Content Marketing in 3 Schritten: So klappt’s mit der Umsatzmaschine

Con­tent Mar­ke­ting ist in aller Mun­de – zurecht! Con­tent Mar­ke­ting ist die güns­tigs­te Lösung, um qua­li­fi­zier­te Anfra­gen online zu gene­rie­ren und so mehr Abschlüs­se und Umsät­ze zu ermög­li­chen.

Beim Con­tent Mar­ke­ting wer­den durch hilf­rei­che Inhal­te Leser auf die eige­ne Web­site gelockt, um dort indi­rekt via einen News­let­ter et cete­ra oder direkt via Kon­takt­an­fra­ge zu Ihren poten­zi­el­lem Kun­den zu wer­den – mit umwer­fen­den Ergeb­nis­sen! (Mehr dazu unter “Vor­tei­le des Con­tent Mar­ke­ting”)

Grundannahmen hinter Content Marketing

Con­tent Mar­ke­ting, auch Inbound-Mar­ke­ting genannt, setzt auf drei Grund­an­nah­men:

  1. Der Kun­de weiß, dass er ein Pro­blem hat
  2. Der Kun­de ahnt, dass es eine Lösung gibt (und sucht des­we­gen online danach)
  3. Der Kun­de hono­riert Inhal­te (Con­tent), die Lösun­gen oder ver­wand­te Lösun­gen zu sei­nen Pro­ble­men anbie­ten mit Ver­trau­en und baut eine Bin­dung zum Anbie­ter der Inhal­te auf
  4. Durch die Bin­dung wird bei einer Kauf­ent­schei­dung der Anbie­ter sehr posi­tiv berück­sich­tigt

Die­se posi­ti­ve Berück­sich­ti­gung kann so weit gehen, dass der Kun­de nur die Lösung des jewei­li­gen Anbie­ters kennt und so sehr davon über­zeugt ist, dass kei­ne Ver­gleich­an­ge­bo­te ein­ge­holt wer­den – es wird dann dem Exper­ten­sta­tus ver­traut.

Das kann bei­spiels­wei­se so aus­se­hen:

Mat­thi­as ist gestresst und möch­te Kurz­ur­laub in Deutsch­land machen. Sei­ne Freun­de haben ihm den Boden­see emp­foh­len, des­we­gen beginnt er nach Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten, Restau­rants und Aus­flü­gen in der Regi­on zu googeln.

Immer wie­der stößt er auf die Arti­kel eines Hotels in Kon­stanz, die ihn mit den Infor­ma­tio­nen ver­sor­gen, die er sucht. Dar­über freut er sich.

Am Zeit­punkt, an dem die Wahl des Schlaf­plat­zes ansteht, erin­nert er sich bewusst oder unbe­wusst an das smar­te Hotel in Kon­stanz und bucht sei­ne Über­nach­tun­gen dort.

Mat­thi­as ist per­fekt vor­be­rei­tet für sei­nen Trip an den Boden­see und der Hote­lier freut sich über den Umsatz: Win-Win!

Content-Marketing kostet 62% weniger als traditionelles Marketing und generiert dreimal mehr Anfragen.

Con­tent Mar­ke­ting kos­tet 62% weni­ger als tra­di­tio­nel­les Mar­ke­ting und gene­riert drei­mal mehr Anfra­gen.

Vorteile des Content Marketing

Die gro­ßen Vor­tei­le am Con­tent Mar­ke­ting sind, dass

  1. Inhal­te nur ein­mal geschrie­ben wer­den müs­sen, aber immer und wie­der hel­fen Umsät­ze erzeu­gen
  2. die geschrie­ben Inhal­te kei­ne lau­fen­den Kos­ten ver­ur­sa­chen
  3. Inhal­te als „Fut­ter“ für Soci­al-Media-Kanä­le und ande­re Mar­ke­ting-Akti­vi­tä­ten ver­wen­det wer­den kön­nen
  4. der Unter­neh­mer sich durch gut geschrie­be­ne Inhal­te als Exper­te in sei­ner Nische prä­sen­tie­ren und auch preis­lich ent­spre­chend posi­tio­nie­ren kann
  5. Inhal­te im Vor­hin­ein geplant und erstellt wer­den und nach einem fes­ten Zyklus ver­brei­tet wer­den kön­nen – poten­ti­el­le Umsät­ze kön­nen „plan­bar“ gemacht wer­den
  6. der Erfolg und die Beliebt­heit der Inhal­te mess­bar sind. Der Unter­neh­mer lernt sei­ne Ziel­grup­pe so immer bes­ser ken­nen und kann sei­ne Mar­ke­ting­ak­ti­vi­tä­ten opti­mie­ren, um Kos­ten zu spa­ren und Erfol­ge zu ver­viel­fa­chen.
  7. Con­tent Mar­ke­ting kos­tet 62% weni­ger als tra­di­tio­nel­les Mar­ke­ting und gene­riert drei­mal mehr Anfra­gen

