So nutzen Sie Google Ads für eCom­mer­ce rich­tig – Ein Leit­fa­den (2021)

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Für viele Online­shops sind Google Ads einer der wich­tigs­ten Mar­ke­ting­ka­nä­le. Laut Stu­di­en machen Google Ads bis zu 18 % aller E‑Com­mer­ce-Ein­nah­men aus. Wenn Sie also beschlos­sen haben, mit Google Ads zu durch­zu­star­ten oder bes­se­re Ergeb­nis­se damit erzie­len möch­ten, ist dieser Leit­fa­den für Sie.

Da Google Ads eine große Platt­form mit vielen ver­schie­de­nen Optio­nen ist, kann es manch­mal schwie­rig sein, die für Sie rele­van­ten Funk­tio­nen zu bestim­men. In diesem Google Ads-Leit­fa­den für eCom­mer­ce führen wir Sie daher durch die gesam­te Platt­form und zeigen Ihnen worauf Sie sich kon­zen­trie­ren soll­ten, um maxi­ma­le Erfol­ge und Umsatz zu erzielen.

Das Fun­da­ment der Google Ads

Google Ads sind nicht unbe­dingt für jedes eCom­mer­ce-Unter­neh­men geeig­net. Ein paar Vor­aus­set­zun­gen müssen Sie und ihr Online­shop erfül­len, um mit Google Ads erfolg­reich zu sein.

Budget

Haben Sie das Budget, um Google Ads auszutesten?

Das erste Ziel ist nicht sofort, einen voll­wer­ti­gen Ver­kaufs­ka­nal zu ent­wi­ckeln – selbst Google Ads Exper­ten müssen für jedes eCom­mer­ce-Unter­neh­men erst den Dreh her­aus­be­kom­men. Und zwar mit vielen Test­läu­fen, Ana­ly­sen und lau­fen­den Opti­mie­run­gen. Man arbei­tet sich sozu­sa­gen Schritt-für-Schritt, Test-für-Test and erfolg­rei­che Google Wer­be­an­zei­gen mit hohem ROI heran.

Dar­über hinaus beein­flus­sen wei­te­re Fak­to­ren das benö­tig­te Budget:

  • Wie lange dauert es nor­ma­ler­wei­se, bis die Leute kaufen?
  • Wie viel Gewinn machen Sie mit einem Verkauf?
  • Wie wett­be­werbs­fä­hig ist Ihre Branche?
  • Das abso­lu­te Mini­mum­bud­get: $10/Tag für einen Monat

Ideal ist, wenn Sie von vorn­her­ein $1.000/Monat Budget haben, um in Google Ads zu ste­cken. Klar, es geht auch für weni­ger. Aber je mehr Sie rein­ste­cken, desto besser und aus­führ­li­cher können Sie unter­schied­li­che Wer­be­an­zei­gen testen und desto schnel­ler sehen Sie letzt­end­lich einen posi­ti­ven ROI. Leider geben viele Shop­be­trei­ber auf, bevor sie diese kri­ti­sche Schwel­le über­schrit­ten haben, nicht zuletzt weil das Budget fehlt.

Ver­su­chen Sie nicht, eine Kam­pa­gne mit 2.000 Pro­duk­ten mit $5 pro Tag einen Monat lang zu betrei­ben. Sie werden Ihr Budget zu dünn ver­tei­len und letzt­end­lich nicht schlau­er daraus, ob es funk­tio­niert. Kon­zen­trie­ren Sie Ihr Budget also auf wenige aber rele­van­te Pro­duk­te und Schlüsselwörter.

Vor­aus­set­zun­gen für den Shop

Zwei Stores mit glei­chem Budget und glei­chen Google Ads-Kam­pa­gnen, können sehr unter­schied­li­che Ergeb­nis­se erzielen.

Der eine führt viel­leicht Kam­pa­gnen durch, die grund­le­gen­de Fehler machen, aber den­noch Gewinn abwer­fen. Der andere führt zwar per­fek­te Google Ads-Kam­pa­gnen durch, ver­liert aber trotz­dem mit jedem Klick Geld.

Dabei gibt es zwei Haupt­fak­to­ren, die das Poten­ti­al von Google Ads für eCom­mer­ce beein­flus­sen können:

  • Pro­dukt­kennt­nis, inkl. Nische, Ziel­grup­pe, Schlüs­sel­wör­ter und deren Rankings
  • Sta­bi­le Infra­struk­tur: Email-Erfas­sung, Waren­korb­ab­bruch, Begrü­ßung, Wie­der­ho­lungs­pro­gramm, etc.

