Lean eCom­mer­ce ohne Büro, Pro­duk­ti­on und Lager – So funk­tio­niert Geschäfts­füh­rung ohne ope­ra­ti­ve Ver­ant­wor­tung

Unter­neh­mer­tum bedeu­tet klas­sisch, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Nicht nur im per­so­nel­len Sinn, son­dern auch Ver­ant­wor­tung für Kosten, die mit dem Aufbau eines Unter­neh­mens auf einen zukom­men: Büro- und Lager­flä­chen, Aus­stat­tung, Maschi­nen.

Doch was, wenn Sie es schaf­fen könn­ten, diese Gemein­kos­ten so stark wie mög­lich zu redu­zie­ren? Dann bliebe von den Margen Ihrer Pro­duk­te viel mehr übrig und Sie wären trotz­dem kon­kur­renz­fä­hig, nicht wahr? Und mit diesen höhe­ren Margen können Sie Inves­tio­nen täti­gen oder Expe­ri­men­te star­ten, und somit Ihren Umsatz stei­gern – in allen Formen und Farben.

Doch ist es tat­säch­lich mög­lich, die Gemein­kos­ten eines Woo­Commerce-Shops zu redu­zie­ren? Müssen die großen Kos­ten­trei­ber wie

  • Lage­rung & Ver­sand (ca. 25 %),
  • Pro­duk­ti­on / Ein­kauf (ca. 30%),
  • Kun­den­ser­vice (10 bis 15%) sowie
  • Mar­ke­ting (15 – 20 %)

wirk­lich intern abge­bil­det werden oder können sie nicht auch extern, viel­leicht sogar remote, genau­so gut erle­digt werden? “Lean eCom­mer­ce”, sozu­sa­gen. Was pas­siert dann mit Ihrem eCom­mer­ce Unter­neh­men? Und wie genau stel­len Sie das auf die Beine?

Diese Fragen beant­wor­ten wir hier, und gehen außer­dem darauf ein,

  • wie man diese Dinge out­sour­cen und auto­ma­ti­sie­ren kann,
  • was sich dadurch im Unter­neh­men ändert,
  • mit was es Sinn macht anzu­fan­gen,
  • was Sie brau­chen und wie Sie auf­ge­stellt sein müssen, auch finan­zi­ell, und
  • wie Sie über­haupt star­ten.

Die Vor­tei­le von Lean eCom­mer­ce

Sein Unter­neh­men zu ver­schlan­ken, Auf­ga­ben aus­zu­la­gern und Pro­zes­se remote laufen zu lassen, funk­tio­niert tat­säch­lich auch für eCom­mer­ce – und das sehr gut sogar. Hier sind mög­li­che Vor­tei­le davon, sein eCom­mer­ce-Unter­neh­men zu ver­schlan­ken.

Kos­ten­er­spar­nis durch Auf­ga­be von Büro- und Lager­flä­che

Der offen­sicht­lichs­te Vor­teil ist die sofor­ti­ge Kos­ten­er­spar­nis der Miete für Büro und Lager. Das läuft im Monat meist auf meh­re­re tau­send Euro hinaus; eine Menge Geld, vor allem für das ganze Jahr hoch­ge­rech­net. Nehmen wir an, Sie zahlen für Büro und Lager 3.000 €/Monat, dann sparen Sie im Jahr 36.000 € wenn Sie auf diese Miet­kos­ten ver­zich­ten könn­ten.

Dar­über hinaus sparen Sie viele wei­te­re zusätz­li­che Kosten, die mit einem Büro ver­bun­den sind: Möbel, Inter­net, Strom, Rei­ni­gungs­mit­tel, Bewir­tung, Büro­ma­te­ria­li­en… ohne Büro geben Sie kein Geld mehr für diese Dinge aus.

Wie das genau funk­tio­niert, erläu­tern wir weiter unten im Arti­kel unter 3. So opti­mie­ren Sie Lage­rung und Ver­sand.

Welt­wei­ter Zugriff auf talen­tier­te Mit­ar­bei­ter

Wenn Sie Ihre Kol­le­gen, Mit­ar­bei­ter oder Free­lan­cer aus der ganzen Welt “sourcen” können und nicht auf einen Umkreis von 45 Minu­ten um den eige­nen Schorn­stein herum ange­wie­sen sind, eröff­net das einen Talent­pool von oft unge­ahn­ter Größe und Genia­li­tät. Weder Sie noch Ihre Mit­ar­bei­ter sind dann auf die ört­li­che Ein­schrän­kung ange­wie­sen und die Chan­cen stehen viel größer, pas­sen­de Kol­le­gen für unter­schied­lichs­te Auf­ga­ben zu finden.

