Google Ads zählen zu den wachstumsstärksten eCommerce-Kanälen, vorausgesetzt, sie sind technisch sauber eingerichtet und strategisch richtig strukturiert. Im Jahr 2026 bestimmen vor allem Performance-Max-Kampagnen, hochwertige Produktdaten-Feeds, GA4-Tracking, Enhanced Conversions sowie der Consent Mode v2 den Erfolg. Gleichzeitig gewinnen Themen wie serverseitiges Tracking, First-Party-Daten, Merchant Center Next und KI-gestützte Gebotsstrategien immer stärker an Bedeutung.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Google Shopping unter diesen modernen Rahmenbedingungen systematisch, profitabel und skalierbar aufsetzen. Die Google-Ads-Plattform bietet unzählige Funktionen und Kampagnentypen. Für viele Shops ist es daher schwierig zu entscheiden, welche Hebel wirklich entscheidend sind und worauf man sich konzentrieren sollte. Wir führen Sie gezielt durch die wichtigsten Bereiche der Plattform und zeigen Ihnen, welche Maßnahmen den größten Einfluss auf Umsatz und Rentabilität haben.
Wir schauen uns an:
- Wie gelingt der Einstieg in Google Shopping?
- Welche Strukturen funktionieren langfristig?
- Und wie skaliert man von 50 € Tagesbudget auf 5.000 €, ohne die Profitabilität zu verlieren?
Genau hier setzt dieser Leitfaden an – mit praxisnahen Strategien statt theoretischer Modelle.
- Das Fundament erfolgreicher Google Ads im Jahr 2026
- Google versus Meta Ads – oder: Pull trifft Push
- Strategien für Erfolg mit Google Shopping Ads
- Optimierung Ihres Feeds
- Optimierung der Kampagnenstruktur
- Eine gute Kampagnenstruktur hat einen erheblichen Einfluss auf Leistung
- Verlassen Sie sich nicht auf die Standardkampagne “All Products”
- Segmentierung unter Verwendung der Standard-Produkt-Feed-Attribute
- Grundlegende Strukturen von Google-Shopping-Kampagnen
- Google Shopping Kampagnenstrukturen für Fortgeschrittene
- Optimierung der Gebotsstrategien
- Bietstrategie 1: Klicks maximieren
- Bietstrategie 2: Erweiterter Cost-per-Click (ECPC)
- Bietstrategie 3: Konversionen maximieren
- Bietstrategie 4: Zielrendite für Werbeausgaben (ROAS)
- Bietstrategie 5: Zielkosten pro Akquisition (Target-CPA)
- Bietstrategie 6: Manuelle CPC-Gebote
- Bietstrategie 7: Target Impression Share
- So wählen Sie die Ziele Ihrer Google-Anzeigenkampagne
- Best Practices für effektive Optimierung der Bietstrategien
- Überwachen und optimieren Ihrer Google Shopping Kampagnen
- Wie viel kosten Google Ads?
- Google Shopping Ads
- Weitere Google-Ads-Kanäle im eCommerce – und wie sie mit Google Shopping zusammenspielen
- Mehr Deckungsbeitrag mit Google Ads
Das Fundament erfolgreicher Google Ads im Jahr 2026
Google Ads sind nicht automatisch für jedes eCommerce-Unternehmen geeignet. Für nachhaltigen Erfolg müssen einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein: Ein korrekt eingerichtetes Tracking-Setup mit Google Analytics 4 und Consent Mode v2, ein optimierter Produktdaten-Feed im Merchant Center, saubere Produkt- und Margenstrukturen sowie ein Mindestbudget von etwa 30–50 € pro Tag gehören heute zur Grundausstattung.
Wer diese Basis schafft, legt den entscheidenden Grundstein. Denn moderne Google-Ads-Systeme sind datengetrieben: Je besser Tracking, Feed und Kampagnenstruktur aufeinander abgestimmt sind, desto effizienter kann Google Ihr Budget in echten Umsatz verwandeln.
Budget: Wie viel muss man investieren?
Mit Tagesbudgets ab ca. 30–50 € können erste Produktgruppen getestet, Daten gesammelt und die Lernphasen moderner Smart-Bidding-Strategien sinnvoll durchlaufen werden. Wer unter dieser Schwelle bleibt, riskiert verzerrte Daten und ineffiziente Ausspielungen. Dann lieber sein lassen.
Selbst erfahrene Google Ads-Profis müssen für jeden Shop individuelle Strukturen testen und feinjustieren. Erfolg entsteht durch iteratives Arbeiten: Testphase, Analyse, Optimierung und dann Skalierung. Man arbeitet sich sozusagen Schritt-für-Schritt, Test-für-Test an erfolgreiche Google Werbeanzeigen mit hohem ROI heran.
Neben dem Tagesbudget beeinflussen folgende Faktoren, wie schnell und wirtschaftlich Sie Ergebnisse sehen:
- Produkttyp: Handelsware vs. Nischenprodukt
- Wettbewerbsdichte: Wie viele Anbieter schalten auf ähnliche Produkte? Je stärker umkämpft Ihre Produktnische, desto präziser müssen Feed, Preis, Bewertungen und Angebot optimiert sein, um gegenüber Mitbewerbern zu bestehen und sich von diesen schon in der Anzeige abzugrenzen.
- Feed-Qualität: Strukturierte, vollständige, Google-konforme Daten
- Conversion-Zyklus: Schnellentscheider vs. lange vergleichende Kunden
- Deckungsbeitrag / ROAS-Ziel: Lohnt sich die Marge nach Werbekosten?
Ein Startbudget von 1.000–1.500 €/Monat ist ideal, um strukturierte Tests, Feed-Optimierung und erste Produktsegmente sinnvoll zu bewerben. In stark umkämpften Branchen kann auch ein höheres Einstiegsbudget sinnvoll sein. Wer dieses Level überschreitet, kann mit Skalierung auf SKU-Ebene (wie in der 2‑Kampagnen-Strategie) erste echte ROI-Steigerungen realisieren.
Klar, es geht auch für weniger. Aber je mehr Sie reinstecken, desto besser und ausführlicher können Sie unterschiedliche Werbeanzeigen testen und desto schneller sehen Sie letztendlich einen positiven ROI. Leider geben viele Shopbetreiber auf, bevor sie diese kritische Schwelle überschritten haben, nicht zuletzt weil das Budget fehlt.
Vermeiden Sie es, mit einem geringen Budget tausende Produkte gleichzeitig zu bewerben. Ein 5-€-Tagesbudget für 2.000 SKUs erzeugt keine sinnvollen Signale und verzerrt die Daten. Besser: Nur relevante Produkte (z. B. Topseller, margenträchtig, neue Saisonware) aktiv bewerben. Moderne (Black-Box-) Kampagnen wie Performance Max benötigen ausreichend Daten pro Produktsegment, um sinnvoll zu lernen.
Voraussetzungen für den Shop für nachhaltigen Google Ads Erfolg
Zwei Shops mit gleichem Budget, gleichem Feed und ähnlichen Kampagnen können völlig unterschiedliche Ergebnisse erzielen, je nachdem:
- wie gut ihre Produkte zur Suchintention passen,
- wie hoch ihre Marge ist und
- wie ihre Website konvertiert.
Selbst scheinbar „unperfekte” Kampagnen können erfolgreich sein, wenn sie ein starkes Produkt in einem profitablen Markt bewerben.
Dabei gibt es zwei Hauptfaktoren, die das Potential von Google Ads für eCommerce beeinflussen können:
- Wer sein Sortiment, seine Zielgruppen und die Suchintentionen kennt, kann den Feed gezielt steuern – z. B. über Custom Labels, dynamische Feed-Regeln oder KI-gestützte Feed-Optimierungstools. Das verbessert die Relevanz und senkt die Klickkosten.
- Eine stabile Marketing-Infrastruktur (inklusive E‑Mail-Erfassung, Warenkorbabbruch-Mails, Begrüßungsstrecken und Wiederkauf-Trigger) ist wichtig, um den durch Google Ads generierten Traffic optimal zu nutzen. Ohne diese Grundlagen verpufft viel Potenzial.
Eine stabile Infrastruktur ist nicht nur für den Umsatz nach dem Klick entscheidend, sondern auch für die Performance Ihrer Google Ads selbst. Konversionsraten, Wiederkaufsignale und Nutzerverhalten fließen direkt in Googles Bewertung Ihrer Kampagnen ein.
Systeme für Warenkorbabbruch, E‑Mail- oder CRM-basierte Wiederansprache sind damit kein „Nice-to-have”, sondern Teil der Optimierungsgrundlage.
Ohne ein klares Verständnis dafür, wer Ihre Produkte kauft und warum, wird es schwer, erfolgreiche Google-Kampagnen aufzusetzen. Feedstruktur, Gebotslogik und Kampagnenstrategie müssen sich an Zielgruppenverhalten und ‑sprache orientieren.
Diese Elemente sind keine Kür, sondern Pflicht: Ohne saubere Infrastruktur wird jeder durch Ads generierte Klick teuer und ineffizient.
Kurzcheck: Ist Ihr Shop bereit für Google Ads?
- Funktionierendes GA4- und Conversion-Tracking
- Schnelle Ladezeiten und mobil optimierter Checkout
- Klare Versand- und Zahlungsinformationen
- Wettbewerbsfähige Preise
- Produktbewertungen vorhanden
- E‑Mail- und CRM-Prozesse eingerichtet
Google versus Meta Ads – oder: Pull trifft Push
“Google Ads oder Meta Ads? Welches ist die bessere Alternative für meinen Onlineshop?”
Ob Google oder Meta Ads: Entscheidend ist nicht der Kanal, sondern die Zielsetzung. Google Ads bedienen (vor allem) vorhandene Nachfrage, Meta Ads erzeugen Nachfrage. In der Praxis sind beide Kanäle keine Alternativen, sondern erfüllen unterschiedliche Funktionen im gleichen System.
Ergänzend bietet Google mit YouTube & Discovery auch Reichweiten- und Awareness-Formate (“Demand Gen”). Der Unterschied: Diese Formate greifen auf bestehende Such‑, Kauf- und Intent-Signale zurück – und sind damit stärker in ein Performance-Ökosystem eingebettet als klassische Push-Ads.
Einen ausführlichen Beitrag zum Thema Google Ads oder Facebook Ads finden Sie hier.
Strategien für Erfolg mit Google Shopping Ads
Die Einrichtung von Google Shopping unterscheidet sich deutlich von klassischen Suchanzeigen. Während Textanzeigen auf Keywords basieren, nutzt Google bei Shopping Ihren Feed, Ihre Website und Ihre Gebote, um Anzeigen dynamisch auszuspielen. Mit Performance Max wurde dieser Prozess weiter automatisiert; gleichzeitig ist die Abhängigkeit von Feed-Qualität, Conversion-Signalen und Struktur deutlich gestiegen.
Ähnlich wie bei SEO entscheiden auch hier Struktur, Relevanz und Vollständigkeit der Produktdaten darüber, wie sichtbar ein Produkt wird – und bei welchen Suchanfragen es erscheint.
Der Erfolg mit Google Shopping lässt sich in der Regel auf vier Hauptstrategien zurückführen:
- Der richtige Feed. Dies umfasst viele Bereiche, … einschließlich Ihrer Produktdaten, Produktbilder und des Preises sowie zusätzlicher Strukturmerkmale wie Custom Labels oder produktspezifischer Segmentierung.