Wenn Sie Ihre Pro­duk­te nicht durch und durch kennen, nicht genau wissen wer diese Pro­duk­te braucht und kauft, oder nach wel­chen Schlüs­sel­wör­tern Ihre Ziel­grup­pe sucht, wird es umso schwie­ri­ger, die rich­ti­gen Para­me­ter für eine Google Wer­be­an­zei­ge festzulegen.

Und wenn Ihr Email-Mar­ke­ting nicht bereits stabil auf­ge­setzt ist und sich bewährt hat, können etwai­ge Schnit­zer hier dazu führen, dass Ihre Google Ads Anstren­gun­gen im Sande verlaufen.

Stel­len Sie diese Fak­to­ren erst sicher auf die Beine bevor Sie mit Google Ads anfan­gen. Sie sind nicht nur “nice to have”, son­dern können den Unter­schied zwi­schen Geld ver­die­nen oder ver­lie­ren bedeuten.

Google versus Face­book Ads

Google Ads oder Face­book Ads? Wel­ches ist die bes­se­re Alter­na­ti­ve für meinen Onlineshop?”

Das ist eine Frage, die unter Online-Händ­lern teils hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen her­vor­ru­fen. Ob Google Ads versus Face­book Ads, Sie wollen Ihr Mar­ke­ting­bud­get natür­lich in den Kanal ste­cken, für den Sie den größ­ten ROI erhal­ten. Da sind sich alle Shop­be­trei­ber alle einig. Dar­über hinaus ist es aller­dings nicht ganz so ein­fach, diese Frage zu beant­wor­ten, denn wie so oft beim Mar­ke­ting und der Pro­mo­ti­on von Online­shops und deren Pro­duk­ten heißt es auch hier: es kommt drauf an.

Gene­rell gilt: Google Ads hilft Kunden, Sie zu finden (mit einer direk­ten Such­an­fra­ge), wäh­rend Face­book Ihnen hilft, neue Kunden zu finden (die Ihre Marke, Shop und Pro­duk­te für sich entdecken).

Einen aus­führ­li­chen Bei­trag zum Thema Google Ads oder Face­book Ads finden Sie hier.

Stra­te­gien für Erfolg mit Google Shop­ping Ads

Die Ein­rich­tung und Ver­wal­tung von Google Shop­ping-Anzei­gen unter­schei­det sich deut­lich von der Ein­rich­tung her­kömm­li­cher Text­an­zei­gen. Mit Text­an­zei­gen erstel­len Sie Kam­pa­gnen, Anzei­gen­grup­pen und Anzei­gen, die sich auf aus­ge­wähl­te Such­be­grif­fe kon­zen­trie­ren. Bei Google Shop­ping ver­wen­det Google Ihren Feed, Ihre Web­site und Ihre Gebote, um zu bestim­men, welche Such­an­fra­gen Ihre Anzei­gen aus­lö­sen. Aus diesem Grund hat das Ein­rich­ten von Shop­ping-Anzei­gen einige starke Ähn­lich­kei­ten mit SEO.

Der Erfolg mit Google Shop­ping lässt sich in der Regel auf vier Haupt­stra­te­gien zurückführen:

  1. Der rich­ti­ge Feed. Dies umfasst viele Berei­che, ein­schließ­lich Ihrer Pro­dukt­da­ten, Pro­dukt­bil­der und des Preises. 
  2. Die effek­ti­ve Kam­pa­gnen­struk­tur. Die Über­le­gun­gen zur Struk­tu­rie­rung sind essen­ti­ell, denn die Aus­wer­tung und Opti­mie­rung der Pro­dukt­kam­pa­gnen können – je nach Umfang der Arti­kel und Kate­go­rien – damit erheb­lich erleich­tert werden. 
  3. Die pas­sen­den Gebote. Es gibt meh­re­re Mög­lich­kei­ten, erfolg­reich zu bieten. Das Bieten kann kom­plex sein – durch Ver­schie­bung der Bietstra­te­gien kann sich der Ertrag der Wer­be­aus­ga­ben für ver­schie­de­ne Kam­pa­gnen verdoppeln. 
  4. Über­wa­chung und Opti­mie­rung. Einer der großen Vor­tei­le von Google Shop­ping ist die Mög­lich­keit, gra­nu­la­re Leis­tungs­da­ten anzu­zei­gen und gra­nu­la­re Opti­mie­run­gen vor­zu­neh­men. Eine gute Über­wa­chung und Opti­mie­rung kann eine gute Kam­pa­gne zu einer groß­ar­ti­gen Kam­pa­gne machen.

