So schal­ten Sie erfolg­rei­che Face­book Wer­bung für Ihren eCom­mer­ce-Shop

Vintage Facebook Ads

Face­book Wer­be­an­zei­gen funk­tio­nie­ren nicht – zumin­dest nicht für meinen Online­shop.”

Schon mal gehört oder selbst gesagt? Alle reden von Face­book Wer­bung und wie sie dabei hilft, Umsatz für Online­shops ein­zu­fah­ren – aber für Ihren Shop klappt es ein­fach nicht. 

Wer­bung auf sozia­len Netz­wer­ken zu machen kann sich tat­säch­lich anfüh­len, als würde man im Morast ste­cken und jeder Cent den man rein­steckt ver­sinkt auf Nim­mer­wie­der­se­hen in einem Sumpf, durch den kein klarer Weg führt. 

Das Pro­blem ist, dass der “klare Weg” für jeden Shop anders aus­sieht. Es gibt leider nicht den einen rich­ti­gen für alle; keine breite, sechs­spu­ri­ge Auto­bahn auf der alle zum Ziel “Erfolg mit Face­book Ads” ent­lang crui­sen, son­dern eher klei­ne­re, ver­schach­tel­te Wald­we­ge – aber mit der rich­ti­gen Karte findet man auch hier den Weg. 

Und diese Karte teilen wir gerne. Unser Pro­zess für die Nut­zung von Face­book Ads unter­stützt Shop­be­trei­ber wie Sie seit Jahren dabei, via Social Media mehr Umsatz mit Ihren Pro­duk­ten ein­zu­fah­ren. Und in diesem Arti­kel beschrei­ben wir diesen Pro­zess, mit dem wir pro­fi­ta­ble Paid Social Kam­pa­gnen für unsere eCom­mer­ce-Kunden schal­ten.

Aber fangen wir von vorne an. 

Warum über­haupt Face­book für Wer­bung nutzen?

Bei den ganzen ver­füg­ba­ren Mar­ke­ting­op­tio­nen kann die Ent­schei­dung, wo Sie Ihr Budget hin­ein­ste­cken möch­ten, schwie­rig sein. Was Face­book sowohl für neue als auch erfah­re­ne Online­händ­ler beson­ders attrak­tiv macht, läuft vor allem auf drei Dinge hinaus:

1. Traf­fic von einer akti­ven und enga­gier­ten Nut­zer­ba­sis

Face­book ist ein Ort, an dem wir mit Fami­lie und Freun­den in Ver­bin­dung treten. Face­book hat monat­lich mehr als 32 Mil­lio­nen Nutzer allein in Deutsch­land. Diese Nutzer ver­brin­gen dabei mehr Zeit auf Face­book als in kon­kur­rie­ren­den sozia­len Netz­wer­ken. Dar­über hinaus besitzt Face­book auch Insta­gram und Mes­sen­ger, zwei wei­te­re belieb­te mobile Platt­for­men, die für Face­book-Wer­be­kun­den über seine Wer­be­platt­form zugäng­lich sind. Das ist eine Menge akti­ver, enga­gier­ter Traf­fic, den Sie zu Ihrem Online­shop führen können. 

2. Ideale Kunden anvi­sie­ren

Alle Vor­lie­ben und Ver­bin­dun­gen, die auf Face­book und Insta­gram her­ge­stellt werden, erstel­len detail­lier­te Benut­zer­pro­fi­le, die Wer­be­trei­ben­de durch geziel­te Anzei­gen anzap­fen können. Face­book-Inse­ren­ten können ihre Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen mit einer langen Liste von Inter­es­sen, Eigen­schaf­ten und Ver­hal­tens­wei­sen der Nutzer abglei­chen, was zu einer höhe­ren Wahr­schein­lich­keit führt, ihre idea­len Kunden zu errei­chen.