- Die effektive Kampagnenstruktur. Die Überlegungen zur Strukturierung sind essentiell, denn die Struktur entscheidet nicht nur über die Auswertbarkeit, sondern darüber, ob profitable Produkte gezielt skaliert werden können, ohne ineffiziente Artikel mitzuziehen.
- Die passenden Gebote. Heute erfolgt das Bidding meist automatisiert, etwa über Ziel-ROAS oder Conversion-Wert-Maximierung. Dennoch beeinflussen Feed, Kampagnenstruktur und Segmentierung maßgeblich, wie gut Googles Algorithmen lernen können und nicht nur, wie viel Budget zur Verfügung steht.
- Überwachung und Optimierung. Google Shopping bietet eine hohe Granularität bei der Performance-Messung, bis auf SKU-Ebene. Diese Transparenz ermöglicht gezielte Optimierung und Ausschlüsse einzelner Produkte mit schwacher Performance.
Im Folgenden gehen wir auf diese vier Strategien zur Optimierung Ihres Google Shopping im Detail ein.
Optimierung Ihres Feeds
Viele Unternehmen optimieren zuerst Kampagnen und Gebote. Dabei beginnt nachhaltiger Erfolg bei Google Shopping mit einem strukturierten, hochwertigen Produktdaten-Feed.
Ihr Feed ist das Fundament all Ihrer Google Shopping Kampagnen. Wenn die Basis instabil ist – etwa durch fehlerhafte Titel, fehlende GTINs oder unpassende Kategorien – kann auch die beste Kampagnenstruktur nicht greifen.
Wenn der Feed schlecht gepflegt ist, entstehen folgende Probleme:
- Geringe Sichtbarkeit bei relevanten Suchanfragen
- Falsche Produktzuordnungen (z. B. bei Farbe, Größe, Preis)
- Ablehnung durch das Merchant Center
- Teure Klicks auf unattraktive oder unpassende Produkte
Beispiel: Wenn ein Produktname nur „Adidas Jogginganzug” lautet, fehlen wichtige Attribute wie Größe, Farbe oder Modell. Dadurch verfehlt Google relevante Suchanfragen oder zeigt das Produkt nur weit unten an, was zu höheren Klickpreisen führt. In der Praxis betrifft das nicht nur Titel, sondern auch fehlende Varianten-Logik, unklare Produkttypen oder nicht genutzte Zusatzattribute.
Je vollständiger und strukturierter Ihr Feed, desto relevanter stuft Google Ihre Produkte ein. Das führt zu mehr Sichtbarkeit bei geringeren Kosten.
Legen wir also los – wie genau optimieren Sie Ihren Google Shopping Produktdaten-Feed und welche Tools oder Strategien helfen dabei?
Spezifikationen der Google Shopping Produktdaten
Google stellt eine umfangreiche Spezifikation zur Verfügung, die beschreibt, welche Produktdaten in welchem Format notwendig sind. Bei Problemen mit dem Feed liegt der Fehler oft genau hier. In der Praxis sind diese Spezifikationen nicht nur formale Anforderungen. Sie bestimmen maßgeblich, wie gut Google Ihre Produkte einordnen, vergleichen und priorisieren kann. Für Modeartikel gelten beispielsweise andere Anforderungen (Größe, Geschlecht, Farbe, Altersgruppe) als für Elektronikartikel (GTIN, Marke, MPN).
Im Folgenden betrachten wir die zentralen Attribute eines Produktdaten-Feeds. Nicht jedes Detail ist in jeder Branche gleich wichtig, doch je besser die Daten gepflegt sind, desto leichter fällt es Google, Ihre Produkte sichtbar zu machen.
Produkt-ID (id)
Die Produkt-ID ist die eindeutige Kennung für jeden Artikel in Ihrem Shop. Sie kann der SKU oder der von Ihrer eCommerce-Plattform generierten ID entsprechen. Wichtig ist, dass jede ID im Feed eindeutig ist.
Bei mehrsprachigen Shops kann dieselbe Produkt-ID für denselben Artikel in unterschiedlichen Sprachfeeds verwendet werden.
Produkttitel (title)
Der Produkttitel ist eines der wichtigsten Attribute im Feed. Google berücksichtigt vor allem die ersten 70–80 Zeichen. Platzieren Sie daher die wichtigsten Informationen zuerst: Marke, Produkttyp, zentrale Merkmale (z. B. Farbe, Größe, Material). Vermeiden Sie irrelevante Zusätze wie „kostenloser Versand” oder „Sonderangebot”.
Strukturierte Titel helfen nicht nur beim Matching, sondern auch dabei, die Vergleichbarkeit mit Wettbewerbern zu verbessern. Ein wichtiger Faktor für Sichtbarkeit und Klickpreis.

Produktbeschreibung (description)
In der Produktbeschreibung sollten alle relevanten Details enthalten sein, die Nutzer bei der Kaufentscheidung helfen:
- Material
- Anwendungsbereiche
- Kompatibilität
- Technische Daten
- Vorteile
- Keyword-Optimierung hilft auch hier, da Google die Beschreibung für das Matching nutzt.
Diese Informationen helfen nicht nur Kunden, sondern auch Google, die Produkte korrekt zu matchen. Gerade bei Performance Max gewinnt die Beschreibung zusätzlich an Bedeutung, da sie in mehreren Netzwerken als Relevanzsignal genutzt wird.
Die Produktbeschreibung wird in den Suchergebnissen meist nicht vollständig angezeigt, ist aber für das Matching entscheidend. Nutzer sehen in der Regel nur einen kurzen Ausschnitt. Daher sollten die wichtigsten Argumente am Anfang stehen.
Google erlaubt bis zu 5.000 Zeichen pro Beschreibung. Sichtbar sind aber meist nur 150–300 Zeichen. Formulieren Sie daher die wichtigsten Verkaufsargumente direkt zu Beginn und nutzen Sie die restliche Länge für Keywords und Zusatzinformationen.
Produktkategorie (google_product_category)
Die Produktkategorie teilt Google logischerweise mit, zu welcher Kategorie Ihr Produkt gehört. Die Google-Produktkategorie ist technisch optional – in der Praxis jedoch essenziell für gute Sichtbarkeit. Verwenden Sie so spezifische Kategorien wie möglich.
Beispiel:
Allgemein: Bekleidung > Aktivbekleidung
Besser: Bekleidung > Aktivbekleidung > Fahrrad-Aktivbekleidung > Fahrradtrikots
Sie verkaufen beispielsweise ein Trikot für den Radsport. Geben Sie sich nicht mit der allgemeinen Kategorie zufrieden:
Bekleidung und Accessoires > Bekleidung > Aktivbekleidung
Seien Sie so spezifisch wie möglich:
Bekleidung und Zubehör > Bekleidung > Aktivbekleidung > Fahrrad-Aktivbekleidung > Fahrradtrikots
Eine präzise Kategorie hilft Google zudem, Ihr Produkt mit strukturierten Wettbewerbsangeboten zu vergleichen. Ein zentraler Faktor für die Ausspielung in umkämpften Märkten.
Produkttyp (product-type)
Das Attribut „Produkttyp” ist für Google nicht zwingend, aber strategisch äußerst wertvoll: Es ermöglicht Ihnen, eigene logische Gruppen zu definieren und diese später gezielt in Kampagnen zu steuern oder auszuwerten (z. B. nach Marge, Saison, Topseller, Abverkauf).
Produktbild (image_link)
Das Hauptproduktbild ist eines der wichtigsten Conversion-Signale. Verwenden Sie hochwertige, klare Fotos mit neutralem Hintergrund. Ergänzende Bilder (z. B. Detailaufnahmen, Lifestyle-Fotos) können Sie über additional_image_link einbinden.
Produktbilder beeinflussen nicht nur die Klickrate, sondern indirekt auch Ihre effektiven Klickpreise, da Google stärker auf Anzeigen mit hoher Nutzerinteraktion optimiert.
Produktbilder sind das Erste, was Benutzern ins Auge fällt, wenn Ihre Anzeige gezeigt wird, und entscheidet oft über Klick oder Nicht-Klick. Stellen Sie sicher, dass Sie diese 10 Tipps für Produktfotos, die einfach mehr verkaufen befolgen.
Produktlink (link)
Sie müssen einen direkten Link zur Produktseite (nicht zu Ihrer Shop-Homepage) angeben, und diese muss den Teil “https://” (oder “http://”) enthalten. Wenn Sie eine spezielle Seite für den mobilen Verkehr haben, können Sie diesen Link über das “mobile_link”-Attribut angeben.
Produktpreis (product_price)
Der Produktpreis, inklusive Angabe der Währung, ist ein erforderliches Attribut für alle Produkte. Die korrekte Steuer- und Währungslogik wird heute meist über das Merchant Center konfiguriert. Dennoch müssen Feed und Shop-Preise exakt übereinstimmen, um Ablehnungen oder teure Disapprovals zu vermeiden.
Außerdem müssen Sie die Mehrwertsteuer in Ihren Preis einbeziehen, außer Sie fassen die USA, Kanada oder Indien ins Auge.
Verkaufspreis (sale_price)
Das Attribut “sale-price” kommuniziert ein Sonderangebot für ein Produkt. Es ist ein optionales Attribut mit den gleichen Anforderungen wie beim Produktpreis. Sale-Preise können die Klickrate deutlich erhöhen, sollten jedoch nur eingesetzt werden, wenn sie auch wirtschaftlich tragfähig sind, da sie die Vergleichbarkeit erhöhen.
Verfügbarkeit (availability)
Die Produktverfügbarkeit ist ein erforderliches Attribut für alle Produkte. Sie können dabei wählen zwischen
- vorrätig,
- nicht vorrätig oder
- vorbestellt.
Beachten Sie dabei, dass die zur Vorbestellung verfügbaren Artikel in Google Shopping angezeigt werden können.
Zustand (condition)
Der Produktzustand ist ein erforderliches Attribut für alle Produkte. Optionen:
- neu
- gebraucht
- überholt
GTIN
Die Global Trade Item Number (GTIN) ist eine eindeutige Produktkennung, besser bekannt als Strich- oder Barcode. Je nachdem, wo Sie sich befinden oder woher Sie Ihre Produkte beziehen, verwenden Sie unterschiedliche Systeme:
- UPC: 12-stellige Nummer, die hauptsächlich in Nordamerika verwendet wird.
- EAN / UCC: 8‑, 13- oder 14-stellige Nummer, die hauptsächlich außerhalb Nordamerikas verwendet wird
- JAN: 8- oder 13-stellige Nummer, die in Japan verwendet wird
- ISBN: eindeutige Kennung für Bücher
Wenn Sie mehrere Optionen haben, beispielsweise einen UPC-Code oder eine EAN-Nummer, können Sie zwischen den beiden wählen. Wenn Sie ein Multipack oder Bundle verkaufen, verwenden Sie den GTIN eines der Produkte.
Produkte mit gültiger GTIN werden von Google in der Regel besser mit vergleichbaren Angeboten gematcht, was die Teilnahme an stark frequentierten Shopping-Auktionen erleichtert.
Manufacturer Part Number (MPN)
Die Hersteller-Teilenummer wird vom Hersteller des Produkts angegeben und ist für Produkte erforderlich, die keine gültige GTIN-Nummer haben.
Marke (brand)
Der Markenname des Unternehmens, das das Produkt geschaffen hat. Geben Sie nicht Ihren eigenen Geschäftsnamen oder den Namen Ihres Händlers an. Wenn es sich um ein selbst erstelltes Produkt handelt und Sie einen UPC- / EAN-Strichcode von einem Anbieter wie GS1 gekauft haben, fügen Sie hier Ihren Markennamen hinzu.