Opti­mie­rung Ihres Feeds

Der Feed ist die Grund­la­ge, auf der Sie alle Ihre Google Shop­ping Kam­pa­gnen auf­bau­en. Wenn die Grund­la­ge fehlt oder Ihre Daten nicht kor­rekt oder voll­stän­dig sind, werden Sie es schwer haben, bei Google Shop­ping die erhoff­te Leis­tung zu erzielen.

Wenn Ihr Feed nicht opti­miert ist

  • werden Ihre Pro­duk­te bei bestimm­ten Such­be­grif­fen nicht angezeigt;
  • kostet die Schal­tung Ihrer Anzei­gen mehr Geld;
  • nehmen Ihre Kon­kur­ren­ten mehr Platz und bes­se­res Ran­king ein als Sie;
  • leidet Ihre Sicht­bar­keit und führt zu Mehrkosten.

Je mehr und bes­se­re Infor­ma­tio­nen Sie also in Ihrem Daten-Feed haben, desto rele­van­ter sind Ihre Pro­duk­te für die Suche poten­ti­el­ler Kunden. Und Google belohnt Sie, indem Ihre Anzei­gen häu­fi­ger und für weni­ger Geld geschal­tet werden.

Erfah­ren Sie hier detail­liert, wie Sie Ihren Google Shop­ping Feed best­mög­lich optimieren.

Opti­mie­rung der Kampagnenstruktur

Der Schlüs­sel zum Erfolg von Google Shop­ping liegt im Aufbau und der Umset­zung guter Kam­pa­gnen­struk­tu­ren – von Anfang an.

Eine effek­ti­ve Kam­pa­gnen­struk­tur prio­ri­siert Ihre Pro­duk­te. Um Ihr ROI-Poten­zi­al voll aus­zu­schöp­fen, müssen Sie Ihre Kam­pa­gnen in hohe, mitt­le­re und nied­ri­ge Prio­ri­tät auf­tei­len, die ver­schie­de­ne Vari­an­ten oder Pro­dukt­grup­pen umfassen.

Außer­dem können Sie Ihre Kam­pa­gnen sinn­voll auf Basis eini­ger Feed-Attri­bu­ten seg­men­tie­ren, bei­spiels­wei­se nach:

  • Pro­dukt­ka­te­go­rien
  • Pro­dukt­mar­ken
  • Pro­dukt-ID

Sie können die oben genann­ten Seg­men­tie­run­gen auch kom­bi­nie­ren, bei­spiels­wei­se nach Marke + Pro­dukt­ka­te­go­rie oder nach Kate­go­rie + Marke. Mehr Infos und Bei­spie­le dazu finden Sie hier.

Es gibt vier grund­le­gen­de Google Shop­ping Kam­pa­gnen-Struk­tu­ren, die Sie als Ein­stei­ger aus­pro­bie­ren können (und sollten):

  • Eine Kam­pa­gne mit einer Anzeigengruppe
  • Eine Kam­pa­gne mit zahl­rei­chen Anzeigengruppen
  • Meh­re­re Kam­pa­gnen mit meh­re­ren Anzeigengruppen
  • Drei Kam­pa­gnen mit drei Prioritäten

Mehr infos zu diesen Struk­tu­ren finden Sie hier.

Wenn Sie sich mit diesen grund­le­gen­den Kam­pa­gnen-Struk­tu­ren wohl fühlen, können Sie anfan­gen, Ihre Kam­pa­gnen stär­ker zu gra­nu­lie­ren und sich aufs Exper­ten­le­vel hoch­ar­bei­ten. Für Exper­ten erläu­tern wir hier 4 Stra­te­gien, nach denen Sie Ihre Kam­pa­gnen­sturk­tu­ren auf­bau­en können.