Wor­auf war­ten Sie also noch? :-)

Der erste Schritt: Schlagworte recherchieren

Der ers­te Schritt auf dem Weg zum erfolg­rei­chen Con­tent Mar­ke­ting ist zu wis­sen, für was sich die Ziel­grup­pe inter­es­siert und wonach sie suchen. Es ist ganz ähn­lich wie bei der Ent­wick­lung eines Pro­dukts: Pro­du­ziert man für eine Nach­fra­ge, die es nicht gibt, ent­wi­ckelt man in den Müll. Das muss nicht sein, oder?

Erste Ideen sammeln

Fan­gen Sie an, indem Sie ein neu­es Doku­ment und alle Begrif­fe und Sät­ze oder Satz­tei­le auf­schrei­ben, die jemand in sei­ne Such­ma­schi­ne der Wahl ein­tip­pen könn­te, um dann bei einem Anbie­ter wie Ihnen zu lan­den. Ein Par­kett­le­ge­meis­ter könn­te “Lami­nat ver­le­gen”, “Vinyl­bo­den”, “Par­kett legen Kos­ten” und “Par­kett­le­ger Kon­stanz” und mehr auf­schrei­ben. Suchen Sie auch Syn­ony­me für die­se Begrif­fe!

Die Konkurrenz hilft

Öff­nen Sie jetzt die Web­sei­ten Ihrer Kon­kur­ren­ten und durch­fors­ten Sie die­se nach Schlag­wor­ten, die Ihnen bis jetzt nicht ein­ge­fal­len sind. Schrei­ben Sie die­se auf und ach­ten auch hier wie­der auf Vari­an­ten, die Ihnen noch gefehlt haben.

Assozieren Sie!

Schau­en Sie sich jetzt Ihre Lis­te an – wel­che Asso­zia­tio­nen haben Sie beim Lesen der Begrif­fe? Für was könn­te sich jemand noch inter­es­sie­ren, der die gelis­te­ten Begrif­fe googelt? Jemand, der zum Bei­spiel nach “Phy­sio­the­ra­peut” sucht, könn­te auch nach “Rücken­schmer­zen bekämp­fen”, “Matrix-The­ra­pie”, “Rücken­zen­trum” und “Phy­sio­the­ra­pie­pra­xis” suchen.

Die Lösung liegt im Problem – mit was kämpfen Ihre Kunden?

Den­ken Sie jetzt auch ganz kon­kret an Ihre Kun­den – wie sehen die­se aus? Wie alt sind sie? Sind sie eher männ­lich oder weib­lich? Was für Hob­bies haben Sie? Wel­che Pro­ble­me beschäf­ti­gen sie? Wel­che Zie­le haben Sie? Schrei­ben Sie sich all das auf und zeich­nen Sie das Bild Ihrer Kun­den (nennt man auch Buy­ers Per­so­na) so genau wie mög­lich nach. Haben Sie die­sen Mensch vor Ihrem inne­rem Auge? Per­fekt – wonach könn­te er noch suchen? Schrei­ben Sie die Begrif­fe auf.

Foren als geheime Schlagwortquelle

Jetzt suchen wir noch mehr Schlag­wort­ide­en: Tip­pen Sie in Goog­le nach­ein­an­der Ihre Haupt­schlag­wör­ter mit dem Anhäng­sel “Forum” ein. Das soll­te dann so aus­se­hen:

So finden Sie Foren zu den Themen Ihrer Zielgruppe

So fin­den Sie Foren zu den The­men Ihrer Ziel­grup­pe

Auf einen Schlag wis­sen Sie jetzt, wo Ihre Ziel­grup­pe sich im Inter­net auf­hält. Die Foren selbst sind oft in Sek­tio­nen unter­teilt – jedes Unter­fo­rum ist ein poten­zi­el­ler Such­be­griff. Gra­ben Sie tie­fer und sehen Sie sich auch die Titel der The­men an – das sind ech­te Pro­ble­me und Inter­es­sen Ihrer Ziel­grup­pe, die Sie lösen kön­nen! Fügen Sie Ihre neu­en Fun­de Ihrer Lis­te hin­zu. Jetzt machen wir uns an die Aus­wer­tung.