Identifikator besteht (identifier_exists)
Dieses Attribut gibt an, ob ein Produktidentifikator für dieses Produkt existiert. Hier erfahren Sie, wie Sie ihn verwenden können:
- Sie verkaufen Artikel weiter, die eine GTIN / MPN und eine Marke haben: identifier_exists muss auf TRUE gesetzt werden.
- Sie verkaufen alte oder benutzerdefinierte Artikel: identifier_exists muss auf FALSE gesetzt werden (Google verlangt dann keine GTIN, MPN-Nummer oder Marke für diese Produkte in Ihrem Datenfeed)
- Wenn Sie keinen Wert angeben, setzt Google diesen auf TRUE.
Versuchen Sie dabei nicht, clever zu sein und den identifier_exists auf FALSE zu setzen, nur um nicht alle Produktkennungen nachschlagen oder eingeben zu müssen. Google braucht diese Informationen, um Sie mit den passenden Suchanfragen zu verbinden.
Das Fehlen korrekter Identifikatoren reduziert nicht nur die Sichtbarkeit, sondern kann dazu führen, dass Ihre Produkte in weniger relevanten Auktionen ausgespielt werden, oft zu schlechterer Performance.
Wenn Sie keine GTIN- oder MPN-Kennungen verwenden, fragen Sie Ihre Lieferanten; diese sollten in der Lage sein, sie anzugeben.
Besondere Produktmerkmale
Neben den meisten der oben genannten erforderlichen Attribute, gibt es einige Kategorien oder Fälle für die Sie zusätzliche Informationen in Ihren Daten-Feed einfügen müssen.
Diese Attribute sind nicht nur formale Pflichtfelder. Sie entscheiden maßgeblich darüber, ob Google Varianten korrekt zusammenführt oder als getrennte Produkte behandelt.
Produktgruppen-ID (item_group_id)
Dieses Attribut ist notwendig, wenn Sie ein Produkt verkaufen, das in mehreren Variationen wie einer anderen Farbe oder Größe angeboten wird. Eine saubere item_group_id-Struktur hilft Google, Varianten als zusammengehörig zu erkennen. Das verbessert nicht nur die Nutzererfahrung, sondern verhindert auch, dass Varianten gegeneinander in der Auktion konkurrieren.
Jedes der Produkte, die dieselbe Produktgruppen-ID haben, muss ein Produktattribut aufweisen, das sich unterscheidet, beispielsweise:
- Grüne Yoga Hose 32: item_group_id: yogahose12 – Farbe: grün – Größe: 32 – Altersgruppe: Erwachsene
- Grüne Yoga Hose 34: item_group_id: yogahose12 – Farbe: grün – Größe: 34 – Altersgruppe: Erwachsene
- Braune Yoga Hose 34: item_group_id: yogahose12 – Farbe: braun- Größe: 34 – Altersgruppe: Erwachsene
- Blaues Yoga Hose 32: item_group_id: yogahose12 – Farbe: blau – Größe: 32 – Altersgruppe: Erwachsene
Im Folgenden gehen wir auf jedes der Attribute ein, die in den Variationen verwendet werden.
Farbe (color)
Das Farbattribut ist für alle Kleidungsstücke erforderlich und gibt die Farbe an. Der Wert, den Sie Google zur Verfügung stellen, muss die tatsächlich angegebene Farbe sein: grün, braun, blau, etc.
Wenn Sie mehrere Farben haben, können Sie bis zu drei Farben angeben, indem Sie einen Schrägstrich zwischen die Farben setzen. Zum Beispiel: grün/braun/blau
Konsistente Farbangaben helfen Google zudem, Varianten korrekt zusammenzuführen und reduzieren Ablehnungen bei Modefeeds.
Geschlecht (gender)
Das Geschlechtsattribut gibt das Geschlecht an, für das das Produkt bestimmt ist. Mögliche Werte sind männlich, weiblich oder unisex.
Größe (size)
Dieses Attribut gibt die Größe des Produkts an. Es werden mehrere Werte unterstützt, aber Sie müssen bei allen Varianten konsistent bleiben. In unserem obigen Beispiel haben wir als Größen für die Yoga-Hose 28, 29, 30, 31, 32, etc. verwendet
Auch die Größen S, M, L, XL sind möglich.
Wenn das Produkt zwei Größenabmessungen enthält, wie beispielsweise eine Jeans, können Sie diese durch einen Schrägstrich getrennt kombinieren: beispielsweise 32⁄34 für Taillen- und Längenangaben.
Inkonsistente Größenangaben zwischen Varianten führen häufig zu Feed-Fehlern oder fehlerhafter Variantenzuordnung. Achten Sie daher besonders auf einheitliche Formate.
Altersgruppe (age_group)
Das Attribut Altersgruppe ist für alle Kleidungsstücke erforderlich und gibt an, für welche Zielgruppe das Produkt bestimmt ist. Mögliche Werte sind:
- Neugeborenes: 0–3 Monate
- Säugling: 3–12 Monate
- Kleinkind: 1–5 Jahre
- Kinder: 5–13 Jahre
- Erwachsene: 13 Jahre und älter
Diese Werte helfen dem System, Produkte mit Suchanfragen wie “Sonnenhut Baby 7 Monate” abzugleichen.
In den meisten Fällen werden Sie wahrscheinlich “set age_group to adult” verwenden. Beachten Sie, dass sich dies von dem Attribut “adult” – Erwachsener – unterscheidet, das im nächsten Paragraphen erläutert wird.
Eine korrekte Altersgruppenzuordnung verbessert die Relevanz bei sehr spezifischen Suchanfragen und kann die Klickqualität deutlich erhöhen.
Adult
Das Attribut “adult” ist erforderlich, wenn die Produkte sexuell anregende oder entblößte Inhalte enthalten. Wenn Ihr Produkt dies nicht enthält, brauchen Sie es nicht anzugeben, es ist standardmäßig auf “nein” gesetzt. Häufig ist dies mit einem Kontrollkästchen im Backend Ihres Shops verknüpft.
Feed Diagnose
Hier ein Beispiel dazu, wie die Fehlermeldungen für Ihren Google Shopping Feed aussehen können:

Wichtig: Die Fehler, die “Disapproved” (rotes Ausrufezeichen) auslösen, müssen auf jeden Fall schnellstmöglich behoben werden, da die Ads für diese Produkte sonst nicht laufen. Die Warnungen (gelbes Ausrufezeichen) sollten Sie Stück für Stück abarbeiten, um die Qualität des Feeds zu steigern.
Und so sieht ein Feed aus, kurz nachdem fast alle Probleme vollständig behoben wurden:

Im Idealfall ist die rote Fläche komplett “wegoptimiert” und Sie arbeiten nach und nach daran, die gelbe Fläche (die hier bereits erledigt ist) abzuarbeiten. Ziel ist, die ganze Fläche auf grün zu stellen.
Regelmäßige Aktualisierung des Daten-Feeds
Um Ihre Kampagnen zu verbessern, sollten Sie es sich zur Gewohnheit machen, Ihren Feed jederzeit zu aktualisieren, wenn sich Ihre Produktpreise, die Verfügbarkeit oder die Lagerbestände ändern. In modernen Setups erfolgt die Feed-Aktualisierung idealerweise automatisiert und in kurzen Intervallen, sodass Preis‑, Lager- und Verfügbarkeitsänderungen nahezu in Echtzeit an Google übermittelt werden.
Gerade bei saisonalen Sortimenten oder stark schwankenden Lagerbeständen ist eine automatisierte Aktualisierung entscheidend. Wenn Sie beispielsweise im letzten Monat 500 Produkte verkauft haben und jetzt nur noch 350 verkaufen, müssen Sie Ihren Daten-Feed aktualisieren. Andernfalls zahlen Sie für die Vermarktung von 150 Produkten, die Sie derzeit gar nicht verkaufen. Schlimmer noch, sie erhalten eine “404”-Seite im Merchant Center und beeinträchtigen damit die Qualität Ihres Feeds.
Ja, das ist Aufwand – aber wenn Sie das meiste aus Ihrem Google Shopping Feed herausholen wollen, kommen Sie um die regelmäßige Aktualisierung Ihres Feeds nicht herum. Außer natürlich, es ändert sich nichts.
Im späteren Kapitel “Google Shopping Feed Plugins für eCommerce Platformen” gehen wir auf verschiedene Plugins ein, die solche Aktualisierungen automatisch für Sie durchführen. Eines dieser Plugins, das wir gerne weiterempfehlen, ist WooCommerce Product Feed. WooCommerce Product Feed generiert Produktdaten-Feeds, aktualisiert Produktinformationen in die Feed-Datei nach einem vorgegebenen Zeitplan automatisch und synchronisiert Ihr Produkt mit Google Shopping (und vielen anderen Shopping-Plattformen) über HTTP oder FTP.
Google Shopping Ads Richtlinien
Neben allen erforderlichen Produktattributen gibt es auch einige Meta-Anforderungen, die Sie beachten müssen. Dies sind die von Google auferlegten Shopping Ads Richtlinien. Verstöße gegen diese Richtlinien sind kein rein technisches Problem – sie können dazu führen, dass komplette Produktkategorien oder das gesamte Merchant Center Konto gesperrt werden.
Diese Richtlinien umfassen vier Bereiche:
- Unzulässige Inhalte: Inhalte, die im Google-Werbenetzwerk nicht beworben werden dürfen, wie
- Produktfälschungen
- Gefährliche Produkte oder Dienstleistungen
- Unangemessene Inhalte
- Unzulässige Praktiken: Praktiken, die bei der Werbung mit Google nicht erlaubt sind, wie
- Missbrauch des Werbenetzwerks
- Datenerfassung und ‑nutzung
- Falsche Darstellung
- Eingeschränkt zulässige Inhalte und Funktionen: Inhalte, die nur mit Einschränkungen beworben werden dürfen, wie
- Inhalte nur für Erwachsene
- Alkohol
- Urheberrechte
- Glücksspiele
- Gesundheit und Medizin
- Politische Inhalte
- Finanzdienstleistungen
- Redaktionelle und technische Anforderungen: Hierbei handelt es sich um Qualitätsstandards für Anzeigen, Websites und Apps.
Daten-Feed Management Software
Die meisten eCommerce-Plattformen ermöglichen eine Integration mit dem Google Merchant Center. Und für einige Shops ist das alles, was Sie brauchen. Doch ab einer gewissen Sortimentsgröße oder bei internationaler Expansion wird Feed-Management-Software nicht mehr nur ein Komfort-Tool, sondern ein zentraler Skalierungsfaktor.
Denn es gibt ein paar Funktionen, die den Umgang mit dem Daten-Feed wesentlich erleichtern, darunter vor allem:
- Richtiger Umgang mit Produktvariationen
- Die Fähigkeit, schnell viele Änderungen vorzunehmen
- Verwaltung mehrerer Produktdaten-Feeds
- Nutzung von benutzerdefinierten Etiketten
- Verwendung von optimierten Feeds für Facebook-Werbung, etc.
Einige davon sind Must-Haves, andere werden Ihnen Zeit sparen. Es gibt eine Vielzahl von Tools, die Ihnen dabei helfen.