Opti­mie­rung der Gebotsstrategie

Jetzt wird es so rich­tig span­nend. Wenn Sie nicht von Anfang an eine durch­dach­te Bietstra­te­gie ein­füh­ren, ver­schwen­den Sie Geld für Ihre Google Shop­ping Ads. Einen Grun­de­ge­dan­ken soll­ten Sie bei Ihren Gebo­ten immer im Hin­ter­kopf behalten:

Einige Pro­duk­te bieten mehr Wert für Ihr Geschäft. Es macht keinen Sinn, das­sel­be Gebot für einen Best­sel­ler wie für einen Laden­hü­ter einzusetzen.

Das Pro­blem ist, dass Goo­g­les Biet­ver­fah­ren undurch­sich­tig ist. Selbst Google Shop­ping Vete­ra­nen sind oft unsi­cher, wie Sie ihre Höchst­ge­bo­te fest­le­gen sollen. Sie müssen sich jedoch nicht auf Ver­mu­tun­gen und Bauch­ge­fühl ver­las­sen – es gibt neun Bietstra­te­gien von Google Ads, die Sie für eine Viel­zahl von Zielen ver­wen­den können.

  1. Klicks maxi­mie­ren: Hier ver­sucht Google Ads, anhand Ihres Tages­bud­gets mög­lichst viele Klicks zu erzielen.
  2. Erwei­ter­ter Cost-per-Click (ECPC): Hier ertei­len Sie Google das Recht, Ihren Gebots­be­trag zu erhö­hen oder zu ver­rin­gern, abhän­gig von der Wahr­schein­lich­keit, was den Ver­kauf vorantreibt.
  3. Kon­ver­sio­nen maxi­mie­ren: Unter Ver­wen­dung des maxi­ma­len Tages­bud­gets, das Sie fest­le­gen, führt Google auto­ma­tisch Ihre Gebote für Sie aus, um Ihnen die meis­ten Kon­ver­sio­nen für Ihr Geld zu verschaffen.
  4. Ziel­ren­di­te für Wer­be­aus­ga­ben (ROAS): Der Target-ROAS ist die Bietstra­te­gie, bei der Google Ads Ihre Gebote auto­ma­tisch so fest­legt, dass die Kon­ver­si­ons­ra­te – auf Grund­la­ge der gewünsch­ten Ren­di­te aus Ihren Anzei­gen­aus­ga­ben – maxi­miert wird.
  5. Stand­ort der Ziel­such­sei­te (TSPL): Hier passt Google Ihre Gebote auto­ma­tisch so an, dass Ihre Anzei­gen immer ange­zeigt werden.
  6. Target Outran­king Share: Wenn sowohl Ihre Anzei­gen als auch die Anzei­gen Ihrer Mit­be­wer­ber geschal­tet werden, erhöht Google Ihre Gebote, um die Anzei­gen Ihrer Mit­be­wer­ber zu übertreffen.
  7. Ziel­kos­ten pro Akqui­si­ti­on (Target-CPA): Bei dieser Metho­de legt Google Ads Ihre Gebote für jede Kam­pa­gne auf der Grund­la­ge Ihrer CPA (Kosten pro Anschaf­fung) fest. Wäh­rend einige Kon­ver­sio­nen mehr kosten, können andere weni­ger kosten, um sie aus­zu­glei­chen und an Ihre Akqui­si­ti­ons­kos­ten anzupassen.
  8. Manu­el­le CPC-Gebote: Hier legen Sie selbst­stän­dig Gebote für ver­schie­de­ne Anzei­gen­grup­pen oder Plat­zie­run­gen fest. Wenn bestimm­te Kam­pa­gnen pro­fi­ta­bler sind als andere, können Sie die Bud­gets schnell anpas­sen, um Geld hin­zu­zu­fü­gen oder aus ande­ren Kam­pa­gnen zu entfernen.
  9. Target Impres­si­on Share: Target Impres­si­on Share ist eine intel­li­gen­te Bietstra­te­gie, die sich auf die Mar­ken­be­kannt­heit kon­zen­triert und Ihnen dabei hilft, so viele Men­schen wie mög­lich zu erreichen.

Erfah­ren Sie hier mehr über diese neuen Bietstra­te­gien für Google Ads.