3. Awa­reness für die eige­nen Pro­duk­te schaf­fen

Das Schöne bei Face­book ist, dass Sie nicht wie bei Google darauf ver­trau­en müssen, dass die Leute Ihre Pro­duk­te aktiv suchen und in die Such­ma­schi­ne ein­ge­ben. Mit Face­book (und auch Insta­gram) errei­chen Sie Men­schen aus Ihrer Ziel­grup­pe, die noch gar nicht wissen, dass sie genau Ihr Pro­dukt brau­chen um ihr Pro­blem zu lösen. Via Face­book Ads können Sie diese Per­so­nen genau anvi­sie­ren und dazu ver­lo­cken, aktiv zu werden – indem sie sich Ihre Pro­duk­te in Ihrem Shop genau­er anschau­en. 

Mit Face­book Ads Fremde in Kunden wan­deln

Als Online-Händ­ler haben Sie bestimmt schon vom Mar­ke­ting-Trich­ter oder Mar­ke­ting-Funnel gehört. Wir ver­glei­chen diesen gerne mit einem alten, lecken Kaf­fee­fil­ter: Oben kippen Sie Kaffee und Wasser (Fremde, die Ihren Shop und Ihre Pro­duk­te nicht kennen) rein, unten kommt hoch­kon­zen­trier­ter Kaffee (Kunden) raus.

Dazwi­schen „laufen“ die­je­ni­gen Frem­den „aus“, die Sie nicht erst in Besu­cher, dann in Inter­es­sen­ten und schließ­lich zu Käu­fern kon­ver­tie­ren können. Also die Leute, die nicht an Ihrem Shop und Ihren Pro­duk­ten inter­es­siert sind. Das sind auch die Phasen des sys­te­ma­ti­schen Mar­ke­tings: 

Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis schau­en wir uns an, wie Face­book Ads in den ein­zel­nen Phasen des Kaf­fee­fil­ters ein­ge­setzt werden können, um Fremde in Besu­cher, Inter­es­sen­ten und schließ­lich in Kunden zu wan­deln. 

Fremde zu Besu­chern – Loo­ka­li­ke Audi­en­ces

Das obers­te Ziel dieser Phase ist es, Fremde in Besu­cher zu kon­ver­tie­ren, indem diese einmal Ihren Shop auf­ru­fen. Sie wollen diese Frem­den noch nicht sofort vom Kauf über­zeu­gen – das kommt später. Zuerst wollen Sie über­haupt ein Bewusst­sein für Ihre Marke und Pro­duk­te gene­rie­ren. Wir dis­ku­tie­ren hier welche Art Con­tent, den Sie gezielt über Face­book Ads ver­tei­len können, dafür ideal ist. 

Doch wie defi­nie­ren Sie in diesem ersten Schritt Ihre Ziel­grup­pe so genau wie mög­lich? Gerade wenn Sie erst mit Face­book Ads star­ten, haben Sie Ihre Ziel­grup­pe noch nicht prä­zi­siert. 

Face­book Ads mit Loo­ka­li­ke Audi­en­ces (zu deutsch: Zwil­lings­ziel­grup­pen) sind ein genia­les Tool für diese erste Phase. Face­book hat im Prin­zip eine Per­so­nen­such­ma­schi­ne gebaut. Sie können Face­book eine Kun­den­lis­te – bei­spiels­wei­se die bereits bestehen­den Kunden Ihres eCom­mer­ce Shops – über­ge­ben, anhand derer Face­book wei­te­re Per­so­nen findet, die Ihren Kunden ähneln. An diese spie­len Sie dann Wer­be­an­zei­gen im ersten Schritt aus. Wich­tig ist es, Ihre Ziel­grup­pe anhand der über Ihre Ziel­grup­pe gesam­mel­ten Daten nach und nach zu opti­mie­ren und zu prä­zi­sie­ren; je genau­er Sie Ihre Ziel­grup­pe kennen, desto güns­ti­ger und/oder effek­ti­ver werden Ihre Paid Social Kam­pa­gnen. 