Schlagwörter auswerten

Öff­nen Sie den Goog­le Key­word Pla­ner – regis­trie­ren Sie sich, wenn Sie noch kei­nen Account haben – in der AdWor­ds-Benut­zer­ober­flä­che unter “Tools” –> “Key­word Pla­ner.

So finden Sie den Keyword Planer in AdWords

So fin­den Sie den Key­word Pla­ner in AdWor­ds

Google Keyword Planer benutzen

Diese Optionen haben Sie im Keyword Planer.

Die­se Optio­nen haben Sie im Key­word Pla­ner. Kli­cken Sie, um das Bild zu ver­grö­ßern.

Wäh­len Sie “Ide­en für neue Key­wor­ds und Anzei­gen­grup­pen suchen” und fügen Sie Ihre Schlag­wort­lis­te ein bei “Ihr Pro­dukt oder “Ihre Dienst­leis­tung” ein. Bei der Ziel­sei­te kön­nen Sie die Start­sei­te Ihres Inter­net­auf­tritts ver­wen­den – das gibt manch­mal noch ein paar nütz­li­che Schlag­wort­ide­en. Suchen Sie bei “Ihre Pro­dukt­ka­te­go­rie” Ihre Bran­che her­aus, um wei­te­re Ide­en zu erhal­ten.

Jetzt küm­mern wir uns um die Aus­rich­tung. Wäh­len Sie die Län­der oder Regio­nen, in denen Sie aktiv sind oder sein wol­len und die Spra­che. Die ande­ren bei­den Optio­nen “Such­netz­werk” und “Aus­zu­schlie­ßen­de Key­wor­ds” brau­chen Sie jetzt nicht.

Kli­cken Sie auf “Ide­en abru­fen” um auf die Ergeb­nis­sei­te des Key­word Pla­ner zu kom­men.

Die Ergebnisseite im Keyword Planer

Die Ergeb­nis­sei­te im Key­word Pla­ner

Die Ergeb­nis­se sind in zwei Rei­tern unter­schied­lich sor­tiert. Unter “Anzei­gen­grup­pen-Ide­en” fin­den Sie Ihre und erzeug­te Schlag­wort­ide­en the­ma­tisch sor­tiert, unter “Key­word-Ide­en” sind die Schlag­wor­te nicht in Ord­ner gesteckt. Die Schlag­wor­te sind in zwei Tabel­len orga­ni­siert: Bei “Such­be­grif­fe” erschei­nen die Schlag­wor­te, die Sie selbst ein­ge­ge­ben haben. Unter “Key­word (nach Rele­vanz)” erschei­nen neue Vor­schlä­ge.

Für jedes Schlag­wort wer­den Ihnen durch­schnitt­li­che Such­an­fra­gen pro Monat (Vor­sicht bei sai­so­na­len Key­wor­ds wie “Pool­hei­zung”), wie hart der Wett­be­werb um das Schlag­wort ist und ein vor­ge­schla­ge­nes Gebot (für Goog­le AdWor­ds) ange­zeigt.

♫♪ Auf diese Keywords sollten Sie bauen ♫♪

Kli­cken Sie über den Tabel­len und unter dem Dia­gramm auf “Her­un­ter­la­den” und expor­tie­ren Sie die Schlag­wort­ide­en als CSV (Excel).

Öffen Sie die Tabel­le in Excel und las­sen Sie sich nicht von den Infor­ma­tio­nen erschla­gen. Die Spal­ten “Ad Group”, “Cur­r­en­cy”, “Impr. Sha­re”, “In account?”, “In plan” und “Extrac­ted Form” kön­nen Sie sofort löschen.

Sie haben jetzt eine lan­ge Lis­te von Key­wor­ds samt den Infor­ma­tio­nen dar­über, wie oft die­se gesucht wer­den, wie hart umkämpft und wie wert­voll sie sind.

Fügen Sie eine neue Spal­te hin­zu und beti­teln Sie die­se mit “Ulti­ma­ti­ver-Xci­ting-Web­de­sign-Key­word-Poten­zi­al-Rech­ner”… oder etwas ver­gleich­ba­rem. :-)

Machen Sie die Ergebnisse des Keyword Planers mit dieser Formel priorisierbar

Machen Sie die Ergeb­nis­se des Key­word Pla­ners mit die­ser For­mel prio­ri­sier­bar

Für jede Zei­le hin­ter­le­gen Sie jetzt dort eine For­mel: Die monat­li­chen Such­an­fra­gen wer­den mit dem emp­foh­le­nem Gebot mul­ti­pli­ziert und durch die Kon­kur­renz geteilt.