Die Wahl der für Sie besten dieser neun Bietstra­te­gien hängt von Ihren Kam­pa­gnen­zie­len ab. Es gibt drei Haupt­zie­le, nach denen Sie die jewei­li­gen Top Bietstra­te­gien auf­schlüs­seln und anwen­den können:

Ziel 1: Konversionen

  • Kon­ver­sio­nen maximieren
  • Target-CPA
  • Target-ROAS
  • Target Outran­king Share

Ziel 2: Web­site Traffic

  • Klicks maxi­mie­ren
  • Target Search Page Location
  • Manu­el­le CPC-Gebote

Ziel 3: Markenbekanntheit

  • Target Impres­si­on Share Bidding
  • Target Search Page Location
  • Target Outran­king Share

Um sicher­zu­stel­len, dass Sie mit Ihren Gebots­stra­te­gien auf dem rich­ti­gen Weg sind, folgen Sie diesen 4 Best Prac­ti­ces:

  • Achten Sie immer darauf, eine Bietstra­te­gie auf der Grund­la­ge Ihrer Kam­pa­gnen­zie­le anstatt ein­fach die Stan­dard­op­ti­on zu wählen.
  • Wenn es hart auf hart kommt, testen Sie einige Wochen lang ver­schie­de­ne Bietstra­te­gien und beob­ach­ten Sie, wie sich die Leis­tung ändert.
  • Messen Sie Ihre wich­tigs­ten Leis­tungs­in­di­ka­to­ren wie Kon­ver­si­ons­ra­te, Kosten pro Kon­ver­si­on und mehr.
  • Blei­ben Sie bei der Stra­te­gie mit den bes­se­ren Ergebnissen.

Kli­cken Sie hier für wei­te­re Infos zur Opti­mie­rung Ihrer Google Ads Bietstrategien.

Wie viel kosten Google Ads?

Leider heißt es auch hier wieder einmal: es kommt darauf an. Kosten für Google Ads hängen von unter­schied­li­chen Varia­blen ab, näm­lich Bran­che, Kun­den­le­bens­zy­klus und aktu­el­len Trends (bei­spiels­wei­se auf­grund von COVID-19 oder sai­so­na­len Faktoren).

Eines der größ­ten Trug­schlüs­se über Google Ads ist, dass Mar­ke­ter mit dem größ­ten Budget auch den größ­ten Ein­fluss haben. Klar, ein großes Anzei­gen­bud­get scha­det nie, aber gegen einen schlecht bestück­ten Data Feed oder den fal­schen nega­ti­ven Key­words kann auch viel Geld nicht viel gegensteuern.

Google Ads funk­tio­niert im Wesent­li­chen wie eine Auk­ti­on. Wenn ein Nutzer eine Such­an­fra­ge in die Google-Such­leis­te ein­gibt, prüft Google die Anfra­ge auf Key­words, auf die Inse­ren­ten der­zeit ein Gebot abge­ben. Wenn Google Ads-Kunden aktiv auf eines der Key­words in der Such­an­fra­ge des Nut­zers bieten, beginnt die Anzeigenauktion.

Google berech­net dann die Posi­ti­on jeder kon­kur­rie­ren­den Anzei­ge. Dieser Rang (= Ad Rank) bestimmt, ob und wo Ihre Anzei­ge im Bereich der bezahl­ten Ergeb­nis­se plat­ziert wird. Die Anzei­gen­po­si­ti­on wird anhand Ihres Maxi­mal­ge­bots und der Qua­li­täts­be­wer­tung berechnet:

Anzei­gen­po­si­ti­on = CPC-Gebot x Qua­li­ty Score

Dabei gilt:

  • Das beste kom­bi­nier­te CPC-Gebot x Qua­li­ty Score erhält die höchs­te Posi­ti­on (Ad Rank).
  • Das CPC-Gebot ist das maxi­ma­le Gebot, das Sie für Ihre Schlüs­sel­wör­ter festlegen.
  • Ihr Qua­li­ty Score ist von einer Reihe von Varia­blen abhän­gig, unter ande­rem: Click-Through-Rate (CTR), Rele­vanz jedes Key­words für seine Anzei­gen­grup­pe, Qua­li­tät und Rele­vanz der Lan­ding Page, Rele­vanz Ihres Anzei­gen­tex­tes, his­to­ri­sche Leis­tung Ihres Google Ads-Kontos.

