wünsche anzupassen.

Wir würden uns sehr freuen wenn du dir eine Minute für uns nehmen würdest und einfach auf diese Email antwortest:

1. Welche Art Personen würden unsere Produkte deiner Meinung nach am Meisten nutzen?

2. Warum würdest du uns weiter empfehlen? Anders gefragt: Was hat jemand davon, bei uns einzukaufen?

Unten stehend findest du deine Bestelldetails. Falls du Fragen oder Anmerkungen zu deiner Bestellung hast, klicke einfach auf „Antworten“ und gib uns Bescheid!

Mit besten Grüßen,

Dein Top Shop

Mit den obigen Formulierungsvorschlägen können Sie weit mehr als eine reine Quittierung der Transaktion Ihres Kunden aus der Bestellbestätigung machen. Durch den Fokus auf die persönlichen Ebene, fühlt sich der Leser direkt angesprochen und wertgeschätzt. Die Fragen geben den Eindruck, dass sein Input und seine Meinung für Sie wichtig sind.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde die Fragen auch beantwortet.

Pimp my Bestellbestätigung – die Übersicht

Hier nochmal sämtliche Möglichkeiten um Ihre Bestellbestätigung so zu ergänzen, dass neue Kunden zu bleibenden Kunden werden oder um möglichst viel über Ihren „Idealkunden“ zu erfahren:

  1. Persönliche Formulierung der Betreffzeile
  2. Bewertungen einholen
  3. Bestseller oder neue Produkte bewerben
  4. Rabatte anbieten
  5. Social Community aufbauen
  6. Optimierung für mobile Endgeräte
  7. Kunden direkt befragen

 

 

Sie wollen Ihren WooCommerce Shop noch weiter optimieren? Lesen Sie hier, wie Sie auch Flash Sales ganz einfach für sich „arbeiten“ lassen können um mehr Umsatz zu generieren.

Tags:

Author: Franz Sauerstein

Franz Sauerstein ist Digital-Marketer mit Spezialisierung auf profitables WordPress-Webdesign und umsatzstarke WooCommerce-Shoplösungen. Er hilft Unternehmen und Organisationen, Wert zu erzeugen - und das auf eine wirtschaftliche und zuverlässige Art. In seiner Freizeit ist er stets auf der Suche nach der weltbesten Heißen Schokolade.

Comments are closed.