Der Hauptvorteil dieser Systeme kommt zum Tragen, wenn Sie mehrere Feeds verwalten. Das können Google Shoppings Feeds für mehrere Länder oder ein Feed für Google und ein weiterer für Idealo sein.
Dies sind die Hauptanbieter von Daten-Feed Management Software:
- DataFeedWatch (bezahlte Pläne ab 64 USD/Monat)
- Channable (bezahlte Pläne ab 49 €/Monat)
- Productsup (Preise müssen direkt beim Anbieter angefragt werden)
- GoDataFeed (bezahlte Pläne ab 39 USD/Monat)
- Sales & Orders (kostenlose und bezahlte Pläne ab 49 USD/Monat)
- Feedonomics (Pläne basieren auf Anzahl SKUs)
- VersaFeed (bezahlte Pläne ab 1.495 USD/Monat) – nicht nur auf Produkt-Feed fokussiert, sondern beinhaltet komplettes Google Shopping Management
Sie sehen, die Preise zwischen den verschiedenen Tools variieren stark. Treffen Sie keine Entscheidung, die nur auf dem Preis basiert. Wenn Sie an einem dieser Tools interessiert sind, melden Sie sich für einen Test an und erkunden Sie, was die Software für Sie tun kann.
Die meisten davon bieten sogar eine kostenlose Einrichtung, mit der Sie Ihre Produktdaten-Feeds in kürzester Zeit kostenlos fertigstellen können.
Google Shopping Feed Plugins für eCommerce Platformen
Natürlich bietet jedes Shopsystem auch seine eigenen speziellen Plugins um Sie bei der Optimierung Ihrer Google Shopping Daten-Feeds zu unterstützen.
WooCommerce
Für WooCommerce gibt es eine Vielzahl von Plugins, die Ihnen bei der Vorbereitung, Sortierung und dem Hochladen Ihres Feeds helfen, darunter:
- Product Feed PRO for WooCommerce von WordPress.org (wir empfehlen die kostenlose Version)
- ELEX WooCommerce Google Product Feed Plugin (kostenlos)
- Google Product Feed von WooCommerce (wir empfehlen die bezahlte Version ab 79 €/Jahr)
- Woocommerce Product Feed Manager von WPMarketingRobot (bezahlte Pläne ab 69 €/Monat)
Und es gibt noch einige mehr. Wie bereits erwähnt, empfehlen wir für den Anfang gerne die kostenlose Version von CTX Feed – WooCommerce Product Feed Manager, und die Pro-Version für 119 USD/Jahr wenn Sie die Pro-Features benötigen.
Shopify
Auch für Shopify gibt es jede Menge Plugins zur Optimierung Ihres Google Shopping Feeds:
- Feed For Google Shopping von Simprosys InfoMedia (bezahlte Pläne ab 4,99 USD/Monat)
- Google Shopping von Shopify (Kostenlose Installation; wenn Sie eine Kampagne durchführen, werden die Ausgaben für die Anzeigen direkt Ihrem Google Ads-Konto in Rechnung gestellt. Sie legen das tägliche Kampagnenbudget fest.)
- Advanced Google Shopping Feed von AdWords Robot (7 USD/Monat nach 14-tägiger kostenloser Testphase)
- ShoppingFeeder Google Shopping von Shoppingfeeder (kostenlose und bezahlte Pläne ab 20 USD/Monat)
- Google Shopping Feed Audit von Onlinesales, inc. (kostenlos)
Hier empfehlen wir Google Shopping da es das hauseigene Shopify-Plugin für genau diese Funktionen ist.
Magento
Für Magento gibt es nicht ganz so viele Plugins wie für WooCommerce oder Shopify, aber auch hier werden Sie gut fündig, beispielsweise mit:
- Google Shopping Feed von Magmodules (bezahlter Plan 75 €/Jahr)
- Product Feed for Magento 1 von Amasty (bezahlte Pläne ab 129 USD/Jahr)
- Simple Google Shopping Data Feed Manager von Wyomind (bezahlte Pläne ab 180 €/Jahr)
- Magento 2 Product Feed von Mageplaza (bezahlte Pläne ab 179 USD/Jahr)
Zusammenfassung – Google Shopping Feed Optimierung
Sie kennen jetzt:
- die Spezifikationen der Produktdaten, was es damit auf sich hat und wie Sie diese für den größten Effekt angeben sollten;
- alles über die Erstellung effektiver Produktbilder;
- die Wichtigkeit der regelmäßigen Aktualisierung Ihres Feeds bei Änderungen;
- die Vorgaben der Google Shopping Ads Richtlinien;
- eine Liste plattform-unabhängiger Daten-Feed Management Systeme;
- verschiedene Daten-Feed Plugins für die meistgenutzten eCommerce Plattformen in Deutschland.
Damit haben Sie die Grundlage geschaffen, damit Google Ihre Produkte nicht nur anzeigen kann, sondern sie auch im Wettbewerb korrekt einordnet und effizient ausspielen will.
Wenn Sie diese Tipps befolgen, steht einem optimalen Google Shopping Produktdaten-Feed sehr viel weniger im Weg. Der erste große Faktor um das Meiste aus Ihrem Google Shopping zu holen ist umgesetzt.
Aber das war noch nicht alles – wie bereits angekündigt, lässt sich der Erfolg mit Google Shopping auf vier Hauptelemente zurückführen. Und die Optimierung Ihres Feeds war die Basis für die nächste Strategie: die Optimierung Ihrer Kampagnen und deren Aufbau.
Optimierung der Kampagnenstruktur
Die Entscheidung darüber, wie Sie Ihre Google Shopping Kampagnen am besten strukturieren, kann eine echte Herausforderung sein – insbesondere wenn Sie Tausende von Produkten in Ihrem Produktdaten-Feed haben.
Was ist das beste Vorgehen? Fügen Sie in einer Kampagne alle Produkte zu einer Anzeigengruppe zusammen? Verwenden Sie Produktgruppenaufteilungen, um Ihre Produkte aufzuteilen? Oder erstellen Sie mehrere Kampagnen und mehrere Anzeigengruppen in jeder Kampagne?
Der Schlüssel zum Erfolg von Google Shopping liegt im Aufbau und der Umsetzung guter Kampagnenstrukturen – von Anfang an.
Eine gute Kampagnenstruktur hat einen erheblichen Einfluss auf Leistung
Eine effektive Kampagnenstruktur segmentiert und priorisiert Ihre Produkte. Um Ihr ROI-Potenzial voll auszuschöpfen, kann es sinnvoll sein, Kampagnen nach Priorität zu trennen (hoch/mittel/niedrig) oder alternativ nach klaren Business-Kriterien wie Marge, Bestseller-Status oder Saison.
Nehmen wir “MöbeLux”, einen fiktiven Möbelhändler, als Beispiel. Dessen Produkte der teuren Markenlinie “DeLuxe” bringen die größte Marge ein, vor allem das populäre Sofa “Wolke”. Die unter Käufern beliebtesten Produkte stammen von der “Back to College” Markenreihe, die funktionsfähige Möbel zum kleinen Preis bietet. Hier sind die Margen je Produkt niedriger, aber der Käuferpool ist groß.
MöbeLux könnte folgende Segmentierung seiner Google Shopping Kampagnen nach Marke vornehmen:
- Hohe Prio: Produkte der Marke DeLuxe
- Mittlere Prio: Produkte der Marke Back to College
- Niedrige Prio: Alle anderen Produkte
Eine Segmentierung nach Produkten wäre auch denkbar:
- Hohe Prio: Produkte mit hoher Marge, wie das Sofa Wolke
- Mittlere Prio: Beliebte, oft-gekaufte Produkte, wie die der Reihe Back to College
- Niedrige Prio: Alle anderen Produkte
Weiter unten gehen wir genauer auf diese und weitere Segmentierungsmöglichkeiten ein.
Eine Segmentierung und Priorisierung der Kampagne haben keinen direkten Einfluss auf Ihre Suchrelevanz; sie ermöglichen es Ihnen jedoch, mehr Ressourcen für bestimmte Produkte oder Produktkategorien zu verwenden. Durch selektiv erhöhte Werbeausgaben werden Ihre meistverkauften Produkte von potentiellen Kunden häufiger gesehen. Richtig angestellt, sehen Sie daher einen deutlichen Sprung in Ihrer Gesamtrendite.
In der Praxis ist die beste Segmentierung meist die, die sich später am leichtesten auswerten und skalieren lässt, idealerweise entlang von Profitabilität und Nachfrage.
Verlassen Sie sich nicht auf die Standardkampagne “All Products”
Googles Standardkampagne mit der Produktgruppe “All Products” (alle Produkte) liefert keine optimalen Ergebnisse, da sie keine Methode zur Produktsegmentierung bietet. Bei dieser Einstellung bezahlen Sie für Werbeanzeigen für Ihren gesamten Bestand und zahlen am Ende für nutzlose Klicks.
Aus diesem Grund ist es sinnvoller, eine Google Shopping Kampagne zu segmentieren. Anstatt beispielsweise Ihr gesamtes Schuh-Angebot in eine Kampagne zu stecken, können Sie die Schuhe segmentieren – und mehr für Ihre Bestseller ausgeben. Durch die Segmentierung von Produkten können Sie beispielsweise mehr in die bei Kunden beliebten Pumps mit hoher Marge investieren und weniger in Hausschuhe mit niedrigerer Marge.
Segmentierung unter Verwendung der Standard-Produkt-Feed-Attribute
Im Kapitel “Optimierung des Produktdaten-Feeds” sind wir auf die unterschiedlichen Feed-Attribute eingegangen. Sie können Ihre Kampagnen auch sinnvoll nach einigen dieser Attributen segmentieren und Ressourcen entsprechend Ihrer Strategie zuweisen.
Segmentierung nach Produktkategorien
Eines der breiteren Segmente in Google Shopping ist die Produktkategorie. Für Geschäfte, die keine Markenprodukte verkaufen oder sich nicht auf die Granularitätsebene konzentrieren möchten, ist dies eine effektive Segmentierungsmethode. Denn damit können Sie jede Kategorie nachverfolgen, sowie Ihre Angebote und die Gesamtausgaben für jede Produktkategorie anpassen.
Nehmen wir ein Online-Bodycare-Geschäft als Beispiel. Das könnte eine Reihe unterschiedlicher Produktkategorien anbieten, wie Bodylotion, Parfüm und Sonnencreme. Wenn Sie für die hochpreisigen Parfüms in Ihren Shopping Kampagnen mehr Budget investieren als in die günstigeren Bodylotions, verdienen Sie mit jedem Verkauf eine größere Marge.
Bei der Anwendung dieser Methode kann es notwendig sein, bestimmte Artikel bei der Erstellung Ihrer Produktgruppen auszuschließen. Wenn Ihre Produktgruppe “Sonnencreme” für Kleinkinder ist, möchten Sie nicht, dass Ihre Sonnencreme für Erwachsene gezeigt wird.
Diese Methode eignet sich besonders für den Einstieg. Für Skalierung sind jedoch zusätzliche Kriterien wie Marge oder Bestseller-Status meist treffsicherer.
Segmentierung nach Produktmarken
Viele eCommerce-Händler beginnen mit der Segmentierung, indem sie Produkte in ihre Marken unterteilen. Dies ist eine einfache, aber sehr effektive Methode der Segmentierung. Eine Bodylotion von Lush zieht beispielsweise andere Käufer an als eine von Balea.
Der Grund für die Beliebtheit dieser Segmentierungsmethode liegt darin, dass Sie einen höheren Grad an Granularität erreichen, insbesondere wenn Ihre Marken unterschiedliche Margen aufweisen oder unterschiedlich stark nachgefragt werden.