Sor­tie­ren Sie die Schlag­wort­lis­te jetzt vom höchs­ten zum nied­rigs­tem Wert.

Herz­li­chen Glück­wunsch! Sie haben jetzt eine prio­ri­sier­te Lis­te von Schlag­wor­ten, die oft gesucht wer­den, wert­voll sind und wenig umkämpft sind. Die­se Lis­te ist Ihre künf­ti­ge Inspi­ra­ti­on für The­men, über die Sie schrei­ben soll­ten.

Eins noch: Die benutz­te For­mel ist natür­lich sehr kru­de. Je spe­zi­fi­scher jedoch das Schlag­wort ist (“Pool­hei­zung kau­fen” statt “Pool­hei­zung”), des­to eher führt es zu einem Umsatz. Faust­re­gel: Je mehr Wor­te der Such­be­griff hat, um so bes­ser für Sie die­sen zu bedie­nen.

Der zweite Schritt: Inhalte erstellen

Schau­en Sie sich Ihre Ide­en­lis­te an und wäh­len Sie ein gut bewer­te­tes The­ma.

Schreiben Sie für Ihre Kunden

Nicht ver­ges­sen: Schrei­ben Sie nur, wenn Ihr Arti­kel jeman­den hilft ein Pro­blem zu lösen oder wenn er eine Ant­wort auf eine Fra­ge gibt! Pro­fis fra­gen zusätz­lich: „Wer wird die­sen Con­tent tei­len und war­um?“ Mit die­sen Erkennt­nis­sen kön­nen Sie mit ein biss­chen Übung schnell über­ra­gen­den Con­tent ver­öf­fent­li­chen – Sie brau­chen dazu kein Ger­ma­nis­tik- oder Jour­na­lis­mus­stu­di­um.

Grundregel des Content-Marketing

Schrei­ben Sie für Ihre Kun­den, nicht für Ihren Umsatz.

Den­ken Sie beim Schrei­ben immer an Ihre Ziel­grup­pe und an Ihre Pro­ble­me. Hier­zu kön­nen Sie die im Schritt 1 erstell­te Buy­ers Per­so­na ver­wen­den. Wenn Sie beim Schrei­ben an Ihren idea­len Kun­den den­ken, wer­den auch Ihre rea­len und zukünf­ti­gen Kun­den direkt von den Lösun­gen Ihres Unter­neh­mens pro­fi­tie­ren. Ihr Unter­neh­men wird im Gegen­zug Auf­merk­sam­keit, Image und Umsatz ern­ten.

Regelmäßigkeit und Frequenz

Eine der größ­ten Hür­den beim Con­tent Mar­ke­ting ist das eige­ne Durch­hal­te­ver­mö­gen. Publi­zie­ren Sie regel­mä­ßig Con­tent, aber über­neh­men Sie sich nicht. Weni­ger wich­tig als die Regel­mä­ßig­keit ist die Fre­quenz: Ein-Mann-Betrie­be soll­ten wöchent­lich etwas publi­zie­ren, Start-Ups, die in ers­ter Linie Auf­merk­sam­keit brau­chen, drei­mal so oft.

Den­ken Sie auch dar­an, dass Sie nicht nur Zeit zum Schrei­ben, son­dern auch zum Ver­tei­len brau­chen – meist braucht das Ver­tei­len noch ein­mal soviel Zeit wie das Schrei­ben des Inhalts. Mehr dazu im drit­ten Schritt.

Über was soll ich schreiben?”

Die Ide­en für Ihren Con­tent kom­men zum Bei­spiel

  • von der Schlag­wort­re­cher­che
  • von den The­men der Kon­kur­renz
  • als Anlei­tun­gen und Tuto­ri­als für die opti­ma­le Benut­zung Ihrer Pro­duk­te und Diens­te
  • als Über­sicht der Best-Prac­tices in Ihrer Bran­che
  • von den Tweets und Updates der Exper­ten Ihrer Bran­che
  • von Kom­men­ta­ren auf rele­van­ten Blogs und Com­mu­nities
  • als ver­lin­ken­de Zusam­men­fas­sun­gen oder Über­sich­ten von Werk­zeu­gen, Tools, Exper­ten­mei­nun­gen, Blogs, Foren und Mate­ria­li­en Ihrer Bran­che
  • aus Info­gra­fi­ken, Pod­casts, Video und mehr

Sur­fen Sie mit offe­nen Augen und notie­ren Sie sich Ide­en immer sofort!