Sobald Ihr Qua­li­täts­wert und Ihre Anzei­gen­po­si­ti­on berech­net wurden, bestimmt Google wie viel Sie jedes Mal zahlen, wenn jemand auf eine Ihrer Anzei­gen klickt. Und zwar mit dieser Formel:

Cost-Per-Click (CPC) = Anzei­gen­po­si­ti­on des Wer­ben­den in der Rei­hen­fol­ge unter Ihnen / Ihr Qua­li­ty Score + $0.01

Sie sehen, Werber 1 bezahlt mit $1,61 CPC weni­ger als Werber 3 und erreicht trotz­dem eine höhere Posi­ti­on (Ad Rank) auf­grund sines bes­se­ren Qua­li­ty Scores. Des­halb können Wer­be­trei­ben­de mit einem klei­nen Budget genau­so effek­tiv bei Google werben wie Unter­neh­men mit großem Budget.

Lesen Sie How Much Does Google Ads Cost? für mehr Details zu den Kosten von Google Ads.

Pro­duct Lis­ting Ads

Wenn Sie in der Google Such­ma­schi­ne einen Begriff ein­ge­ben, bei­spiels­wei­se „Kopf­hö­rer“ oder „Dru­cker“, erschei­nen heut­zu­ta­ge an obers­ter Stelle nicht mehr nur Links zu rele­van­ten Web­sites über die gesuch­ten Begriffe.

Meist tau­chen statt­des­sen in der ersten Zeile oder gut sicht­bar auf der rech­ten Seite Wer­be­an­zei­gen mit Bild, kurzem Titel­text und Preis auf.

So wie hier:

Oder hier:

Das sind Pro­duct Lis­ting Ads, also Pro­dukt­au­flis­tungs­an­zei­gen, die von Online-Shops gekauft und per cost-per-click bezahlt werden.

Google Shop­ping versus Pro­duct Lis­ting Ads

Eigent­lich gibt es kein „versus“. Beide Begrif­fe sind kor­rekt und hängen mit­ein­an­der zusam­men. Google Shop­ping ist diese Art der Wer­be­kam­pa­gne, die aus­schließ­lich über Pro­duct Lis­ting Ads als Anzei­gen­ein­heit läuft.

Google Shop­ping ist sozu­sa­gen der Ober­be­griff, unter dem sich dann die in der Such­ma­schi­ne gezeig­ten Pro­dukt­au­flis­tungs­an­zei­gen tummeln.

Lesen Sie hier weiter für unse­ren aus­führ­li­chen Leit­fa­den zu Pro­dukt Lis­ting Ads.

Google Mer­chant Center versus Google Ads

Google Mer­chant Center und Google Ads sind die zwei Platt­for­men, die Google Shop­ping Kam­pa­gnen ermöglichen.

Im Google Mer­chant Center haust Ihr Data Feed, also Ihre Daten­ein­spei­sung, sowie Ihre Daten zu Ver­sand und Umsatz­steu­er. Diese Daten werden für Google Shop­ping formatiert.

In Google Ads (ehe­mals Google AdWords) erstel­len Sie Ihre Google Shop­ping Kam­pa­gne. Hier steu­ern Sie Ihre Ange­bo­te, Bud­gets und Zielgruppen.

Keine Key­words in Google Pro­duct Lis­ting Ads

Her­kömm­li­che Google Wer­be­an­zei­gen unter­schei­den sich von Pro­duct Lis­ting Ads. Die tra­di­tio­nel­len, text­be­zo­ge­nen Ads visie­ren näm­lich die gewünsch­te Ziel­grup­pe über Key­words an. Für Pro­duct Lis­ting Ads wählen Sie aber selbst keine Key­words. Statt­des­sen bieten Sie ein Budget für Ihre Pro­dukt­an­zei­ge und Google ent­schei­det welche Key­words für dieses Pro­dukt rele­vant sind, basie­rend auf Ihrem Data Feed aus dem Google Mer­chant Center. Trotz­dem können Sie mit geschickt gewähl­tem Data Feed und nega­ti­ven Key­words Ein­fluss darauf nehmen, welche Key­words Google als rele­vant empfindet.

Wann und für wen lohnen sich Pro­duct Lis­ting Ads?

Die Ent­schei­dung ob sich Pro­duct Lis­ting Ads für Ihren Woo­Commerce Shop lohnen kann schwie­rig sein. Die fol­gen­den Varia­blen soll­ten Sie prüfen bevor Sie ins Google Shop­ping einsteigen:

  • Wie viele Pro­duk­te ver­kau­fen Sie?
  • Was ist Ihre Pro­dukt­ka­te­go­rie? Ist sie stark umkämpft?
  • Wie viel Budget können Sie Google bieten?
  • Welche Qua­li­tät hat Ihre Site?