Bei Xci­ting Web­de­sign sind wir selbst ein “remote” Team und arbei­ten von unter­schied­li­ches­ten Orten der Welt – ein Vor­teil, der basie­rend auf unse­rer Erfah­rung nicht zu unter­schät­zen ist!

Kein Pen­deln und Orts­un­ab­hän­gig­keit

Mal ganz ehr­lich: wer pen­delt gerne jeden Tag den glei­chen Weg ins Büro und zurück? Vor allem wenn der Weg zur Arbeit lang ist, geht eini­ges an Lebens­qua­li­tät ver­lo­ren. Wer täg­lich 45 Minu­ten ins Büro fährt, ist 1,5 Stun­den am Tag auf der Straße – das sind 30 Stun­den im Monat, oder 360 im Jahr, die jeder von uns viel lieber mit seiner Fami­lie oder seinen Hobbys ver­brin­gen würde.

Diese Lebens­qua­li­tät können Sie für sich und Ihre Mit­ar­bei­ter raus­ho­len, wenn das ganze Team “remote” arbei­tet und nicht mehr jeden Tag im Büro erschei­nen muss. Wer remote arbei­tet, muss dies nicht aus­schließ­lich von zu Hause tun. Wenn Ihre Mit­ar­bei­ter lieber von Cafes, Biblio­the­ken, oder gar auf der ande­ren Seite der Welt arbei­ten wollen, ist das bei einem Remote-Team mög­lich – und macht auch hier Ihre Mit­ar­bei­ter glück­li­cher.

Klar, die Kom­mu­ni­ka­ti­on muss dann stim­men aber mit den Tech­no­lo­gi­en, die heute zur Ver­fü­gung stehen, ist das alles über­haupt kein Pro­blem mehr.

Letzt­end­lich laufen diese Vor­tei­le alle auf den wich­tigs­ten Punkt hinaus:

Mehr Zeit für die wich­ti­gen Dinge

… sowohl im Beruf als auch im Leben. Ver­schlan­kung Ihres Unter­neh­mens bedeu­tet, dass Sie bei­spiels­wei­se wie­der­keh­ren­de, orga­ni­sa­to­ri­sche und admi­nis­tra­ti­ve Auf­ga­ben ent­we­der auto­ma­ti­sie­ren oder an andere dele­gie­ren – an Mit­ar­bei­ter, Free­lan­cer oder andere Firmen. Somit machen Sie Zeit für sich frei und ver­füg­bar, die Sie in die Wei­ter­ent­wick­lung Ihres Unter­neh­mens, Ihre Kunden, oder auch in eigene Frei­zeit ste­cken können.

1. Lean, Mean Mar­ke­ting-Machi­ne

Mar­ke­ting ist der wich­tigs­te Umsatz­trei­ber für Ihren Online­shop. Es reicht leider nicht, Ihren Shop auf­zu­stel­len und dann darauf zu warten, dass Surfer im Inter­net zufäl­lig über ihn stol­pern. Ohne Mar­ke­ting wird keiner auf Ihre Pro­duk­te und Ihren Shop auf­merk­sam – und Sie machen keinen Umsatz. Dann sind alle ande­ren Opti­mie­run­gen und Anpas­sun­gen umsonst und Sie werfen schlech­tes hinter gutem Geld aus dem Fens­ter.

Daher macht es Sinn, mit der Ver­schlan­kung Ihres Mar­ke­ting anzu­fan­gen. Und das Stich­wort für schlan­kes Mar­ke­ting in Ihrem Woo­Commerce-Shop lautet: Auto­ma­ti­sie­rung.

Es gibt heute viele Mög­lich­kei­ten und Wege, seine Mar­ke­ting­pro­zes­se bis ins kleins­te Detail des Mar­ke­ting-Trich­ters zu auto­ma­ti­sie­ren und dabei den Kunden und seine Wün­sche nicht aus den Augen zu ver­lie­ren.