Pro Tipp 1: Nutzen Sie mög­lichst sta­ti­sche Quel­len für Ihre Loo­ka­li­ke Audi­en­ces. Viele Wer­be­trei­ben­de bauen aber Loo­ka­li­ke Audi­en­ces auf Basis von Web­site-Besu­chern auf – das geht mit dem Pro­blem einher, dass der Traf­fic mit der Zeit immer schlech­ter wird, wenn nicht die abso­lu­te Mehr­heit auf der Web­site kon­ver­tie­ren­de Besu­cher sind (was eigent­lich nie der Fall ist). Hier ist einer Über­sicht aller momen­tan mög­li­chen Quel­len für Loo­ka­li­ke Audi­en­ces:

  • Web­site Custom Audi­en­ces
  • Custom Audi­en­ces auf Basis von Kun­den­da­ten
  • Mobile App Custom Audi­en­ces
  • Video Custom Audi­en­ces
  • Custom Audi­en­ces aus einer Lead Ad
  • Canvas Custom Audi­en­ces
  • Custom Audi­en­ces auf Basis von Bei­trags­in­ter­ak­tio­nen
  • Fans deiner Fan­page

Lesen Sie hier, wie Sie eine Loo­ka­li­ke Audi­ence für Ihre Face­book Ads erstel­len.

Pro Tipp 2: Um in Zukunft alle Infor­ma­tio­nen und Details über Ihre Ziel­grup­pe auto­ma­tisch zu spei­chern, müssen Sie einen Face­book Pixel instal­lie­ren. Über den Pixel stel­len Sie eine Ver­bin­dung zwi­schen Ihrem Face­book Konto und Ihrer Web­sei­te her. Nach der Instal­la­ti­on des Pixels weiß Face­book, welche Nutzer welche Ihrer Shop­sei­ten auf­ge­ru­fen hat. Erfah­ren Sie hier mehr über Face­book Pixel, was es damit auf sich hat und wie sie ihn instal­lie­ren. Sie brau­chen den Face­book Pixel auch, damit der nächs­te Schritt über­haupt funk­tio­niert. 

Besu­cher zu Inter­es­sen­ten – Face­book Remar­ke­ting

Die Besu­cher, die Sie in der ersten Phase aus Frem­den gene­riert haben, sind noch weit davon ent­fernt, bei Ihnen ein­zu­kau­fen. Ihre Marke ist jetzt zwar bekannt, viel­leicht sogar Ihre Pro­duk­te – mehr aber nicht. Als Shop­be­trei­ber ist es in dieser Phase daher Ihr obers­tes Ziel, Ver­trau­en in den Besu­chern so weit auf­zu­bau­en, dass er Ware in den Waren­korb legt. Über Face­book Ads errei­chen Sie das bei­spiels­wei­se mit Face­book Remar­ke­ting. 

Beim Remar­ke­ting spie­len Sie Face­book Ads an Leute aus, die zuvor Inter­es­se an Ihrer Marke oder Pro­duk­ten gezeigt haben (indem sie via der Face­book Wer­be­an­zei­ge mit einem Klick auf Ihrem Shop gelan­det sind; das regis­triert der Face­book Pixel, wes­halb es so wich­tig ist, ihn für diesen Schritt instal­liert zu haben!) und die beim Besuch Ihrer Web­site auto­ma­tisch mit einem Cookie ver­se­hen wurden. Diese Coo­kies merken sich über einen im Brow­ser hin­ter­leg­ten Code die vom Nutzer besuch­ten Shop­sei­ten. Face­book ruft diesen Code ab wenn der Nutzer in seinem Profil vor­bei­schaut und prä­sen­tiert ihm pas­sen­de Ange­bo­te zum gespei­cher­ten Cookie.

Hier zwei kleine Bei­spie­le für Face­book Remar­ke­ting: Ich habe ges­tern im Zuge einer Recher­che die Web­site von Acti­ve­Cam­pai­gn besucht und dabei die Spei­che­rung meiner Daten via Coo­kies erlaubt. Heute zeigt mir Face­book die fol­gen­de Wer­be­an­zei­ge für Acti­ve­Cam­pai­gn in meinem Feed an: 

Die Acti­ve­Cam­pai­gn Web­site hat mich also mit einem Cookie ver­se­hen und mein Inter­es­se auf­ge­nom­men. Face­book hat die Coo­kies genutzt, um die Remar­ke­ting-Wer­bung an mich aus­zu­spie­len. Nicht nur das – Face­book zeigt mir auch, dass zwei meiner eige­nen Face­book Freun­de Acti­ve­Cam­pai­gn “gelik­ed” haben (siehe die kleine Leiste ganz oben in der Anzei­ge). Das wirkt wie eine Emp­feh­lung von Freun­den. 