Details und Ant­wor­ten zu den ein­zel­nen Fragen finden Sie hier.

Search Ads

Fangen wir mit den “regu­lä­ren”, bekann­ten Google Ads an, die in den Ergeb­nis­lis­ten für so ziem­lich jeden Such­be­griff auf­tau­chen: den Search Ads (Such­an­zei­gen).

google search ad

Der Vor­teil von Search Ads ist, dass Sie Ihre Anzei­ge dort aus­spie­len, wo die meis­ten Suchen­den zuerst nach Infor­ma­tio­nen suchen – direkt bei Google. Und Google zeigt Ihre Anzei­ge im glei­chen Format wie andere Ergeb­nis­se an (mit Aus­nah­me der Kenn­zeich­nung als “Anzei­ge”), sodass die Nutzer daran gewöhnt sind, die Ergeb­nis­se zu sehen und darauf zu klicken.

Mit so genann­ten respon­si­ven Search Ads können Sie meh­re­re Ver­sio­nen von Über­schrif­ten und Anzei­gen­tex­ten ein­ge­ben (15 bzw. vier Varia­tio­nen), aus denen Google die besten aus­wählt und Nut­zern anzeigt. Bei her­kömm­li­chen Anzei­gen erstel­len Sie eine sta­ti­sche Ver­si­on Ihrer Anzei­ge und ver­wen­den jedes Mal die glei­che Über­schrift und Beschreibung.

Respon­si­ve Search Ads ermög­li­chen eine dyna­mi­sche Anzei­ge, die auto­ma­tisch getes­tet wird, bis Sie zu der Ver­si­on gelan­gen, die für Ihre Ziel­grup­pe am besten geeig­net ist – für Google bedeu­tet das, bis Sie die meis­ten Klicks erhal­ten. Mehr Infos zu Dyna­mi­schen Search Ads finden Sie hier.

Dis­play Ads

Dis­play Ads sind Text‑, Bild- oder Video­an­zei­gen, die im Google Dis­play-Net­work ange­zeigt werden, einer Gruppe von Google-eige­nen Objek­ten und Web­sites von Dritt­an­bie­tern. Dazu gehören:

  • You­Tube
  • Gmail
  • 2 Mil­lio­nen Web­sei­ten und Apps, die AdSen­se Wer­be­an­zei­gen ausspielen

Google Dis­play Kam­pa­gnen werden auch über die Google Ads Platt­form ver­wal­tet, aller­dings von einem ande­ren Kanal als Shop­ping oder Lis­ting Ads.

Um effek­ti­ve Dis­play Ads zu schal­ten, hilft ein Per­spek­ti­ven­wech­sel. Bei Shop­ping- und Lis­ting Ads werden Anzei­gen für Per­so­nen geschal­tet, die aktiv nach Pro­duk­ten suchen. Dis­play Ads werden an Pro­duk­te Men­schen aus­ge­spielt, die nicht unbe­dingt nach Ihren Pro­duk­ten suchen.

Ein wich­ti­ger Vor­be­halt: Dis­play Ads (und ins­be­son­de­re die Tracking-Codes, mit denen sie betrie­ben werden) sind der Grund, warum mehr als 2% der Inter­net­nut­zer Wer­be­blo­cker ver­wen­den. Es ist ein Trend, der weiter wächst. Außer­dem ist es ein Bereich, der mit Klick­be­trug regel­recht “ver­seucht” ist. Rich­tig ein­ge­setzt, können sie den­noch solide Ergeb­nis­se liefern.

Lies hier How to Dis­play: Kam­pa­gnen für das Google Dis­play Netz­werk erstel­len oder schaue dieses Video an. Hier fin­dest du außer­dem 6 Dis­play­kam­pa­gnen für mehr Reich­wei­te

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Remar­ke­ting Ads

Remar­ke­ting Ads sind eine spe­zi­el­le Art von Dis­play Ads, die Besu­chern Ihrer Web­site auf ande­ren Web­sites ange­zeigt werden. (Remar­ke­ting ist übri­gens genau das glei­che wie Retargeting).

Dabei gibt es zwei Haupt­ar­ten von Remar­ke­ting-Kam­pa­gnen: sta­ti­sche oder dyna­mi­sche Kampagnen.