Online-Mar­ke­ting für eCom­mer­ce-Shops ist unsere Spe­zia­li­tät hier bei Xci­ting Web­de­sign; wir spre­chen dabei gerne vom “Kaf­fee­fil­ter­mo­dell”, mit dem man Fremde zu Besu­chern, Besu­cher in Inter­es­sen­ten, und Inter­es­sen­ten in Kunden wan­delt – Schritt für Schritt, alles auto­ma­tisch. Dafür werden unter­schied­li­che Auto­ma­ti­sie­run­gen ein­ge­setzt, unter ande­rem:

  • Auto­ma­ti­sier­tes Email-Mar­ke­ting
    • zum Ver­sand von per­so­na­li­sier­ten Emails,
    • zu Remar­ke­ting-Zwe­cken, oder
    • um Waren­korb­ab­bre­cher zu reak­ti­vie­ren
  • Con­tent Mar­ke­ting und Manage­ment, was an frei­be­ruf­li­che Texter aus­ge­la­gert werden kann
  • Paid Social, bei dem regel­mä­ßig Wer­bung oder der eigene Con­tent auf Social Media an eine genau defi­nier­te Ziel­grup­pe aus­ge­spielt wird

Mehr zu diesem ganz­heit­li­chen, sys­te­ma­ti­schen Mar­ke­ting mit seinen ein­zel­nen Schrit­ten und der jeweils pas­sen­den Soft­ware oder Auto­ma­ti­sie­rung erfah­ren Sie hier.

Als ganz­heit­li­che Email-Mar­ke­ting Platt­form emp­feh­len wir gerne Cam­pai­gn Moni­tor Com­mer­ce (früher Con­ver­sio). Cam­pai­gn Moni­tor Com­mer­ce unter­stützt Medi­en­mo­gu­le, Tech-Gigan­ten und Non-Profit-Orga­ni­sa­tio­nen aus ver­schie­de­nen Bran­chen mit ihrem Drag-and-Drop-Buil­der, Visual Travel Desi­gner, krea­ti­ven Mar­ke­ting­stra­te­gi­en und Echt­zeit-Per­for­mance-Metri­ken.

Wenn Sie sich weiter zum Thema Email-Mar­ke­ting-Auto­ma­ti­on ein­le­sen wollen, emp­feh­len wir die fol­gen­den Arti­kel:

2. Aus­la­ge­rung des Kun­den­ser­vice

Guter Kun­den­ser­vice ist enorm wich­tig für ein erfolg­rei­ches Unter­neh­men – fast genau­so wich­tig wie Mar­ke­ting. Denn wenn der Kun­den­ser­vice ver­sagt, bringt lang­fris­tig das beste Mar­ke­ting nichts. Hat der Ruf Ihres Shops einmal gelit­ten, ist es schwie­rig sich davon zu erho­len.

Glück­li­che Kunden, ande­rer­seits, kaufen wieder und emp­feh­len weiter. Daher darf dieser Teil Ihres Busi­ness auf keinen Fall ver­nach­läs­sigt werden. Was aber nicht heißt, dass Sie alles selbst machen müssen. Heut­zu­ta­ge gibt es so einige Mög­lich­kei­ten, Kun­den­ser­vice abzu­ge­ben, zu auto­ma­ti­sie­ren oder gar ganz aus­zu­la­gern.

Seinen Kun­den­ser­vice aus­zu­la­gern bringt unter den rich­ti­gen Bedin­gun­gen so einige Vor­tei­le:

  • Schnel­le­re Reak­ti­ons­zeit
  • Bün­de­lung sich wie­der­ho­len­der (An-) Fragen
  • Erwei­te­rung der glo­ba­len Abde­ckung

Um diese Vor­tei­le zu nutzen haben Sie zwei pri­mä­re Mög­lich­kei­ten. Sie können ent­we­der Mit­ar­bei­ter oder Free­lan­cer ein­stel­len, die sich darum küm­mern, oder Sie lagern Ihren Kun­den­ser­vice kom­plett an eine exter­ne Firma aus. In beiden Fällen können sich die zustän­di­gen Leute via Email, Social Media oder per Tele­fon um Ihre Kunden küm­mern.