Durch die Verwendung dieser Segmentierungsstrategie können Sie die Konversionsrate nach Marke verfolgen und dadurch Ihre Strategie weiter verfeinern. Wenn eine Marke konstant gute Leistung erbringt, ist dies eine einfache Methode, um alle Produkte in dieser Markenkategorie zu priorisieren.
Segmentierung nach Produkt-ID
Wenn Sie Ihre Kampagne anhand der Produkt-ID segmentieren, können Sie Ihre Kampagnen auf einzelne, spezifische Produkte ausrichten. Sogar spezifische Differenzierungsmerkmale wie die Farbe können in die Strategie einbezogen werden. Viele Werbetreibende tun dies für umsatzstarke Einzelprodukte.
Vorsicht ist allerdings geboten. Wenn Sie dies für zu viele Produkte tun, kann es einen Berg an Daten erzeugen, die Sie nicht verfolgen können. Wenn Ihr Onlineshop Tausende von Artikeln verkauft, ist es praktisch unmöglich, jedes Produkt auf diese Weise aufzuschlüsseln. Diese Methode ist auch sehr schwierig auszuführen, wenn sich Ihr Bestand regelmäßig verändert.
Die Segmentierung nach Produkt-ID funktioniert daher am besten, wenn sie für eine begrenzte Anzahl von Produkten verwendet wird, die konsistent verfügbar sind – Ihre Bestseller, zum Beispiel.
Segmentierung kombinieren
Sie können die oben genannten Segmentierungen auch kombinieren, beispielsweise nach Marke + Produktkategorie:
- Lush
- Sonnencreme
- Parfüm
- Balea
- Sonnencreme
- Parfüm
Oder umgekehrt, nach Kategorie + Marke:
- Sonnencreme
- Balea
- Lush
- Parfüm
- Balea
- Lush
Unsere Empfehlung: Segmentieren Sie so, dass der Anteil der Marge am Umsatz innerhalb einer Gruppe ähnlich ist – das vereinfacht die Verwaltung.
Grundlegende Strukturen von Google-Shopping-Kampagnen
Lassen Sie uns einige Strategieoptionen für Kampagnen konstruieren. Wir stellen Ihnen vier häufig genutzte „Einsteiger”-Strukturen vor, die als Grundlage dienen können.
Hinweis: Diese Strukturen beziehen sich primär auf klassische Shopping-Kampagnen. In Performance-Max-Setups werden ähnliche Prinzipien über Segmentierung, Asset-Gruppen und Feed-Logik abgebildet.
- Eine Kampagne mit einer Anzeigengruppe: Die Vorteile dieser ersten Strategie sind die einfache Einrichtung und Überwachung beim Verkauf eines einzelnen Produkttyps. Dieser Ansatz ist auf lange Sicht jedoch sehr einschränkend, da Sie aus Tausenden von Produkten, die alle in einer Gruppe zusammengefasst sind, schlecht abschneidende Produkte identifizieren und dann ausschließen müssen. Außerdem ist es schwierig zu erkennen, welche Suchanfragen den größten Umsatz bringen.
- Eine Kampagne mit zahlreichen Anzeigengruppen: Diese Struktur bietet den Vorteil der einfacheren Leistungsverfolgung je Produkttyp, sowie die Möglichkeit, negative Schlüsselwörter für eine bessere Zielgruppenansprache zu verwenden. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass alle Anzeigengruppen aus demselben Kampagnen-Budget-Pool geteilt werden müssen.
- Mehrere Kampagnen mit mehreren Anzeigengruppen: Bei dieser Struktur verfügt jeder Produkttyp oder ‑gruppe über ein eigenes Budget; die Leistungsverfolgung kann auf der Grundlage dieser Aufteilungen segmentiert werden. Nachteilig ist, dass der Aufwand für die Einrichtung, Überwachung und Optimierung von Geschäften mit vielen Produkttypen wesentlich höher ist.
- Drei Kampagnen, drei Prioritäten: Diese Kampagnen sind einfach zu erstellen und einzurichten, und geben Ihnen viel mehr Kontrolle über Ihre Angebote und die Leistung. Wenn Sie mehrere Kampagnen verwalten und gleichzeitig mehrere Anzeigengruppen für mehrere Produkte erstellen müssen, ist es allerdings schwieriger, zu sehen wo schlechte Leistung Ihr Budget schmälert.
Google Shopping Kampagnenstrukturen für Fortgeschrittene
Als Nächstes sehen wir uns Beispiele von Kampagnenstruktur der Experten an, um Ihre Kampagnen zu granulieren und Sie vom Google Shopping Neuling aufs Expertenlevel zu heben.
Experten-Strategie 1: Drei Kampagnen, drei Gruppen – mit “Query Sculpting”
Um den für Google Shopping typischen Mangel an Keyword-Kontrolle zu beheben, ist diese Kampagnenstrategie eine Möglichkeit für Sie, Kampagnen nach Priorität aufzuteilen und dann Suchanfragemuster zu verwenden, um Kampagnen zu fördern.
In stark automatisierten Setups (z. B. Performance Max) ist diese Form der Steuerung nur eingeschränkt möglich. Dort übernimmt die Strukturierung des Feeds und der Kampagnenlogik einen größeren Teil der Kontrolle.
Sie können die Wirkung Ihrer Anzeigen nicht durch Keywords auslösen, da die Artikel der Suchanfrage von Google zugeordnet werden. Aber: Sie können negative Keywords und Prioritäten verwenden. Nutzen Sie negative Keywords auf Kampagnenebene, um sicherzustellen, dass die Anzeigen relevant sind und aus der richtigen Kampagne gezogen werden. Dieses Verwenden von negativen Schlüsselwörtern wird oft als “Query Sculpting” bezeichnet.
Durch das Hinzufügen von negativen Schlüsselwörtern zu bestimmten Kampagnen, können Sie einstellen, wem Ihre Anzeigen nicht angezeigt werden und haben somit mehr Kontrolle darüber, wo sie angezeigt werden. Sie können allerdings nicht einfach ein negatives Schlüsselwort hinzufügen; stattdessen müssen Sie mit Ihren Suchbegriffsberichten arbeiten und eine Auswahl zu Ihren negativen Schlüsselwortlisten hinzufügen. Das bedeutet, Sie pflegen eine Liste für jede einzelne Kampagne. Das ist aufwändig, funktioniert aber dann gut, wenn Sie ein stabiles Sortiment und klare Suchmuster haben.
Beispielsweise würden Sie, wenn Sie sich auf Ihre Produkte von nur einer Marke konzentrieren wollen, alle anderen Marken in die negative Schlüsselwortliste mit aufnehmen.
Ein hilfreicher Ansatz von Google Shopping Experte Martin Röttgerding, setzt drei Kampagnen zur Strukturierung des Kontos ein:
- Produkt-Kampagne
- Marken-Kampagne
- Andere Kampagne
Jede der Kampagnen bekommt eine Priorität zugewiesen (niedrig, mittel, hoch) und die mittel- und hoch-priorisierten Kampagnen bekommen produktspezifische negative Schlüsselwörter zugeordnet. Um sicherzustellen, dass die richtige Anzeige aus der Markenkampagne angezeigt wird, fügen Sie negative Schlüsselwörter mit Markennamen in der Kampagne mit der höchsten Priorität hinzu.

Erfahren Sie alles über Query Sculpting in diesem Webinar mit Experten Martin Röttgerding and Christopher Rogl.
Experten-Strategie 2: Der Margen-Ansatz
Die nächste Art von Kampagnenstrategie ist die Aufteilung Ihrer Kampagnen auf der Grundlage der Gewinnspannen Ihrer Produkte. Dieser Ansatz ist besonders sinnvoll, wenn Ihr Sortiment große Unterschiede in Marge und Profitabilität aufweist, was in den meisten Shops der Fall ist.
Jede Kampagne umfasst hierbei nur eine Produktgruppe. Nehmen wir an, Sie stellen Bodycare-Produkte her und verkaufen diese. Sie können Ihre Kampagnen in drei Gruppen aufteilen:
- Ohne Marke
- Marke
- Marke + Modellnummer
Dabei können Produkte nicht nur nach Suchanfrage-Spezifität, sondern auch nach tatsächlicher Profitabilität gruppiert werden, wie etwa in Kampagnen für hohe, mittlere und niedrige Marge. Sie könnten diesen Ansatz für jede der Kategorien, die Sie verkaufen, wiederholen:
Kampagnengruppe 1
- Kampagne 1: Bodylotion – Allgemein
- Kampagne 2: Bodylotion – Marke/Typ
- Kampagne 3: Bodylotion – Marke/Typ/SKU
Kampagnengruppe 2
- Kampagne 1: Shampoo – Allgemein
- Kampagne 2: Shampoo – Marke/Typ
- Kampagne 3: Shampoo – Marke/Typ/SKU
Die Eingrenzung Ihrer Kampagnen auf bestimmte Produktkategorien mit den höchsten Margen bedeutet mehr Kontrolle über Ihre Angebote, mehr Kaufabsicht von Seiten der Suchenden und damit höhere Konversionsmöglichkeiten.
Der Nachteil ist, dass Onlinehändler, die eine große Vielfalt an Produkten haben, ein Kampagnenset pro Produktkategorie erstellen müssen. Das bedeutet viel Aufwand und schränkt außerdem Ihre Möglichkeit ein, Kampagnen auf einer bestimmten Produkt-/SKU-Ebene durch Query Sculpting einzugrenzen. Genau hier helfen Custom Labels und automatisierte Feed-Tools, um Margengruppen effizient statt manuell abzubilden.
Experten-Strategie 3: Segmentierung nach Geräten
Der Erfolg von Google Ads-Kampagnen kann auf verschiedenen Geräten sehr unterschiedlich ausfallen und die Entscheidung, Kampagnen nach Desktop, Tablet und Smartphones zu trennen, war lange ein heiß umstrittenes Thema unter PPC-Profis. Mit modernen Gebotsstrategien hat die Bedeutung manueller Geräteaufteilung jedoch abgenommen. Da sie sich auf Metriken wie den durchschnittlichen Bestellwert und die Konversionsrate auswirkt, ist dies ein Bereich, in dem große Gewinne – aber auch Verluste – erzielt werden können. Eine ausführliche Diskussion der Pro- und Contra-Punkte lesen Sie hier.
Die letztendliche Frage, ob Segmentierung nach Geräten Sinn macht oder nicht, kommt leider auf jeden Shop einzeln an. Daher lautet die Devise wie so oft: Testen, testen, testen.
Wenn Sie die Segmentierung nach Geräten testen wollen, fangen Sie am Besten mit Ihren leistungsfähigsten Google Ads Kampagnen an zu experimentieren. Der Grund dafür ist, dass
- selbst eine kleine prozentuale Änderung der Gerätekonversionen Ihrer Bestseller eine erhebliche Umsatzsteigerung oder ‑verringerung bedeuten, und
- Sie dadurch schnell feststellen können ob Sie am richtigen Hebel ziehen oder nicht.
Seien Sie konsistent mit Ihren Tests und lassen Sie sich mindestens sechs Wochen Zeit, um verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen.