Bei sta­ti­schen Remar­ke­ting-Kam­pa­gnen zeigen Sie jedem Besu­cher die glei­che Anzei­ge. Sie können sepa­ra­te Anzei­gen für Besu­cher bestimm­ter Seiten auf Ihrer Web­site erstel­len, aber alle diese Besu­cher sehen die glei­che Anzeige.

Der andere Typ sind dyna­mi­sche Remar­ke­ting-Kam­pa­gnen. Anstatt die glei­chen Anzei­gen an jeden Besu­cher aus­zu­spie­len, zeigen dyna­mi­sche Remar­ke­ting Ads jene Pro­duk­te an, die sich ein Besu­cher bereits ange­se­hen hat. Google weiß dies auf­grund des Tracking-Codes – dem berühmt-berüch­tig­ten “Cookie” – den Sie auf Ihrer Web­site plat­ziert haben. Die Kam­pa­gne ist mit Ihrem Feed ver­knüpft, so dass Google eine “maß­ge­schnei­der­te” Anzei­ge für diesen Nutzer zusam­men­stel­len kann.

Neben den Anzei­gen besteht der Haupt­un­ter­schied zwi­schen sta­ti­schem und dyna­mi­schem Remar­ke­ting in dem Cookie, den Sie auf Ihrer Web­site plat­zie­ren müssen. Für sta­ti­sches Remar­ke­ting reicht ein ein­zi­ger Cookie aus. Darauf basie­rend können Sie Besu­cher anspre­chen, die (nicht) auf bestimm­ten Seiten gewe­sen sind.

Wenn Sie jedoch die dyna­mi­schen Funk­tio­nen wün­schen, müssen Sie einen kom­ple­xe­ren Remar­ke­ting-Code hin­zu­fü­gen. Auf diese Weise kann Google abglei­chen, welche Pro­duk­te ein bestimm­ter Nutzer ange­se­hen hat. Mehr Infos zu Google Remar­ke­ting Ads finden Sie hier.

Mehr Umsatz mit Google Ads

Denken Sie dran: auch Google Ads Exper­ten müssen ihre Wer­be­an­zei­gen lau­fend testen, ana­ly­sie­ren und opti­mie­ren, um die größ­ten Erfol­ge mit ihnen zu erzie­len und mehr Umsatz aus ihnen her­aus­zu­kit­zeln. Ver­su­chen auch Sie sich daher so gut wie mög­lich darauf ein­zu­stel­len und vor­zu­be­rei­ten, indem Sie fol­gen­de Punkte nicht aus den Augen verlieren:

  • Wer nicht plant, plant zu ver­lie­ren. Ver­su­chen Sie, soviel wie mög­lich im Voraus zu planen – noch bevor Sie eine ein­zi­ge Kam­pa­gne erstel­len. Das Ein­rich­ten Ihrer ersten Kam­pa­gne nimmt einige Zeit in Anspruch. Nehmen Sie sich aber die Zeit, sich über das Ziel und Ver­fol­gung Ihrer Anzei­ge Gedan­ken zu machen. Rich­ten Sie für jede Ihrer Pro­dukt­ka­te­go­rien eine Kam­pa­gne ein.
  • Expe­ri­men­tie­ren Sie mit Text, Budget und Anzei­gen­typ, um her­aus­zu­fin­den, was zu den meis­ten Kon­ver­sio­nen führt. Wenn Sie Ihre Ziel­grup­pe kennen und wissen, welche Anzei­gen­ty­pen und Inhal­te sie am meis­ten anspre­chen, können Sie Ihre Anzei­gen im Laufe der Zeit anpassen.
  • Expe­ri­men­tie­ren Sie außer­dem mit Emp­fän­gern der Ads. Sie können bei­spiels­wei­se Ihre Ziel­grup­pe auf der Grund­la­ge ihres Stand­orts anspre­chen, damit nur die “rich­ti­gen Leute” Ihre Anzei­gen sehen. Ver­fol­gen Sie, wie diese neue Ziel­grup­pe reagiert und passen Sie Ihre Anzei­gen­kam­pa­gne ent­spre­chend an. Betrach­ten Sie diesen Ansatz als eine wei­te­re Form der Markt­for­schung – die Ergeb­nis­se unter­stüt­zen Sie dabei, Ihre Anzei­gen­aus­rich­tung auf eine kleine Gruppe zu verfeinern.

Und jetzt sind Sie dran. Viel Erfolg beim Planen und Erstel­len Ihrer ersten Kampagne!