Wenn Sie den Kun­den­ser­vice nicht abge­ben wollen, viel­leicht weil gerade das Ihre Stärke ist, gibt es trotz­dem so einige Mög­lich­kei­ten die Pro­zes­se dahin­ter zu auto­ma­ti­sie­ren und zu ver­ein­fa­chen:

  • Per­so­na­li­sier­te Email-Kam­pa­gnen ver­sen­den
  • Live Chat anbie­ten
  • FAQ-Bereich ein­rich­ten

Erfah­ren Sie in den fol­gen­den Arti­keln mehr dar­über, wie Sie den Kun­den­ser­vice für Ihren Online­shop ver­schlan­ken können:

3. So opti­mie­ren Sie Lage­rung und Ver­sand

Auto­ma­ti­sier­tes Mar­ke­ting und aus­ge­la­ger­ter Kun­den­ser­vice führen jetzt zu Bestel­lun­gen von Erst- und Stamm­kun­den. Im nächs­ten Schritt macht es daher Sinn die Ver­schlan­kung von Lage­rung und Ver­sand – dem im eCom­mer­ce so genann­ten Ful­fill­ment – anzu­ge­hen.

Als Inha­ber eines eCom­mer­ce Unter­neh­mens, endet Ihre Arbeit näm­lich nicht wenn ein Kunde ein Pro­dukt bestellt – da beginnt sie erst so rich­tig. Sie müssen sich um die Auf­trags­ab­wick­lung küm­mern, ein­schließ­lich Ver­sand, Bestands­ma­nage­ment, Ver­pa­ckung, Retou­ren­be­ar­bei­tung und mehr.

Sie müssen sicher­stel­len, dass die Lie­fe­rung ord­nungs­ge­mäß abge­wi­ckelt wird, damit Sie gute Bewer­tun­gen erhal­ten, Geschäf­te wie­der­ho­len und Ihr Ergeb­nis ver­bes­sern können. Das ist ein kom­pli­zier­ter Pro­zess, der eine ord­nungs­ge­mä­ße Ver­wal­tung und Koor­di­na­ti­on des Trans­ports und der Beför­de­rung Ihrer Waren zum End­ver­brau­cher beinhal­tet.

Die gute Nach­richt? Es gibt heut­zu­ta­ge eine große Anzahl von Anbie­tern für die Auf­trags­ab­wick­lung.

Anstatt einen Lager­raum zu mieten, Regale zu kaufen und ein eige­nes Team von Lager­ar­bei­tern ein­zu­stel­len um den Bestand selbst zu lagern und zu erfül­len, können Sie Ihre Lager- und Auf­trags­ab­wick­lung kom­plett aus­la­gern – ein großer Faktor bei der Ver­schlan­kung eines eCom­mer­ce-Busi­ness. Die Vor­tei­le liegen auf der Hand:

  • Keine lang­fris­ti­gen Miet­kos­ten für Lager­flä­che
  • Keine Kosten für Ange­stell­te / Mit­ar­bei­ter
  • Höhere Effek­ti­vi­tät, da Sie sich auf Tätig­kei­ten kon­zen­trie­ren können, die sich auf Ihr Ergeb­nis aus­wir­ken

Im deutsch­spra­chi­gen Raum gibt es so einige Ful­fill­ment-Dienst­leis­ter, wie bei­spiels­wei­se

  • Arvato (Ber­tels­mann) – erfolg­rei­che Inte­gra­ti­on sämt­li­cher Ele­men­te der Pro­zess­ket­te über alle Kanäle hinweg
  • Baur Ful­fill­ment Solu­ti­ons – ska­lier­ba­re Ful­fill­ment-Ser­vices für begeis­tern­de Ein­kaufs­er­leb­nis­se und wir­kungs­vol­le Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on
  • Docda­ta – rei­bungs­lo­se und effi­zi­en­te Abwick­lung aller logis­ti­schen und daten­re­le­van­ten Pro­zes­se im E‑Commerce und Multi-Chan­nel-Handel

Lesen Sie in den fol­gen­den Arti­keln mehr dar­über, wie Sie das Ful­fill­ment für Ihren Woo­Commerce-Shop ver­schlan­ken und auto­ma­ti­sie­ren können:

Star­ten Sie mit sys­te­ma­ti­schem Mar­ke­ting

Wie bereits erläu­tert, macht es am meis­ten Sinn mit der Ver­schlan­kung und Auto­ma­ti­sie­rung Ihres Mar­ke­ting anzu­fan­gen. Wir zeigen Ihnen wie Sie Ihren Online­shop als besten Ver­trieb­ler für sich arbei­ten lassen können, und somit mehr Besu­cher gene­rie­ren und Ihre Kon­ver­si­ons­ra­ten stei­gern. Laden Sie hier das Pro­be­ka­pi­tel unse­res Buches Mehr Gewinn mit Woo­Commerce: So nutzen Sie ver­steck­te Poten­tia­le mit sys­te­ma­ti­schem Mar­ke­ting her­un­ter.

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