Übri­gens: Die “idea­le” Län­ge eines Blog­bei­trags soll bei unge­fähr 1600 Wor­ten lie­gen. Für man­che Bran­chen und The­men sind die Bei­trä­ge län­ger, für man­che sind sie kür­zer. (Die­ser Blog­bei­trag ist zum Bei­spiel 3028 Wor­te lang!) Set­zen Sie kei­nen Fokus auf Quan­ti­tät, son­dern Qua­li­tät. Mit Ihren Inhal­ten soll­ten Sie einen Wert schaf­fen wol­len. Wer sich dar­auf kon­zen­triert, bei dem wer­den die Arti­kel auto­ma­tisch län­ger und bes­ser – und das belohnt Goog­le und Ihre Leser.

Mit einer guten Überschrift haben Sie schon zu 80% gewonnen

Das zwar 8 von 10 Men­schen Über­schrif­ten lesen, aber nur 2 von 10 den Rest eines Arti­kels, ist nicht nur in der Zei­tungs­bran­che bekannt. Legen­den aus der Wer­be­bran­che gehen sogar so weit zu sagen, dass die Hälf­te der Zeit beim Schrei­ben für die Erstel­lung der Über­schrift genutzt wer­den soll­te. Ver­ständ­lich bei die­sen Zah­len, oder?

Dazu noch ein Tweet von PR-Exper­tin Wal­traud Käs­ser über die Wich­tig­keit einer guten Über­schrift:


Oft zitier­te Grund­re­geln sind:

  1. Die Über­schrift soll­te nicht mehr als 65 Zei­chen haben
  2. Die Über­schrift soll­te 6 Wor­te lang sein
  3. Die wich­tigs­ten Wor­te bei län­ge­ren Über­schrif­ten sind die ers­ten und letz­ten 3
  4. Direk­te Anspra­chen las­sen Über­schrif­ten inter­es­san­ter wir­ken
  5. Gut gewähl­te Adjek­ti­ve in der Über­schrift machen den Arti­kel span­nen­der
  6. Nega­ti­ve Aus­drü­cke wie “Nein”, “ohne”, “Auf­hö­ren” et cete­ra spie­len mit den Unsi­cher­hei­ten der mensch­li­chen Natur und füh­ren zu mehr Sha­res
  7. (Gro­ße) Zah­len in der Über­schrift erhö­hen Klick­ra­ten und Reich­wei­te
  8. Die Über­schrift muss zum Arti­kel pas­sen
  9. Die Über­schrift muss spe­zi­fisch sein
  10. Eine Über­schrift muss zuver­sicht­lich machen, inter­es­sant sein, den Leser in Auf­re­gung ver­set­zen oder Gefüh­le wecken, um geklickt zu wer­den

Wie immer gilt aber: Wer die Regeln kennt, darf sie auch bre­chen.

Der dritte Schritt: Inhalte verteilen

Beim Schrei­ben und Pla­nen von Con­tent soll­te die anschlie­ßen­de Ver­brei­tung bedacht wer­den. Denn Inhal­te, die nicht gese­hen wer­den, hel­fen nie­man­den und sind ver­schwen­de­te Zeit.

Grundprozess für das Verteilen von Inhalten

Nach dem Ver­öf­fent­li­chen des Con­tents soll­te die­ser auf jeden Fall

  1. auf den Soci­al Media Kanä­len des Unter­neh­mens geteilt wer­den, also Face­book, Twit­ter, Xing, Lin­kedIn, Goog­le+, Pin­te­rest und co
  2. in rele­van­ten Com­mu­nities auf Face­book, Red­dit, gutefrage.net, Foren und allen ande­ren Sam­mel­plät­zen, in denen man schon akti­ves Mit­glied ist, gepos­tet wer­den. Fin­den Sie her­aus: Wo trifft sich mei­ne Ziel­grup­pe im Netz?
  3. an Per­so­nen wei­ter­ge­lei­tet wer­den, die erwähnt oder zitiert wer­den. Fra­gen Sie per Mail um Hil­fe bei der Ver­brei­tung. Wenn Sie kei­ne Mail­adres­se haben, geht auch Twit­ter.
  4. per News­let­ter an Ihre Abon­nen­ten ver­schickt wer­den. Ach­ten Sie auch hier auf die Fre­quenz – mehr als ein News­let­ter die Woche ist meis­tens zu viel!
  5. auch die fol­gen­den 2–3 Tage wei­ter­hin zu unter­schied­li­chen Zei­ten get­wee­tet und geteilt wer­den, damit alle Fol­lo­wer ihn sehen kön­nen
  6. ver­sucht wer­den auf einer ande­ren Web­site ver­öf­fent­licht zu wer­den. Sie kön­nen die Mög­lich­keit auch nut­zen um einen Link zurück auf Ihre Web­site set­zen, wo sich neue Leser gegen ihre Email­adres­se ein Extra (eBook, Check­lis­te, White­pa­per et cete­ra) her­un­ter­la­den kön­nen. Ach­ten Sie dar­auf, die Über­schrif­ten und den Text für die jewei­li­ge Fremd­web­site anzu­pas­sen – das ist nicht nur für die Leser wich­tig, son­dern auch damit Goog­le Ihre Tex­te nicht als Dupli­ca­te Con­tent abstraft