Das zweite Bei­spiel ist diese Anzei­ge für Schuhe von Cari­uma, über dessen Web­site ich auf der Suche nach neuen Snea­kern gestol­pert bin. Heute taucht Cari­uma in meinem Face­book Feed auf: 

Auch in dieser Phase for­dern Sie den Kunden noch nicht unbe­dingt direkt zum Kauf auf – wie gesagt, Sie wollen hier vor allem sein Ver­trau­en in Ihre Marke und Pro­duk­te auf­bau­en. In dieser Phase zeigen Sie Pro­duk­te oder ver­su­chen, Email-Abon­nen­ten zu gewin­nen, indem Sie Con­tent Upgrades oder Lan­ding Pages mit Rabat­ten (in Form von bei­spiels­wei­se % abso­lut, kos­ten­lo­se Lie­fe­rung oder zusätz­li­che Pro­duk­te) anbie­ten. 

Inter­es­sen­ten zu Kunden – Waren­korb­re­ak­ti­vie­rung per Face­book Ads

Die Kunden sind jetzt vom Pro­dukt über­zeugt und haben bereits Ware in den Waren­korb gelegt; fehlt nur noch das letzte Quänt­chen Ver­trau­en und der Klick auf “Kaufen”. Um diesen letz­ten Schritt zu gehen, muss der Kunde sich sicher sein, dass seine Bestel­lung kor­rekt aus­ge­führt und zügig gelie­fert wird und ihm bei Pro­ble­men schnell und pro­fes­sio­nell gehol­fen wird. 

In den Waren­korb gelegt heißt näm­lich noch nicht gekauft. Für einen Waren­korb­ab­bruch kann es unter­schied­li­che, voll­kom­men legi­ti­me Gründe geben, bei­spiels­wei­se: Der Kunde

  • hat seine Kre­dit­kar­te / Online Ban­king Daten / Bank­da­ten nicht zur Hand
  • wird im Bestell­pro­zess unter­bro­chen
  • hat keine Zeit um den Kauf abzu­schlie­ßen, son­dern legt das Pro­dukt „für später“ in den Waren­korb

Für später” tritt aber even­tu­ell nie ein. Rela­tiv oft braucht es daher vor allem bei Erst­käu­fern einen wei­te­ren Kauf­im­puls, um die Bestel­lung abzu­schlie­ßen. Um das zu errei­chen, machen Sie ihm ein unwi­der­steh­li­ches Ange­bot, bei­spiels­wei­se in Form von oder ein­ge­bet­tet in fol­gen­den Con­tent, den Sie via Face­book Ads ver­tei­len:

  • Rabatt-Code für Erst­käu­fer 
  • Testan­ge­bo­te, wenn die “übli­che” Waren­korb­re­ak­ti­vie­rung nicht funk­tio­niert hat, also als letz­ten Incen­ti­ve:  
    • Schritt 1: Wir haben Ihren Waren­korb gespei­chert
    • Schritt 2 Hier ein Rabatt, der ist bis xx.xx.xxxx gültig
    • Schritt 3: Der Rabatt ist nur noch heute gültig
    • Schritt 4: Testan­ge­bot

Mit geziel­tem Remar­ke­ting via Face­book können Sie Waren­korb­ab­bre­cher so doch noch zum Kauf zu ver­lei­ten. 

Unsere 6 Schrit­te zur Vor­be­rei­tung, Erstel­lung und Opti­mie­rung pro­fi­ta­bler Face­book Ads für unsere Kunden

Hier ist sie, wie ver­spro­chen, unsere Land­kar­te aus dem sump­fi­gen Wald der Face­book Ads. Gehen Sie wie in diesen sechs Schrit­ten beschrie­ben vor, um Schritt für Schritt Ihr Ziel von mehr Umsatz mit Face­book Ads zu ver­wirk­li­chen. 