Denken Sie dabei daran, dass Geräte-Targeting eine ganzheitliche Herangehensweise erfordert. Wenn Sie Ihre Kampagnen einfach aufteilen ohne Faktoren wie Ihre Landing Page-Experience und die Ladezeit je Gerät zu untersuchen, ist ein Scheitern vorprogrammiert. Sie werden keine optimalen Ergebnisse erzielen, wenn die Endbenutzer schlechte Erfahrungen damit machen. Testen Sie daher die Ladezeiten Ihrer Website über alle Geräte hinweg und bieten Sie immer einen optimalen Kaufvorgang an.
Letztendlich sind die Anzeigen auf einen Zweck ausgerichtet: Besucher auf die Website zu bringen und Konversionen zu erzielen. Stellen Sie sicher, dass Sie sich bei dieser letzten und entscheidenden Hürde nicht selbst blockieren.
Eine Segmentierung nach Geräten funktioniert vielleicht nicht für jede Kampagne oder in jedem Sektor. In Performance-Max-Kampagnen erfolgt die Geräteoptimierung heute weitgehend automatisiert. Der größere Hebel liegt daher meist in Feed-Qualität, Conversion-Tracking und Kampagnenstruktur statt in manuellen Device-Splits. Aber meistens lohnt es sich zumindest, es für den eigenen Shop auszuprobieren und herauszufinden. Denn eines ist gewiss: Leute nutzen ihre Smartphones heutzutage mehr als ihre Zahnbürste – und oft mehr als ihren Desktop-PC. Das Experimentieren mit der Segmentierung nach Geräten ist daher sinnvoll und kann bei gezielter Optimierung zu wesentlichen Umsatzsteigerungen führen.
Lesen Sie hier, wie Sie Kampagnenstrukturen nach Geräten aufstellen.
Experten-Strategie 4: Eins, zwei, drei, Check, Testing, Testing…
Google Shopping Experte Stefan Jovanovic von der Maven Media Group spricht uns aus der Seele:
“Es gibt keine goldene Regel, wenn es um diese Strukturen geht, da alles davon abhängt, was das Ziel ist, was das Geschäft verkauft, wie viele Kategorien es gibt, wie viele Produkte oder Marken das Geschäft verkauft, und und und. Sie alle zu testen ist der beste Ansatz, bis Sie die Struktur gefunden haben, die im Hinblick auf die Rendite der Investition und das Gesamtziel am besten funktioniert.”
Mit anderen Worten: Ohne ständige Analyse und Optimierung, finden Sie nie heraus, welche Kampagnenstrukturen für Ihren Shop und Ihre Produkte am besten funktionieren und den meisten Umsatz einfahren. Dabei verlagert sich die Optimierung heute zunehmend von manuellen Geboten hin zu strukturellen Entscheidungen: Welche Produkte, welche Gruppen, welche Signale und welche Budgets. Ja, das bedeutet viel Aufwand – aber wenn Sie es durchziehen, eben auch ein viel Gewinn.
Expertentipp von Stefan Jovanovic: Nutzen Sie den Google Ads Editor, mit dem Sie erst mit verschiedenen Strukturen experimentieren können um dann alles auf Google Ads hochzuladen – ein deutlich schnellerer Prozess als alles direkt in Google Ads anzupassen. Für größere Setups können ergänzend Tools wie Google Ads Scripts oder externe Feed-Management-Systeme helfen, Änderungen noch schneller umzusetzen.
Optimierung der Gebotsstrategien
Wenn Ihr Google-Shopping-Feed optimiert ist und Ihre Kampagnenstruktur steht, können Sie sich zurücklehnen, genießen und entspannen.
Oder auch nicht.
Jetzt ist der Punkt, an dem die Dinge so richtig interessant werden. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Denn Werbebudgets und Bietstrategien spielen eine ebenso wichtige Rolle für den Erfolg Ihrer Google Shopping Kampagne wie Daten-Feed und Kampagnenstrukturen. Wenn Sie nicht von Anfang an eine durchdachte Bietstrategie einführen, verschwenden Sie Geld für Ihre Google Shopping-Anzeigen.
Heute erfolgt ein Großteil dieser Optimierung automatisiert über Smart Bidding und Performance Max. Dennoch bleibt die richtige Strategieauswahl entscheidend.
Es ist ein kniffliger Balanceakt; wenn Sie zu hoch bieten, riskieren Sie, dass das Geld unnötigerweise den Bach runtergeht. Wenn Ihre Gebote hingegen konstant niedrig sind, werden Sie keinen qualitativ hochwertigen Traffic erhalten. Die Lösung liegt in einem einfachen Konzept, das von den meisten Menschen übersehen wird:
Einige Produkte bieten mehr Wert für Ihr Geschäft. Es macht keinen Sinn, dasselbe Gebot für einen Bestseller wie für einen Ladenhüter einzusetzen.
Das Problem: Googles Bietverfahren ist undurchsichtig. Auch kampferprobte Google Shopping Veteranen sind oft unsicher, wie Sie ihre Höchstgebote festlegen sollen. Sie müssen sich jedoch nicht auf Vermutungen und Bauchgefühl verlassen.
Bietstrategie 1: Klicks maximieren
Klicks zu maximieren ist eine automatische Bietstrategie, die auf Ihrem maximalen Tagesbudget basiert. Google Ads versucht dabei, anhand Ihres Tagesbudgets möglichst viele Klicks zu erzielen.
Diese Bietstrategie macht vor allem am Anfang Ihrer Google Shopping Aktivitäten Sinn, da Sie daraus Daten erhalten, anhand derer Sie lernen und optimieren können. Für moderne Shopping-Setups sollte diese Strategie allerdings nur kurzfristig und ausschließlich zum Datensammeln genutzt werden. Dauerhaft empfiehlt sich ein Wechsel auf conversion- oder ROAS-basierte Strategien.
Bietstrategie 2: Erweiterter Cost-per-Click (ECPC)
Mit Smart Bidding hat Google das Recht, Ihren Gebotsbetrag zu erhöhen oder zu verringern, abhängig von der Wahrscheinlichkeit, was den Verkauf vorantreibt. Ziel ist, dass die Gebote dabei den Mittelwert Ihrer CPC-Einstellungen bilden.
Wenn eine Suche zu stark umkämpft ist und die CPCs unverschämt hoch sind, kann Google Ihr Gebot aufgrund der geringen Chance auf Konversion automatisch auf niedrigere Kosten senken. Andersherum erkennt Google auch die Chance auf ein Schnäppchen durch eine Erhöhung der Gebote.
ECPC spielte früher eine große Rolle, hat jedoch mit dem Aufkommen moderner Smart-Bidding-Strategien an Bedeutung verloren und wird im Shopping-Bereich heute nur noch selten eingesetzt.
Bietstrategie 3: Konversionen maximieren
Die Maximierung von Konversionen ist eine der einfachsten Bietstrategien, die Google Ads anbietet. Unter Verwendung des maximalen Tagesbudgets, das Sie festlegen, führt Google automatisch Ihre Gebote für Sie aus, um Ihnen die meisten Konversionen für Ihr Geld zu verschaffen.
Wenn Ihr Tagesbudget beispielsweise 50 Euro beträgt, gibt Google es sinnvoll aus, um die meisten Konversionen zu erzielen. Wenn eine einzelne Konvertierung beispielsweise 50 Euro kostet, wird Google nicht für Sie bieten.
Als grober Richtwert gelten weiterhin etwa 30–50 Conversions pro Monat, damit der Algorithmus stabil lernen kann.
Vergewissern Sie sich außerdem, dass Sie Ihr Tagesbudget auf ein vernünftiges Niveau festgelegt haben, das Sie bereit sind, auszugeben. Überprüfen Sie am Ende einer Kampagne Ihre Kapitalrendite, um zu sehen, ob die Maximierung der Konversionen zu gewinnbringenden Verkäufen führt.
Bei dieser Strategie müssen Sie außer Ihrem Tagesbudget bei der Einrichtung keine Details eingeben.
Diese Strategie eignet sich vor allem, wenn Sie noch kein klares ROAS-Ziel definieren können oder viele Neukunden gewinnen möchten. Für Shops mit klaren Margenvorgaben ist „Ziel-ROAS” meist die bessere Wahl.
Bietstrategie 4: Zielrendite für Werbeausgaben (ROAS)
Target Return on Ad Spend (ROAS) ist eine Bietstrategie, die gern Verwirrung stiftet weil sie etwas Mathematik erfordert. Für die meisten Onlineshops ist Ziel-ROAS heute die zentrale Bietstrategie im Google Shopping, da sie Gebote direkt an der Wirtschaftlichkeit ausrichtet. Ja, Mathe – aber keine Sorge, so kompliziert ist es nicht.
Der Target-ROAS ist die Bietstrategie, bei der Google Ads Ihre Gebote automatisch so festlegt, dass die Konversionsrate – auf Grundlage der gewünschten Rendite aus Ihren Anzeigenausgaben – maximiert wird. Diese Zahl ist prozentbasiert.
Um Ihren Zielumsatz zu berechnen, müssen Sie Ihre Einkaufskosten kennen – und damit Ihre Bruttomargen (Deckungsbeitrag 1). Das bedeutet, unterschiedliche Produkte haben unterschiedlich hohe Bruttomargen relativ zum Umsatz.
Bietstrategie 5: Zielkosten pro Akquisition (Target-CPA)
Diese automatisierte Bietstrategie verwenden Sie, wenn Sie Ihre Konversionen zu einem definierten Kosten-pro-Akquisition-Ziel optimieren möchten. Wenn die Steigerung der Konversionen Ihr Hauptziel für die Kampagne ist, konzentriert sich die Auswahl der Target-CPA Gebote auf den Versuch, Benutzer zu einem bestimmten Anschaffungspreis zu konvertieren.
Machen Sie sich mit Google Ads erst gut vertraut, bevor Sie mit manuellen Bietstrategien loslegen – jetzt befinden Sie sich in der ersten Liga.
Bei dieser Methode legt Google Ads Ihre Gebote für jede Kampagne auf der Grundlage Ihrer CPA (Kosten pro Anschaffung) fest. Während einige Konversionen mehr kosten, können andere weniger kosten, um sie auszugleichen und an Ihre Akquisitionskosten anzupassen. Die Strategie berücksichtigt dabei zahlreiche Signale in Echtzeit, wie etwa Gerät, Standort, Tageszeit oder Nutzerverhalten.
Das Bieten auf den CPA kann kompliziert sein, wenn Sie nicht wissen, wie hoch Ihre Akquisitionskosten sind.
Ihr CPA ist der Betrag, den Sie sich leisten können, um einen Kunden zu akquirieren.
Wenn Sie zum Beispiel ein Produkt für 50 Euro verkaufen, möchten Sie Ihr Target-CPA nicht auf 50 Euro festlegen. Das wäre ein Minusgeschäft, da die Einkaufskosten, Kosten für Handling und Versand, sowie Gemeinkosten noch nicht darin berücksichtigt sind.
Die grundlegendste Methode zur Berechnung der Ziel-CPA lautet:
Durchschnittlicher Bestellwert – (Produktkosten + Gewünschter Gewinn) = Target-CPA
Mit dieser Rechnung erfahren Sie, wie viel Geld Sie in die Werbung für jeden Verkauf ausgeben können, während Sie auf dem gewünschten Gewinnniveau bleiben. Für diese Bietstrategie wählen Sie unter “Bidding” in Google Ads “Target-CPA” aus und geben Ihren Wert ein, um loszulegen.