Gastbeiträge erschließen neue Zielgruppen

Natür­lich kön­nen Sie Punkt 6 des Grund­pro­zes­ses zum Ver­tei­len von Inhal­ten auch anders ange­hen. Erschlie­ßen Sie eine neue Leser­schaft, indem Sie auf Web­sites, die von Ihrer Ziel­grup­pe besucht und geschätzt wird und viel Traf­fic haben, mit Gast­bei­trä­gen ver­sor­gen. Schrei­ben Sie die Redak­ti­on mit einem Arti­kel­vor­schlag an, lie­fern Sie abso­lu­te Top-Qua­li­tät und bie­ten Sie den Lesern des Gast­ar­ti­kels per Link auf Ihrer Web­site einen wert­vol­len her­un­ter­lad­ba­ren Bonus im Tausch gegen die Email­adres­se. So kön­nen Sie für sich Auf­merk­sam­keit, Web­site­be­su­cher und neue Abon­nen­ten Ihres News­let­ters gene­rie­ren. Das Geld liegt noch immer in der Lis­te: Email-Mar­ke­ting ist das effi­zi­en­tes­te Tool, um online Umsät­ze zu gene­rie­ren.

Influencer nutzen

Influ­en­cer (zu deutsch: Beein­flus­ser) sind Per­so­nen, die in sozia­len Netz­wer­ken eine gro­ße Prä­senz und hohes Anse­hen haben. Wenn ein Influ­en­cer posi­tiv über Sie und Ihre Lösun­gen spricht, ver­trau­en Men­schen die­sen Emp­feh­lun­gen und kau­fen bei Ihnen.

Eine Emp­feh­lung durch einen Influ­en­cer bekom­men Sie so:

  1. Fol­gen Sie den Influ­en­cer Ihrer Bran­che auf Twit­ter, Face­book und dem Blog
  2. Ant­wor­ten Sie auf eine natür­li­che und authen­ti­sche Art und Wei­ße auf Pos­tings auf die­sen Kanä­len
  3. Sto­ßen Sie auf ein rea­les Pro­blem, bei dem der Influ­en­cer Ihnen hel­fen könn­te? Schrei­ben Sie eine kur­ze Email und bit­ten Sie um Hil­fe. Influ­en­cer sind kei­ne ent­fern­ten, ent­frem­de­ten Per­sön­lich­kei­ten, son­dern net­te Men­schen, die ger­ne ihr Wis­sen tei­len.
  4. Ver­ar­bei­ten Sie die Ihnen zuteil gekom­me­ne Hil­fe in einem Arti­kel auf Ihrer Web­site und akkre­di­tie­ren Sie den Influ­en­cer dafür. Bedan­ken Sie sich per Mail für die Hil­fe und wei­ßen Sie den Influ­en­cer auf den Bei­trag hin. Er wird ihn tei­len.

Sei­en sie nicht ent­mu­tigt, wenn es nicht beim ers­ten Ver­such klappt. Influ­en­cer sind erfolg­reich und beschäf­tigt, manch­mal fehlt ihnen dann doch die Zeit zum Ant­wor­ten.

Was gemessen wird, wird optimiert

Mes­sen Sie alle Ihre Bemü­hun­gen. Stel­len Sie für jeden Inhalt, den Sie erstel­len ein Mar­ke­ting­ziel bezie­hungs­wei­se eine Hypo­the­se auf, zum Bei­spiel: “Ich schrei­be die­sen Arti­kel für die­se Face­book­grup­pe und schaue, wie oft er gele­sen, geteilt wird und wel­che News­let­ter­an­mel­dun­gen und direk­ten Umsät­ze er bringt” oder “Ich schrei­be einen Bei­trag, der die Exper­ten mei­ner Bran­che auf­lis­tet und prü­fe, ob er mehr Sha­res, Leser und Anmel­dun­gen bringt als ein nor­ma­ler Bei­trag” oder “Ich schrei­be einen Gast­bei­trag auf XYZ.de und prü­fe, ob…” – Sie sehen, die Mög­lich­kei­ten sind gren­zen­los.