Pro Tipp: Auch dieser Pro­zess funk­tio­niert nicht nach dem Motto “set it and forget it”. Ohne stän­di­ges Testen, Messen, Ana­ly­sie­ren und Opti­mie­ren der Ergeb­nis­se werden Sie keine lang­fris­ti­ge und nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung mit Ihren Face­book Ads erle­ben. Das fängt schon bei unse­rem ersten Schritt an, der noch nichts mit Face­book zu tun hat.

1. Kon­ver­si­ons­ra­te opti­mie­ren

Zunächst stel­len wir sicher, dass die Kon­ver­si­ons­ra­te der Web­site auf einem guten Niveau ist. Im Durch­schnitt sollte die Gesamt­kon­ver­si­ons­ra­te min­des­tens 2% betra­gen. Liegt sie dar­un­ter, arbei­ten wir zunächst daran, die Kon­ver­si­ons­ra­te auf ein akzep­ta­bles Niveau anzu­he­ben. Das trägt dazu bei, die CPA (Cost-per-Acqui­si­ti­on), also die Kosten pro getä­tig­tem Kauf, zu senken. 

In diesem Schritt über­prü­fen wir auch, ob die Kon­ver­tie­rung und das Besu­cher­tracking in Google Ana­ly­tics und Face­book (via dem Pixel) kor­rekt ein­ge­rich­tet sind. Wie Sie Google Ana­ly­tics ein­rich­ten, erfah­ren Sie hier. Und hier gibt’s noch­mal alle Infos zum Face­book Pixel

2. Auto­ma­ti­sier­te Email-Kam­pa­gnen ein­rich­ten

Im nächs­ten Schritt über­prü­fen wir, ob Lan­ding Pages für Con­tent Upgrades und Rabat­te sowie Email-Auto­ma­ti­sie­run­gen vor­han­den sind. Die Auto­ma­ti­sie­run­gen soll­ten fol­gen­de Fälle abde­cken: 

  1. Abbruch des Stö­berns in Ihrem Shop, 
  2. Waren­korb­ab­bruch
  3. Qua­li­fi­zie­rungs­fluss für neue Abon­nen­ten, um sie zum ersten Kauf zu bewe­gen, 
  4. Onboar­ding-Fluss für Erst­käu­fer, 
  5. Reak­ti­vie­rungs­kam­pa­gne
  6. Cross- und Upsell-Kam­pa­gne und 
  7. Erin­ne­rungs-Email zum erneu­ten Kauf von Ver­brauchs­ma­te­ria­li­en. 

Dies Email-Auto­ma­ti­sie­run­gen tragen zur Gewinn­ma­xi­mie­rung der Wer­be­aus­ga­ben bei. 

3. Testen der Email-Erfas­sung (Email Cap­tu­re)

Wenn die Lan­ding Pages und Email-Auto­ma­ti­sie­run­gen stehen und ein­wand­frei laufen, testen wir, welche Art von Ange­bo­ten für die Samm­lung von Email-Adres­sen von Inter­es­sen­ten am besten funk­tio­nie­ren. Wir nutzen dafür die Tools von Kla­vi­yo oder Cam­pai­gn Moni­tor Com­mer­ce oder arbei­ten mit Privy wenn unser Kunde Mail­chimp nutzt.

Wir testen sowohl die For­ma­te 

  • Pop-up, 
  • Lan­ding Page, 
  • Toast

als auch die Ange­bo­te in Form von

  • Infor­ma­tio­nen, 
  • %-Rabatt, 
  • €-Rabatt, 
  • Wer­be­ge­schen­ke

und die Anzei­ge-/Sende-Zeit­punk­te mit den Varia­tio­nen

  • sofort beim Laden der Seite, 
  • fünf Sekun­den nach dem Laden der Seite, 
  • auf der zwei­ten Seite, 
  • am Sei­ten­en­de, 
  • beim Ver­las­sen der Seite. 

Wir stim­men außer­dem das Bild­ma­te­ri­al und den Con­tent der leis­tungs­stärks­ten Kom­bi­na­ti­on ab und testen auch ver­schie­de­ne For­ma­te auf ver­schie­de­nen Seiten, wie bei­spiels­wei­se den Pro­dukt­ka­te­go­rie- und Pro­dukt­sei­ten.