Bietstrategie 6: Manuelle CPC-Gebote
Manuelle CPC-Gebote spielten früher eine große Rolle im Google Shopping. Heute werden sie in den meisten professionellen Setups durch automatisierte Strategien wie Ziel-ROAS oder Conversion-Wert-Maximierung ersetzt. Denn manuelles CPC Bieten gibt Ihnen einerseits mehr Kontrolle über Ihre Bietstrategie. Andererseits bedeutet es jedoch, dass Sie mehr Zeit für die Überwachung der Kosten und die Anpassung der Strategie auf eigene Faust aufwenden müssen. Moderne Skalierung entsteht weniger durch manuelle Gebotsarbeit und mehr durch intelligente Segmentierung und Produktpriorisierung.
Beim manuellen CPC legen Sie selbstständig Gebote für verschiedene Anzeigengruppen oder Platzierungen fest. Wenn bestimmte Kampagnen profitabler sind als andere, können Sie die Budgets schnell anpassen, um Geld hinzuzufügen oder aus anderen Kampagnen zu entfernen.
Sie können auch die manuelle CPC-Ausschreibung mit der ECPC-Ausschreibung kombinieren. Auf diese Weise können Sie die Budgets manuell kontrollieren, aber Google kann die Gebote auf der Grundlage der Konversionswahrscheinlichkeit anpassen.
Target Impression Share ist eine intelligente Bietstrategie, die sich auf die Markenbekanntheit konzentriert und Ihnen dabei hilft, so viele Menschen wie möglich zu erreichen.
Wenn Sie beispielsweise die Impressionen für bestimmte Suchbegriffe, wie “Designer Sofa”, dominieren möchten, können Sie sicherstellen, dass Ihre Anzeigen zu 100 Prozent auf den SERPs erscheinen, indem Sie “100 Prozent” als Target Impression Share auswählen.
Target Impression Share ist großartig, wenn Sie Markenbewusstsein aufbauen wollen – doch Vorsicht: Die Kosten können sich schnell summieren, wenn Sie 100 Prozent auf Ihre Ziele setzen. Das bedeutet nämlich, dass Sie immer darauf bieten, Ihre Anzeigen zu zeigen.
Achten Sie daher darauf, eine Höchstgrenze festzulegen und Ihr Tagesbudget für diese Art von Geboten zu begrenzen.
Wichtig: Diese Strategie wird vor allem in klassischen Suchkampagnen eingesetzt. Für Google Shopping ist sie in der Praxis nur selten sinnvoll, da dort Conversion- und ROAS-Ziele deutlich wichtiger sind als reine Sichtbarkeit.
So wählen Sie die Ziele Ihrer Google-Anzeigenkampagne
Jetzt, da Sie die Besonderheiten der einzelnen Bietstrategien von Google Ads kennen, fragen Sie sich bestimmt: Welche Gebotsoption ist die beste für mich?
Das hängt von Ihren Kampagnenzielen ab.
Lassen Sie uns ein paar gemeinsame Ziele für Google-Anzeigen und die jeweiligen Top Bietstrategien aufschlüsseln, die Sie anwenden können.
Ziel: Konversionen
Wenn Ihr Ziel einer Google Ads-Kampagne die Steigerung Ihrer Konversionen ist, sollten Sie die folgenden, oben beschriebenen Bietstrategien in Betracht ziehen:
- Konversionen maximieren
- Target-CPA
- Target-ROAS
- Target Outranking Share
Für Google Shopping sind insbesondere Target-ROAS und Conversion-Wert maximieren die entscheidenden Strategien.
Ziel: Website Traffic
Wenn Sie sich darauf konzentrieren möchten, mehr Traffic auf Ihre Website zu lenken, stehen Ihnen hier die folgenden passenden Bietstrategien zur Verfügung.
- Klicks maximieren
- Target Search Page Location
- Manuelle CPC-Gebote
Diese Strategien eignen sich vor allem für Suchkampagnen. Im Google Shopping sollten Traffic-Ziele nur kurzfristig zum Datensammeln eingesetzt werden.
Ziel: Markenbekanntheit
Während die Markenbekanntheit allein ein eher seltenes Ziel beim Betreiben von Google Ads ist, gibt es einige großartige Bietstrategien, die für eine maximale Markenbildung genutzt werden können.
- Target Impression Share Bidding
- Target Search Page Location
- Target Outranking Share
Im Google Shopping steht Markenbekanntheit selten im Vordergrund. Diese Ziele sind eher für Display‑, YouTube- oder klassische Suchkampagnen relevant.
Best Practices für effektive Optimierung der Bietstrategien
Um sicherzustellen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind, folgen Sie diesen Best Practices:
- Achten Sie immer darauf, eine Bietstrategie auf der Grundlage Ihrer Kampagnenziele anstatt einfach die Standardoption zu wählen.
- Wenn es hart auf hart kommt, testen Sie einige Wochen lang verschiedene Bietstrategien und beobachten Sie, wie sich die Leistung ändert.
- Messen Sie Ihre wichtigsten Leistungsindikatoren wie Konversionsrate, Kosten pro Konversion und mehr.
- Bleiben Sie bei der Strategie mit den besseren Ergebnissen.
Testen Sie nicht nur Gebotsstrategien, sondern auch Produktsegmente, denn die beste Gebotsstrategie kann schlechte Produktstrukturen nicht ausgleichen.
Womit wir auch schon zum nächsten – und letzten – Punkt zur Optimierung Ihrer Google Shopping Anstrengungen kommen.
Überwachen und optimieren Ihrer Google Shopping Kampagnen
Wenn Sie sich jetzt denken, “hui, fertig, meine Google Shopping Kampagnen sind auf Expertenlevel optimiert und laufen jetzt”, dann müssen wir Sie nochmal enttäuschen. Denn nachdem Sie Ihre Shopping Kampagnen mit all den vorangegangenen Tipps und Maßnahmen gestartet haben, fängt Ihre Reise mit Google Shopping erst so richtig an.
Sie wissen bestimmt schon, worauf wir hier hinaus wollen? Um den optimalen Erfolg – also den größtmöglichen Umsatz – mit Ihren Google Shopping Kampagnen einzufahren, müssen Sie laufend überprüfen, wie sie sich verhalten. Das Prinzip “set it and forget it” reicht leider nicht, um langfristig das meiste aus Ihren Google Shopping Ads herauszuholen.
Sie können die Leistung Ihrer Kampagne an einigen wenigen Schlüsselpositionen in Google Ads überwachen:
- Seite Produktgruppen
- Seite Produkte
- Auction insights report
- Bid simulators (im Smart-Bidding-Zeitalter weniger relevant)
Zur Erinnerung: Shopping Ads werden auf der Grundlage Ihrer Produktdaten generiert, die Sie in Ihrem Merchant Center-Konto eingerichtet haben. Sie können zwar Produktgruppen innerhalb Ihrer Kampagnen definieren, aber die Leistung Ihrer Ads ist eng mit den Daten verknüpft, die Sie im Merchant Centre bereitgestellt haben. Stellen Sie also sicher, dass Ihre Produktdaten, wie unter Punkt 1 ausführlich beschrieben, korrekt und aktuell sind.
Je länger Sie Ihre Google Shopping Kampagnen laufen lassen, desto mehr verwertbare Daten bieten die Berichte (Reporting), die von der Leistung eines Kontos, einer Kampagne oder einer Anzeigengruppe alles messen können. Die Berichte liefern Metriken wie “Gesamte Anzahl Klicks”, “Klickrate (CTR)” und “Gesamtkonversionen (Käufe)”, um nur einige zu nennen. Die Analyse der Informationen hilft Ihnen bei der Anpassung und Verbesserung Ihrer Kampagnen, um Ihre Ziele zu erreichen.
Heute werden diese Daten meist über Google Ads, Google Analytics 4, Merchant Center und Looker Studio ausgewertet. Für größere Accounts steht zusätzlich die Google Ads API zur Verfügung.
Erfahren Sie hier mit einem Klick mehr.
Wie viel kosten Google Ads?
Leider heißt es auch hier wieder einmal: es kommt darauf an. Kosten für Google Ads hängen von unterschiedlichen Variablen ab, nämlich Branche, Kundenlebenszyklus und aktuellen Trends (beispielsweise aufgrund von COVID-19 oder saisonalen Faktoren).
Eines der größten Trugschlüsse über Google Ads ist, dass Marketer mit dem größten Budget auch den größten Einfluss haben. Im Google Shopping ist Struktur fast immer wichtiger als Budget. Klar, ein großes Anzeigenbudget schadet nie, aber gegen einen schlecht bestückten Data Feed, unklare Kampagnenstrukturen oder fehlendes Conversion-Tracking kann auch viel Geld nicht viel ausrichten.
Anders als bei klassischen Suchanzeigen basiert Google Shopping nicht auf Keywords und Quality Scores. Die Kosten pro Klick werden stattdessen vor allem durch folgende Faktoren bestimmt:
- Die Qualität und Vollständigkeit Ihres Produktdaten-Feeds
- Die Relevanz des Produkts zur Suchanfrage
- Historische Performance- und Conversion-Daten
- Wettbewerb um ähnliche Produkte
- Ihre gewählte Gebotsstrategie
Das bedeutet: Ein höheres Budget allein sorgt nicht für bessere Ergebnisse. Entscheidend ist, wie gut Google Ihre Produkte verstehen, einordnen und profitabel ausspielen kann. Wer seine profitabelsten Produkte sauber strukturiert und priorisiert, erzielt oft deutlich bessere Ergebnisse. Selbst mit kleinerem Budget.
Google Shopping Ads
Wenn Sie in der Google Suchmaschine einen Begriff eingeben, beispielsweise „Kopfhörer” oder „Drucker”, erscheinen heutzutage an oberster Stelle nicht mehr nur Links zu relevanten Websites über die gesuchten Begriffe.
Meist tauchen stattdessen in der ersten Zeile oder gut sichtbar auf der rechten Seite Werbeanzeigen mit Bild, kurzem Titeltext und Preis auf.
So wie hier:

Oder hier:

Das sind Shopping Ads, die von Online-Shops gekauft und per cost-per-click bezahlt werden.
Google Merchant Center versus Google Shopping Ads
Google Merchant Center und Google Shopping Ads sind die zwei Plattformen, die Google Shopping Kampagnen ermöglichen.
Im Google Merchant Center liegt Ihr Data Feed, also Ihre Dateneinspeisung, sowie Ihre Daten zu Versand und Umsatzsteuer. Diese Daten werden für Google Shopping formatiert.
In Google Ads (ehemals Google AdWords) erstellen Sie Ihre Google Shopping Kampagne. Hier steuern Sie Ihre Angebote, Budgets und Zielgruppen.
Keine Keywords in Google Shopping Ads
Anders als klassische Suchanzeigen basieren Google Shopping Anzeigen nicht auf selbst gewählten Keywords. Google entscheidet anhand Ihres Produktdaten Feeds, für welche Suchanfragen ein Produkt relevant ist.
Das bedeutet: Die Steuerung erfolgt primär über Feed-Qualität, Kampagnenstruktur und Gebotsstrategie – nicht über Keyword-Listen. Negative Keywords können weiterhin eingesetzt werden, spielen jedoch eine deutlich geringere Rolle als in klassischen Suchkampagnen.
Weitere Google-Ads-Kanäle im eCommerce – und wie sie mit Google Shopping zusammenspielen
Google Shopping ist für die meisten Onlineshops der wichtigste und direkteste Umsatztreiber innerhalb von Google Ads. Wer Produkte verkauft, sollte fast immer zuerst hier starten: sauberer Feed, klare Struktur, profitables Bidding.