Sobald Sie dies eine Wei­le lang gemacht haben, kön­nen Sie Ihre Ergeb­nis­se aus­wer­ten und alle Akti­vi­tä­ten strei­chen, die nicht funk­tio­nie­ren. Tes­ten Sie immer wei­ter, um mög­lichst effi­zi­en­te Inhal­te zu schrei­ben! Was effi­zi­ent ist, kommt auf Ihre eige­ne Defi­ni­ti­on von Erfolg (Leser, Abon­nen­ten­an­mel­dun­gen, sel­ten direk­te Umsät­ze) an.

Machen Sie Ihre Hausaufgaben in Sachen Email-Marketing – oder lassen Sie sie machen

Ihr Email-Mar­ke­ting muss gut auf­ge­stellt sein, um erfolg­rei­ches Con­tent Mar­ke­ting zu ermög­li­chen. Mit Con­tent Mar­ke­ting bau­en Sie eine “Fan­ge­mein­de” auf, ihr Mit­glie­der­ver­zeich­nis ist die Adress­lis­te des News­let­ters.

Ein schnö­des Anmel­de­for­mu­lar in einer ver­wais­ten Ecke der Web­site bringt nichts. Sie soll­ten auf jeden Fall ein Pop-Up auf Ihrer Web­site anbie­ten, wel­ches dem Leser einen Wert gegen die Email­adres­se anbie­tet. Mit nur 100 Web­site­be­su­chern kön­nen Sie so pro Tag 2 neue Abon­nen­ten begrü­ßen – mehr als 700 im Jahr.

Ihre News­let­ter soll­ten so regel­mä­ßig gesen­det wie Ihre Bei­tra­ge ver­öf­fent­licht wer­den soll­ten, um Ihre Leser nicht zu ver­grau­len.

Ein wich­ti­ger Tipp noch: Wer­den Sie nicht werb­lich – kon­zen­trie­ren Sie sich dar­auf Ihren Lesern einen Wert zu schaf­fen und bie­ten Sie im rich­ti­gen Moment die rich­ti­ge Lösung an, um den Ver­kauf abzu­schlie­ßen.

Content Marketing ist nicht nur Schönwetter. Diese Probleme können auftauchen:

Die meis­ten Unter­neh­mer las­sen sich von anfäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten ent­mu­ti­gen – aber so jemand sind Sie nicht, oder? Auf die­se Her­aus­for­de­run­gen soll­ten Sie gefasst sein:

  1. Die Ver­tei­lung ist anfangs schwie­rig, da viel her­um­pro­biert wer­den muss bis eine erfolg­rei­che Stra­te­gie sich abzeich­net
  2. Regel­mä­ßi­ges Schrei­ben ist bei­na­he eine cha­rak­ter­bil­den­de Maß­nah­me. Hal­ten Sie durch! Set­zen Sie sich ein Ziel, zum Bei­spiel jeden Tag 200 Wor­te (eine Vier­tel DIN-A4-Sei­te) zu schrei­ben.
  3. Es ist nicht ein­fach, Web­sei­ten für Gast­bei­trä­ge zu fin­den. Die Ziel­grup­pe und der Traf­fic muss pas­sen und die Redak­ti­on muss mit­spie­len. Haben Sie es ein­mal geschafft, soll­ten Sie regel­mä­ßig pos­ten!
  4. Das Fin­den der eige­nen Ziel­grup­pe und deren Pro­ble­me ist auch für gestan­de­ne Seni­or-Unter­neh­mer oft nicht leicht.
  5. Schnell kann man sich in Dut­zen­den zu über­wa­chen­den Kenn­zah­len ver­lie­ren. Kon­zen­trie­ren Sie sich nur auf die wich­tigs­ten – je nach Unter­neh­men kön­nen das Leser, News­let­ter­an­mel­dun­gen, Sha­res, zeit­ver­setz­te Umsät­ze oder direk­te Umsät­ze sein. Star­ten Sie mit Leser­zah­len und News­let­ter­an­mel­dun­gen und fin­den Sie spä­ter her­aus, wie sich die­se auf Ihre Umsät­ze aus­wir­ken.
  6. Das Errei­chen von Influ­en­cer ist trick­reich und erfor­dert Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und Durch­hal­te­ver­mö­gen

Soll ich Content Marketing outsourcen oder intern erledigen lassen?”