4. Ziel­grup­pe prä­zi­sie­ren

Im nächs­ten Schritt begin­nen wir mit der Arbeit an den bezahl­ten Anzei­gen selbst. Diese soll­ten dem Prin­zip des oben beschrie­be­nen Kaf­fee­fil­ter­mo­dells folgen: 

  1. Fremde zu Besu­chern machen. Wir sind stän­dig darauf aus, neue Besu­cher anzu­lo­cken, also “Pro­spec­ting”, zu betrei­ben. Dafür rich­ten wir Pro­spec­ting-Kam­pa­gnen ein, in denen wir bran­chen­re­le­van­te Inter­es­sen und 1–3% ähn­li­che Ziel­grup­pen (Loo­ka­li­ke Audi­en­ces) auf der Grund­la­ge von bestehen­den Kunden testen. Das hilft uns zu ver­ste­hen, welche Ziel­grup­pen gut auf unsere Anzei­gen reagie­ren.
  2. Besu­cher zu Inter­es­sen­ten machen mit Remar­ke­ting-Kam­pa­gnen (Abbruch des Stö­berns, Waren­korb­ab­bruch, Cross-Sale, Up-Sale, Reak­ti­vie­rung), um bereits bestehen­de Besu­cher und Inter­es­sen­ten des Shops (wieder) ein­zu­fan­gen und so die eCom­mer­ce-Kon­ver­si­ons­ra­te im Shop zu erhö­hen, die Trans­ak­tio­nen und Umsät­ze zu stei­gern und gleich­zei­tig die Kosten-pro-Bestel­lung zu senken. Hier ist zu beach­ten, dass die Audi­en­ces min­des­tens 1.000 Per­so­nen umfas­sen soll­ten. Wenn das Face­book Pixel ganz frisch ein­ge­rich­tet ist, kann es ein paar Wochen dauern, bis er die not­wen­di­gen Daten gesam­melt hat, bevor es sich lohnt, gezielt und erfolg­reich mit dem Retar­ge­ting anzu­fan­gen. 
  3. Inter­es­sen­ten zu Kunden machen, indem wir Reak­ti­vie­rungs­kam­pa­gnen schal­ten, die Waren­korb­ab­bre­cher anvi­sie­ren. Dafür legen Sie im Face­book Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger zwei Custom Audi­en­ces (benut­zer­de­fi­nier­te Ziel­grup­pe) an:
    1. Custom Audi­ence 1: Per­so­nen, die Waren in den Waren­korb gelegt oder den Waren­korb auf­ge­ru­fen haben
    2. Custom Audi­ence 2: Kunden, die die Bestel­lung abge­schlos­sen haben

Im nächs­ten Schritt legen Sie eine Anzei­ge an, welche die Custom Audi­ence 1 ein­schließt und Custom Audi­ence 2 aus­schließt.

So prä­zi­sie­ren Sie Schritt für Schritt Ihre Ziel­grup­pe wäh­rend Sie sie Schritt für Schritt durch den Kaf­fee­fil­ter und bis zum Kauf leiten. 

5. Wer­be­an­zei­gen testen und opti­mie­ren

Als nächs­tes testen wir die unter­schied­li­chen Ele­men­te der Anzei­gen, begin­nend mit den krea­ti­ven: Ein­zel­fo­tos, Videos, Karus­sells, von Kunden gemach­te Fotos, DIY-Fotos und super pro­fes­sio­nel­le Fotos. 

Nach den Bil­dern testen wir die Über­schrif­ten und schließ­lich die Beschrei­bun­gen. Diese Ele­men­te testen wir wäh­rend der gesam­ten Lauf­zeit des Enga­ge­ments weiter. Und das glei­che emp­feh­len wir Ihnen. Nur mit stän­di­gen Tests wach­sen die Umsät­ze.

AdE­spres­so hat hier zur Ver­an­schau­li­chung, wie A/B‑Testing in Face­book Ads auf­ge­baut werden kann, eine tolle Über­sicht: 

Sie können multi-varia­ble Tests selbst ein­rich­ten, um par­al­lel das beste Publi­kum und die beste Wer­be­an­zei­ge zu ermit­teln; für uns hat es sich aber als bestes Vor­ge­hen her­aus­ge­stellt, unsere Expe­ri­men­te durch­zu­füh­ren und dann sequen­ti­ell (nach­ein­an­der) zu testen. Das ist mehr Arbeit, lie­fert aber lang­fris­tig bes­se­re und nach­hal­ti­ge­re Ergeb­nis­se.