Trotzdem ist Google Shopping selten ein isolierter Kanal. Ein professionelles eCommerce-Setup nutzt in der Regel mehrere Google-Ads-Formate parallel, und zwar so, dass sie sich gegenseitig ergänzen. Während Shopping-Kampagnen vor allem bestehende Nachfrage bedienen, helfen andere Kampagnentypen dabei, neue Zielgruppen zu erreichen, Kaufentscheidungen zu unterstützen und Interessenten erneut anzusprechen.
Kurz gesagt:
- Google Shopping bedient die konkrete Kaufabsicht.
- Suchanzeigen fangen markenbezogene und hochspezifische Anfragen ab.
- Display- und Demand-Gen-Kampagnen schaffen Aufmerksamkeit und Reichweite.
- Remarketing holt Besucher zurück, die noch nicht gekauft haben.
- Performance Max verbindet all diese Kanäle zunehmend in einem gemeinsamen Kampagnentyp.
Die folgenden Abschnitte geben einen kompakten Überblick über diese ergänzenden Google-Ads-Kanäle – immer mit Blick darauf, wie sie sinnvoll mit Google Shopping zusammenspielen und welche Rolle sie im eCommerce-Marketingmix übernehmen.
Search Ads – Die ideale Ergänzung zu Google Shopping
Suchanzeigen (Search Ads) sind die klassischen textbasierten Google-Anzeigen, die oberhalb oder unterhalb der organischen Suchergebnisse erscheinen. Anders als Google Shopping basieren sie auf gezielt ausgewählten Keywords und nicht auf Produktdaten aus einem Feed.
Für Onlineshops sind Search Ads vor allem in drei Situationen sinnvoll:
- Für markenbezogene Suchanfragen
Nutzer, die gezielt nach Ihrem Shopnamen oder Ihrer Marke suchen, klicken oft lieber auf eine klare Textanzeige als auf ein einzelnes Produkt. Mit Brand-Kampagnen sichern Sie sich hier maximale Sichtbarkeit. Auch gegenüber Mitbewerbern. - Für sehr spezifische oder beratungsintensive Anfragen
Bei Suchanfragen wie „beste Kaffeemaschine für kleines Büro” oder „Unterschied Bluetooth 5.0 vs 5.3″ funktionieren klassische Textanzeigen oft besser als Shopping Ads, weil hier Informationsbedarf statt direkter Kaufabsicht besteht. - Zur Abdeckung von Lücken im Shopping-Bereich
Nicht jedes Produkt lässt sich optimal über Google Shopping ausspielen – etwa Dienstleistungen, Ersatzteile ohne GTIN oder Produkte mit komplexen Varianten. Search Ads können diese Lücken gezielt schließen.
Responsive Search Ads – Moderner Standard
Heute werden Suchkampagnen fast ausschließlich mit Responsive Search Ads betrieben. Dabei hinterlegen Sie mehrere Überschriften und Beschreibungstexte, aus denen Google automatisch die leistungsstärksten Kombinationen zusammenstellt.
So testet Google kontinuierlich verschiedene Varianten und spielt jene Versionen aus, die am besten zur jeweiligen Suchanfrage passen. Im Vergleich zu früheren statischen Anzeigenformaten sorgt das für mehr Relevanz und oft höhere Klickraten.
So spielen Search Ads und Google Shopping zusammen
Im eCommerce sind Search Ads selten ein Ersatz für Google Shopping, sondern vielmehr eine strategische Ergänzung:
- Shopping deckt transaktionale, produktbezogene Suchen ab
- Search Ads sichern Markenanfragen und erklärungsbedürftige Themen
- Beide Kanäle gemeinsam erhöhen die Präsenz entlang der gesamten Customer Journey
Die beste Performance entsteht häufig dann, wenn Shopping-Kampagnen den Großteil des Umsatzes liefern und Search Ads gezielt dort eingesetzt werden, wo Shopping an seine Grenzen stößt.
Display Ads – Reichweite statt direkte Kaufabsicht
Display Ads sind Bild‑, Text- oder Videoanzeigen, die im Google Displaynetzwerk ausgespielt werden. Dieses Netzwerk umfasst unter anderem:
- YouTube
- Gmail
- Millionen von Websites und Apps, die über Google AdSense Anzeigen einbinden
Anders als bei Google Shopping oder Search Ads richten sich Display-Kampagnen nicht an Nutzer mit einer konkreten Suchanfrage. Sie funktionieren nach dem Push-Prinzip: Anzeigen werden Personen gezeigt, die potenziell zur Zielgruppe passen – auch wenn diese gerade nicht aktiv nach einem Produkt suchen.
Wann sind Display Ads im eCommerce sinnvoll?
Für Onlineshops eignen sich Display-Kampagnen vor allem in folgenden Situationen:
- Aufbau von Reichweite und Markenbekanntheit
Neue Produkte oder Marken können gezielt bei relevanten Zielgruppen bekannt gemacht werden. - Unterstützung des Kaufprozesses
Display Ads erinnern Nutzer an ein Thema oder Produkt, noch bevor eine konkrete Kaufabsicht entsteht. - Ergänzung zu Google Shopping
Während Shopping-Kampagnen bestehende Nachfrage abfangen, können Display Ads helfen, neue Nachfrage zu erzeugen.
Moderne Alternativen zu klassischen Display-Kampagnen
In den letzten Jahren haben sich neben klassischen Display Ads neue Formate etabliert, die für eCommerce oft noch besser geeignet sind:
- Demand Gen Kampagnen für visuelle, reichweitenstarke Ansprache
- Performance Max Kampagnen, die Display, YouTube, Gmail und Shopping intelligent kombinieren
- YouTube-basierte Formate mit Produktbezug
Gerade Performance Max übernimmt heute viele Funktionen, für die früher eigenständige Display-Kampagnen notwendig waren.
Realistische Erwartungen
Display Ads erzielen in der Regel niedrigere direkte Conversion-Raten als Shopping- oder Search-Kampagnen. Ihr Wert liegt vor allem darin, zusätzliche Touchpoints entlang der Customer Journey zu schaffen. Richtig eingesetzt, können sie so die Gesamtperformance von Google Shopping deutlich unterstützen.
Remarketing Ads – Besucher zurückholen und Umsätze steigern
Remarketing Ads sind Anzeigen, die gezielt an Personen ausgespielt werden, die bereits mit Ihrem Shop in Kontakt waren, zum Beispiel durch einen Website-Besuch oder das Ansehen bestimmter Produkte. Im Gegensatz zu klassischen Display-Kampagnen richten sie sich also nicht an neue Nutzer, sondern an bereits interessierte Besucher.
Im eCommerce gehören Remarketing-Kampagnen zu den effektivsten Werbeformaten, weil sie Nutzer genau dort abholen, wo diese im Kaufprozess stehen.
Statisches vs. dynamisches Remarketing
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Remarketing:
Statisches Remarketing
Hier sehen alle Besucher dieselbe oder eine ähnliche Anzeige – etwa eine allgemeine Werbebotschaft für Ihren Shop oder eine bestimmte Kategorie. Diese Form eignet sich vor allem für:
- Allgemeine Markenbotschaften
- Aktionen und Rabatte
- Erinnerung an den Shop insgesamt
Dynamisches Remarketing
Beim dynamischen Remarketing werden den Nutzern genau jene Produkte angezeigt, die sie zuvor in Ihrem Shop angesehen haben. Die Anzeigen werden automatisch auf Basis Ihres Produktdaten-Feeds erstellt.
Diese Form ist im eCommerce besonders wirkungsvoll, weil sie hochgradig personalisiert ist und den Nutzer direkt an konkrete Produkte erinnert.
Remarketing im Zusammenspiel mit Google Shopping
Remarketing verstärkt die Wirkung Ihrer Shopping-Kampagnen erheblich:
- Nutzer klicken auf eine Shopping-Anzeige, kaufen aber nicht sofort
- Über Remarketing werden sie später erneut angesprochen
- Die Wahrscheinlichkeit eines späteren Kaufs steigt deutlich
Gerade in Kombination mit Google Shopping sorgt Remarketing dafür, dass teure Erstklicks nicht verloren gehen.
Früher basierte Remarketing fast ausschließlich auf klassischen Tracking-Cookies. Heute setzt Google zunehmend auf modernere Methoden wie:
- Zielgruppen aus Google Analytics 4
- Serverseitiges Tracking
- First-Party-Daten und Enhanced Conversions
- Automatische Zielgruppen in Performance-Max-Kampagnen
Viele Remarketing-Funktionen laufen inzwischen direkt über Performance Max, ohne dass eigene Display-Remarketing-Kampagnen manuell aufgebaut werden müssen.
Best Practices für eCommerce-Remarketing
- Separate Zielgruppen für Warenkorbabbrecher und Produktansichten erstellen
- Dynamisches Remarketing bevorzugen, wenn ein Produkt-Feed vorhanden ist
- Frequenz und Laufzeit sinnvoll begrenzen
- Remarketing immer als Ergänzung zu Google Shopping einsetzen – nicht als Ersatz
Richtig eingesetzt ist Remarketing einer der zuverlässigsten Hebel, um aus bestehendem Traffic mehr Umsatz zu machen.
Mehr Deckungsbeitrag mit Google Ads
Google Ads – und insbesondere Google Shopping – sind kein „set it and forget it”-System. Erfolgreiche Kampagnen entstehen durch kontinuierliche Analyse, Optimierung und strategische Weiterentwicklung.
Wenn Sie aus Ihren Google-Ads-Aktivitäten langfristig mehr Umsatz herausholen möchten, behalten Sie vor allem diese Punkte im Blick:
- Ein sauberer Produktdaten-Feed ist die Grundlage von allem.
Ohne korrekte Titel, Kategorien, Bilder und Attribute kann selbst das größte Budget keine guten Ergebnisse liefern. Optimieren Sie Ihren Feed daher regelmäßig und mit höchster Priorität. - Struktur schlägt Budget.
Durchdachte Kampagnen- und Produktstrukturen entscheiden darüber, wie effizient Google mit Ihrem Werbebudget arbeiten kann. Segmentieren Sie sinnvoll und priorisieren Sie profitable Produkte. - Daten vor Intuition.
Verlassen Sie sich nicht auf Bauchgefühl. Treffen Sie Entscheidungen auf Basis von Conversion-Daten, ROAS, Deckungsbeiträgen und realer Performance. - Smart Bidding braucht Zeit und Qualität.
Automatisierte Gebotsstrategien funktionieren umso besser, je mehr saubere Daten zur Verfügung stehen. Sorgen Sie für korrektes Tracking und geben Sie den Algorithmen ausreichend Lernzeit. - Testen Sie systematisch statt zufällig.
Probieren Sie unterschiedliche Kampagnenstrukturen, Ziel-ROAS-Werte oder Segmentierungen aus. Aber immer mit klaren Hypothesen und messbaren Zielen. - Denken Sie ganzheitlich.
Google Shopping liefert die Basis. Search Ads, Remarketing und weitere Kanäle unterstützen den Kaufprozess und erhöhen die Gesamteffizienz Ihrer Kampagnen.
Wer diese Prinzipien beherzigt, schafft die Grundlage für nachhaltiges Wachstum mit Google Ads – unabhängig von Branche, Sortiment oder Budget.
Und jetzt sind Sie dran: Optimieren, testen, skalieren und Schritt für Schritt mehr aus Ihrem Online-Shop herausholen. Viel Erfolg!