Sehen wir uns die Kos­ten für die bei­den Optio­nen an und set­zen gleich­blei­ben­de Qua­li­tät (Güns­tig kor­re­liert meis­tens mit qua­li­ta­tiv min­der­wer­tig) vor­aus – ganz getreu nach dem Mot­to: “Wenn Sie den­ken, dass ein Exper­te für die­sen Job teu­er ist, dann war­ten Sie erst­mal bis Sie einen Ama­teur bezah­len müs­sen.” Erfah­run­gen dahin­ge­hend haben wir ja schon alle gemacht, oder?

Also, auf ins Getüm­mel!

Kosten für ein fest angestelltes Redaktionsteam

Redak­teur: Der Redak­teur küm­mert sich um die Redak­ti­ons­pla­nung und das Ver­fas­sen der Inhal­te. Je nach Erfah­rung und Bran­che, kann ein Redak­teur 35000,- € bis 60000,- € kos­ten.

Gra­fi­ker: Der Gra­fi­ker küm­mert sich um Bild­ma­te­ri­al und Gestal­tung Ihrer Inhal­te. Er erzeugt Info­gra­fi­ken und berei­tet Infor­ma­tio­nen visu­ell auf. Je nach Erfah­rung und Bran­che, kann ein Gra­fi­ker 27000,- € bis 45000,- € kos­ten.

Web­ent­wick­ler: Für gutes Con­tent Mar­ke­ting, wer­den Sie hin und wie­der neue Lösun­gen für Ihre Online­auf­trit­te brau­chen. Je nach Erfah­rung und Bran­che, kann ein Web­ent­wick­ler 32000,- € bis 50000,- € kos­ten.

Video­gra­pher: Ein Video­gra­pher erstellt schlag­fer­ti­ge Kurz- und Lang­fil­me für Ihre Mar­ke. Je nach Erfah­rung und Bran­che, kann ein Video­gra­pher 28000,- € bis 45000,- € kos­ten.

Die Zah­len bezie­hen sich nur auf Lohn. Nicht inklu­diert sind alle Kos­ten, die zusätz­lich anfal­len.

Falls die­se Zah­len Ihr Bud­get etwas spren­gen, ist Out­sour­cing viel­leicht sinn­vol­ler. Las­sen Sie uns doch ein­mal dar­über spre­chen. Vom Out­sour­cen des Con­tent Mar­ke­ting pro­fi­tie­ren vor allem Ein­zeln­un­ter­neh­mer, Start-Ups, Online-Shops sowie klei­ne und mit­tel­gro­ße Betrie­be.

Fazit

Con­tent Mar­ke­ting ist der kos­ten­ef­fi­zi­en­te Weg, um Anfra­gen zu gene­rie­ren und Umsät­ze zu ver­viel­fa­chen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Blei­ben Sie am Ball und ver­lin­ken Sie Ihre Inhal­te intern mas­siv, sobald genü­gend davon vor­han­den sind. So ver­brin­gen Ihre Leser mehr Zeit auf Ihrer Web­site und die Chan­ce ver­grö­ßert sich, dass Ihre Leser eine gewoll­te Akti­on (Anmel­dung, Kon­takt­an­fra­ge) aus­füh­ren.

Zusam­men­ge­fasst lässt sich sagen: Gutes Con­tent Mar­ke­ting besteht aus

  1. Gewis­sen­haf­ter Schlag­wort­re­cher­che, um gute Such­ma­schi­nen­plat­zie­run­gen zu ermög­li­chen
  2. Krea­ti­on von lesens­wer­ten Inhal­ten, die ech­te Pro­ble­me lösen
  3. Kon­zen­trier­te Ver­tei­lung der Inhal­te

…und das immer und immer wie­der!

Bonus: Schritt-für-Schritt-Checkliste für Ihr Content Marketing

Puh, die­ser Bei­trag ist mit 3151 Wor­ten ziem­lich lang. Um es Ihnen zu erleich­tern sofort mit Ihrem Con­tent Mar­ke­ting zu begin­nen, habe ich eine Schritt-für-Schritt-Check­lis­te zusam­men­ge­stellt. Sie kön­nen Sie kos­ten­los mit einem Klick auf die­sen But­ton her­un­ter­la­den:

Viel Spaß damit!