6. Budget ska­lie­ren

Im letz­ten Schritt erhö­hen wir nach und nach das Budget für die Kam­pa­gnen. Wir star­ten nor­ma­ler­wei­se mit der fol­gen­den Faust­re­gel: 

  1. 1.000 Euro pro Monat; das ist ein guter Wert um die Lage aus­zu­lo­ten und anzu­fan­gen.
  2. Dann fügen wir 1.000 Euro pro Monat hinzu, solan­ge wir pro­fi­ta­bel sind, bis wir 5.000 Euro pro Monat errei­chen. 
  3. Ab 5.000 Euro pro Monat gehen wir in 20%-Schritten vor (6.000 → 7.200 → 8.640 Euro pro Monat).
  4. Ab 20.000 Euro pro Monat in 10%-Schritten (22.000 → 24.200 → 26.620 Euro pro Monat).

1.000 Euro pro Monat sind ein guter Aus­gangs­wert um die Lage aus­zu­lo­ten und mit Wer­be­an­zei­gen los­zu­le­gen. Wenn Sie es auf Ihr Unter­neh­men abge­stimmt berech­nen wollen, schla­gen wir fol­gen­des Vor­ge­hen vor: 

Das Tages­bud­get je Anzei­gen­grup­pe sollte zunächst min­des­tens dem durch­schnitt­li­chen Umsatz pro Bestel­lung ent­spre­chen. Dann können Sie von min­des­tens einer Kon­ver­si­on pro Tag aus­ge­hen; Ihre Anzei­gen sind soweit also effek­tiv und werden ange­klickt. Jetzt geht es darum, die Effi­zi­enz zu erhö­hen. Dafür müssen Sie die Anzei­gen Stück für Stück opti­mie­ren und gege­be­nen­falls das Budget erhö­hen, um auf min­des­tens 50 Kon­ver­sio­nen pro Woche zu kommen – ab dann fängt der Face­book Algo­rith­mus an, rich­tig gut zu lernen. 

Schwung­voll Face­book Wer­bung für Ihren eCom­mer­ce-Shop schal­ten

Fassen wir die sechs Schrit­te auf unse­rer Land­kar­te für umsatz­stei­gern­de Face­book Ads, die wir für unsere Kunden erfolg­reich ein­set­zen, noch­mal zusam­men:

  1. Kon­ver­si­ons­ra­te Ihres Shops opti­mie­ren
  2. Auto­ma­ti­sier­te Email-Kam­pa­gnen ein­rich­ten
  3. Testen und opti­mie­ren der Email-Erfas­sung (Email Cap­tu­re)
  4. Ziel­grup­pe prä­zi­sie­ren im Face­book Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger
  5. Face­book-Wer­be­an­zei­gen testen und opti­mie­ren
  6. Budget der Kam­pa­gnen ska­lie­ren

Wenn Sie lang­fris­tig und nach­hal­tig Ihren Umsatz mit Face­book Wer­be­an­zei­gen stei­gern wollen, dürfen Sie dabei den wich­tigs­ten Faktor nicht ver­nach­läs­si­gen: Sie müssen lau­fend testen, messen, ana­ly­sie­ren und opti­mie­ren. Ja, das ist viel Auf­wand – aber er lohnt sich! 

Wenn Sie nicht bereit sind, diesen Auf­wand zu betrei­ben, behal­ten Sie mit Ihrer Aus­sa­ge “Face­book Ads funk­tio­nie­ren für meinen Shop nicht” tat­säch­lich recht. Oder Sie über­las­sen die Ein­rich­tung eines erfolg­rei­chen Face­book und/oder Insta­gram-Ver­triebs­ka­nals für Ihren Shop ein­fach uns. Kli­cken Sie hier um mehr dar­über zu erfah­ren, wie wir Sie dabei unter­stüt­zen, auto­ma­ti­sche Kunden auf Face­book zu seg­men­tie­ren und anzu­spre­chen.